Preisträger 2025

Prämiertes Projekt: New Mittelstand: Digitale Plattform Transport (DPT) – Von der Pilotierung in die Skalierung kooperativer Geschäftsmodelle

Projektpartner: SICK AG (Waldkirch), Liebherr-Hydraulikbagger GmbH (Kirchdorf an der Iller), Leadec FM BV & Co. KG (Stuttgart), Ferdinand-Steinbeis-Reallabor GmbH (Heilbronn), LLS Logistik GmbH (Heilbronn) zusammen mit dem Ferdinand-Steinbeis-Institut der Ferdinand-Steinbeis-Gesellschaft für transferorientierte Forschung gGmbH der Steinbeis-Stiftung (FSG) (Stuttgart)

Projektvideo  Yearbook

Das Ferdinand-Steinbeis-Institut der Ferdinand-Steinbeis-Gesellschaft für transferorientierte Forschung gGmbH der Steinbeis-Stiftung (FSG) hat mit den Projektpartnern der Ferdinand-Steinbeis-Reallabor GmbH, der SICK AG, der Liebherr-Hydraulikbagger GmbH und der Leadec FM BV & Co. KG ein skalierbares kooperatives Geschäftsmodell auf Basis digitaler Zwillinge und kooperativer Datenräume im Bereich der Intralogistik erstellt und erhält dafür den Transferpreis der Steinbeis-Stiftung – Löhn-Preis. Das ausgezeichnete Projekt steht exemplarisch für das duale Wissenschaftsverständnis der Ferdinand-Steinbeis-Gesellschaft. 

Ziel war es, ein kooperatives Geschäftsmodell im Bereich der Intralogistik zu entwickeln und zu pilotieren. Als Ausgangspunkt diente die Fragestellung wie sich der Industrial Service im Kontext der Digitalisierung (IoT, Digitale Zwillinge und KI) verändert und wie ein cyber-physisches Geschäftsmodell auf Basis digitaler Zwillinge und kooperativer Datenräume gestaltet werden kann. 

Im Rahmen des Projekts entstand die LLS Logistik GmbH, ein neues Ökosystem der Partner Leadec FM BV & Co. KG, Liebherr-Hydraulikbagger GmbH und Sick AG, unter der Leitung des Ferdinand-Steinbeis-Instituts. Sie stellt eine Blaupause für neue cyber-physische Geschäftsmodelle zur Unterstützung des etablierten Mittelstands bei der notwendigen Transformation dar. Das Konsortium bietet ein auf digitalen Zwillingen von Gabelstaplern basierendes, kooperatives Leistungsbündel für den innerbetrieblichen Transport an – eine Lösung, für die sich ein großes Marktpotenzial und eine Tragfähigkeit attestieren ließ. 

Die LLS Logistik GmbH fungiert als skalierbare Projektgesellschaft, die es den Partnern ermöglicht, mit geringen Einstiegshürden gemeinsam am Markt zu agieren. Sie ist ein praktisches Beispiel für den „New Mittelstand“: kooperativ, digital und wachstumsorientiert. Ausschlaggebend für den Erfolg des Projekts sind Interdisziplinarität, ein kultureller Wandel in arrivierten Unternehmen sowie das aktive Schließen der (Transfer-) Lücke von der Idee zur Umsetzung. Das Projekt zeigt mittelständischen Unternehmen, wie anhand geteilter Kompetenzen und kooperativer Wertschöpfung mit neuen Geschäftsmodellen eine Neupositionierung und somit Innovation im Ökosystem ermöglicht werden kann. Die LLS Logistik GmbH erzielt bereits nachhaltige Umsätze und gewinnt Kunden – ein Beleg für den erfolgreichen unternehmerischen Transfer. Es folgt nun die Phase der Skalierung, Ziele sind unter anderem der Ausbau der Leistungsbündel sowie der Leistung für neue Lösungen im Bereich der Intralogistik im Rahmen von Use Cases. 

Die Jury des Löhn-Preises betont, dass das Projekt vorbildhaft die Philosophie von Steinbeis in einer weiterentwickelten Form widerspiegelt: ein integrierter Prozess aus Forschung, Transfer und Anwendung. Das hohe Transfer- und Multiplikationspotenzial der realisierten Pilotanwendung zeigt sich in der Umsetzung der gemeinsamen Erkenntnisse der Partner.