Preisträger 2007

Innovative Projektarbeit fördert nachhaltigen Praxisbezug

Sonderpreisträger Prof. Dr.-Ing. Jürgen van der List mit dem Steinbeis-Transferzentrum Mikroelektronik/Göppingen 

Projektvideo  Yearbook

Die Jury des Löhn-Preises würdigt die herausragenden Leistungen und Projekte von Professor Dr.-Ing. Jürgen van der List mit dem Steinbeis-Transferzentrum Mikroelektronik (TZM) in Göppingen mit einem Sonderpreis. Jürgen van der List war von 1995 bis 1997 Prorektor für Forschung und Entwicklung und von 1997 bis 2007 Rektor der Hochschule Esslingen. 1991 gründete er das TZM und war bis heute maßgeblich am Auf- und Ausbau des TZM in Göppingen beteiligt. 

„Eine praxisorientierte und berufsqualifizierende Ausbildung im ingenieurwissenschaftlichen Bereich kann nur dann gelingen, wenn die Lehrenden den Bezug zur Praxis und zu den Firmen über innovative Projektarbeiten ständig pflegen.“ Dies war die Motivation für Jürgen van der List, gemeinsam mit Professor Dr. Heinz Osterwinter 1991 an dem neu gegründeten Standort Göppingen der Hochschule Esslingen das TZM zu gründen. Zuvor war er bereits seit 1988 als Dekan mit dem Aufbau des Fachbereichs Mikroelektronik an der neugegründeten Außenstelle der HS Esslingen in Göppingen betraut. Im Laufe der Zeit wurde das Führungs-Duo durch die Professoren Dr. Bernhard Schwarz und Dr. Rainer Würslin und durch den Geschäftsführer Edgar Grundstein kompetent verstärkt. 

Sowohl die neuen gut ausgestatteten Labore der Hochschule als auch die Kompetenzen der frisch berufenen Professoren ergaben eine für die umliegende Industrie attraktive Entwicklungsumgebung. Der wirtschaftliche Erfolg stellte sich schnell ein, so dass 1997 direkt neben der Hochschule ein Grundstück erworben werden konnte. Heute blickt man stolz auf das 2002 errichtete eigene Gebäude und beschäftigt insgesamt 120 Mitarbeiter. Damit ist das seit 16 Jahren bestehende und 2001 ISO-zertifizierte TZM eines der größten Zentren im Steinbeis-Verbund, das sich zu einem kompetenten und verlässlichen Partner für viele Firmen sowohl in der Region als auch international entwickelt hat. 

Nachdem das TZM anfangs im Bereich der Elektronik Entwicklung sehr breit aufgestellt war, konzentriert man sich heute auf die Arbeitsgebiete „Automobile Bussysteme – insbesondere FlexRay“ und auf spezielle Software Entwicklungen. Eine besondere Qualität und großen Er folg hat das TZM in den letzten Jahren dadurch erreicht, dass man für die industrielle Entwicklung von FlexRay Bussystemen eigene Produkte in Form von Analyse- und Testwerkzeugen entwickelt, herstellt und vertreibt. 

Jürgen van der List und seine Mitarbeiter vom Steinbeis Transferzentrum haben sich durch ihre konstante sehr gute Leistung und Motivation sowie einer Vielzahl erfolgreicher Transferprojekte – insbesondere mit mittelständischen Unternehmen – im Technologietransfer ausgezeichnet.