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Historie des Steinbeis-Verbunds
Von den Ursprüngen im 19. Jahrhundert bis heute2025 | Steinbeis heute
Über 40 Jahre sind seit der Neuorganisation der Steinbeis-Stiftung 1983 als Start-up mit der Geschäftsidee einer Plattform für Unternehmensgründungen vergangen. Was mit fünf Technischen Beratungsdiensten an baden-württembergischen Hochschulen begann, ist bis 2025 zu einem Verbund aus mehr als 1.000 Unternehmen gewachsen. In ihm sind 4.800 Menschen mit Engagement und Leidenschaft im konkreten Transfer aktiv.
Um den Verbund zukunftsfähig aufzustellen, haben seit 2025 sechs langjährige Steinbeiser die Geschäftsführung der Steinbeis GmbH & Co. KG für Technologietransfer inne. Der Vorstand der Steinbeis-Stiftung konzentriert sich zukünftig auf die Wahrnehmung seiner Verantwortung für den Steinbeis-Verbund und dessen Weiterentwicklung.
2019 | Ferdinand-Steinbeis-Gesellschaft für transferorientierte Forschung
Als Weiterentwicklung der Forschung im Ferdinand-Steinbeis-Institut gründet Steinbeis die Ferdinand-Steinbeis-Gesellschaft für transferorientierte Forschung gGmbH der Steinbeis-Stiftung (FSG). Als gemeinnütziges Tochterunternehmen treibt die FSG kooperative und interdisziplinäre Forschung voran.
2015 | Digitalisierung und Konvergenz von Technologien
Das Ferdinand-Steinbeis-Institut der Steinbeis-Stiftung (FSTI) koordiniert von nun an Aktivitäten im Kontext von digitaler Transformation und Technologiekonvergenz und forscht transferorientiert im Themenbereich Digitalisierung und Vernetzung. Das FSTI ist außerdem An-Institut der Steinbeis Hochschule.
2008 | Fachwissen und Austausch
Steinbeis beginnt mit dem ersten Stuttgarter Kompetenz-Tag die Etablierung drei zentraler Foren zu den Bereichen Competence, Consulting und Engineering und deren Fachtagungen.
2005 | Bündeln von Kompetenzen
Die 2005 gegründete Steinbeis Beratungszentren GmbH und die Steinbeis Forschungs- und Innovationszentren GmbH bündeln die Kompetenzen für Beratung und Coaching sowie markt- und transferorientierte Forschung und Entwicklung. Neben Steinbeis-Transferzentren sowie -Transfer-Instituten werden von nun an auch Steinbeis-Forschungs- und Innovationszentren sowie Steinbeis-Beratungszentren als Ansprechpartner und Problemlöser für die Wirtschaft gegründet.
2004 | Stabwechsel
Johann Löhn gab 2004 den Vorstandsvorsitz der Stiftung ab. Der neue Vorstand übernahm ebenfalls in Personalunion die Geschäftsführung der Steinbeis-Stiftung wie auch der Steinbeis GmbH & Co. KG für Technologietransfer. Steinbeis vergibt erstmals den Transferpreis der Steinbeis-Stiftung – Löhn-Preis für herausragende Transferprojekte im wettbewerblichen Wissens- und Technologietransfer.
2003 | Wissen publizieren
Steinbeis gründet mit der Steinbeis-Edition einen eigenen Verlag, der Fachpublikationen von Experten aus dem Steinbeis-Verbund veröffentlicht. Die Steinbeis-Edition setzt ganz wesentlich den Steinbeis-Stiftungsauftrag in die Tat um: der Wirtschaft wissenschaftliche Erkenntnisse zur Verfügung zu stellen.
1998 | Neustrukturierung
1998 wurde der Steinbeis-Verbund organisatorisch neu aufgestellt. Die Steinbeis GmbH & Co. KG für Technologietransfer wurde als neue operationale Einheit geschaffen, um die stark erweiterten wirtschaftlichen Aktivitäten organisatorisch von den Aufgaben der Stiftung zu trennen. In dasselbe Jahr fällt die Gründung und staatliche Anerkennung der privaten Steinbeis Hochschule (SH). Erster Präsident wurde Johann Löhn, der das Amt bis 2018 innehatte.
1990 | Deutsche Wiedervereinigung
Die Steinbeis-Aktivitäten in den neuen Bundesländern nehmen ihren Anfang. Der Europabeauftragte des baden-württembergischen Wirtschaftsministers wird in die Steinbeis-Stiftung eingegliedert.
1983 | Meilenstein
Der wohl wichtigste Meilenstein folgte 1983 auf Betreiben des damaligen baden-württembergischen Ministerpräsidenten Prof. Dr. h. c. Lothar Späth mit der Ernennung von Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Johann Löhn zum ersten Regierungsbeauftragten für Technologietransfer. In dieser Funktion unterstützte Löhn die Landesregierung bis 2006 bei der Förderung der mittelständischen Wirtschaft. Zeitgleich übernahm Löhn in Personalunion den hauptamtlichen Vorstandsvorsitz der von ihm neu gestalteten Steinbeis-Stiftung. Diese operationale Einheit von Staatsamt und privatwirtschaftlich organisierter Umsetzung ermöglichte vielfältige Synergien und ein schnelles Wachstum der Stiftung. Löhn setzte dabei auf die Gründung von Transferzentren zunächst nur an den Fachhochschulen des Landes, die sich neben der Beratung vornehmlich der konkreten, spezialisierten Projektarbeit mit den Kunden widmen sollten. Heute gibt es Zentren an allen Hochschularten und zahlreichen Forschungseinrichtungen.
1971 | Gründung der Stiftung
Nachdem sich die Stiftung während der Inflation 1923 aufgelöst hatte, erwachte sie 1971 als Stiftung bürgerlichen Rechts zu neuem Leben. Die Stiftung hatte die Förderung der mittelständischen Wirtschaft in Baden-Württemberg zur Aufgabe und nutzte dafür die Technischen Beratungsdienste an baden-württembergischen Fachhochschulen, die Ansprechpartner für kleine und mittelständische Unternehmen waren. Sie vermittelten KMU Experten für technische Fragestellungen.
1969 | Grundstein
An fünf baden-württembergischen Hochschulen gründen Professoren die ersten Technischen Beratungsdienste (TBD) als Ansprechpartner für kleine und mittlere Unternehmen.
1868/69 | Ursprung
Den Grundstein für die heutige Steinbeis-Stiftung legte der Namensgeber Ferdinand von Steinbeis schon im 19. Jahrhundert: Sein Engagement als Wirtschaftsförderer dankten ihm Unternehmer mit einem finanziellen Beitrag, der die Gründung der ersten Steinbeis-Stiftung 1868/69 zur Förderung der gewerblichen Ausbildung von Jugendlichen möglich machte.