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Von Nachhaltigkeit, „War for Talents“ und Twin Transformation
… oder wie nachhaltige Transformation zum echten Wettbewerbsvorteil wirdHerr Senft, Ihr Schwerpunkt liegt auf der nachhaltigen Transformation: Was verstehen Sie konkret darunter?
Ich verstehe unter nachhaltiger Transformation den Prozess, ein Unternehmen so aufzustellen, dass es Risiken und Chancen in einer sich verändernden Umwelt frühzeitig erkennt und die richtigen Schlüsse zieht, um dauerhaft zukunftsfähig zu bleiben. Das ist die Grundlage für langfristigen ökonomischen Erfolg.
Wir nutzen dabei drei Hebel, die direkt auf die Gewinn- und Verlustrechnung eines Unternehmens wirken: Erstens senken wir Kosten, indem wir Ressourcen wie Energie und Material effizienter einsetzen. Zum Zweiten identifizieren wir Risiken – von den Auswirkungen des Klimawandels bis hin zu der regulatorischen Compliance. Und drittens steigern wir den Umsatz, etwa durch höhere Kaufbereitschaft, Produktinnovationen und stärkere Kundenbindung.
Kurz gesagt: Nachhaltige Transformation im Mittelstand ist kein Selbstzweck, sondern eine strategische Notwendigkeit – gerade für den deutschen Mittelstand.
Sie helfen Ihren Kunden, Nachhaltigkeit in handfeste Wettbewerbsvorteile zu verwandeln. Wie gehen Sie dabei konkret vor?
Um die beschriebenen Effekte auf die Gewinn- und Verlustrechnung tatsächlich zu realisieren, arbeiten wir mit einem strukturierten Vier-Phasen-Modell, das wir im Steinbeis-Beratungszentrum Nachhaltige Transformation gezielt auf die Bedürfnisse des Mittelstands zugeschnitten haben.
Der erste Schritt ist die Analyse und Wesentlichkeit: Wir identifizieren die Themen, die für das jeweilige Geschäftsmodell wirklich kritisch sind. Andere Aspekte werden bewusst nachrangig behandelt. So schaffen wir Klarheit und fokussieren den Ressourceneinsatz.
In der zweiten Phase – Strategie und Ziele – verankern wir diese Themen fest in der Geschäftsstrategie. Wir definieren ambitionierte, aber realistische Ziele sowie KPIs, die später den Erfolg messbar machen – etwa die Reduktion der Energiekosten oder die Verbesserung des ESG-Ratings für bessere Bankkonditionen.
In der dritten Phase begleiten wir unsere Kunden bei der Umsetzung. Wir unterstützen beim strukturierten Abarbeiten der Maßnahmen und stellen sicher, dass die Voraussetzungen für geringere Kosten, reduzierte Risiken oder höhere Umsätze tatsächlich geschaffen werden.
Am Ende stehen Berichterstattung und Transparenz. Hier nutzen wir Formate wie den freiwilligen VSME-Standard oder ESG-Ratings wie EcoVadis, um den erzielten Business Case gegenüber Banken, Kunden und Mitarbeitenden glaubwürdig darzustellen. So wird aus einer regulatorischen Pflicht ein strategischer Vorsprung.
Technologien und Strategien allein reichen oft nicht aus. Welche Rolle spielen die Mitarbeitenden für eine erfolgreiche nachhaltige Transformation?
Die Mitarbeitenden sind das Herzstück jeder Veränderung. Ohne sie bleibt jede Strategie ein Papiertiger. Im Mittelstand ist die Identifikation mit dem Unternehmen häufig besonders ausgeprägt – das ist ein großer Vorteil. Wir binden die Belegschaft frühzeitig ein, um Akzeptanz zu schaffen und vorhandenes Fachwissen zu nutzen. Die besten Ideen zur Ressourceneffizienz entstehen nicht selten direkt in der Produktion oder im Vertrieb.
Zudem ist Nachhaltigkeit heute ein entscheidender Faktor im „War for Talents“: Unternehmen, die glaubwürdig nachhaltig agieren, ziehen qualifizierte Fachkräfte an und binden sie langfristig. Wir unterstützen dabei, eine Unternehmenskultur zu fördern, in der Nachhaltigkeit als Chance und nicht als Belastung verstanden wird.
Gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen der Steinbeis Consulting Group Nachhaltigkeit decken wir dabei alle Nachhaltigkeitsaspekte aus einer Hand ab: Umwelt, Soziales und verantwortungsvolle Unternehmensführung.
Viele Unternehmen erleben ein Spannungsfeld zwischen Nachhaltigkeit und Regulierung. Was empfehlen Sie Ihren Kunden in diesem Kontext?
Mein Rat ist klar: Wechseln Sie die Perspektive. Regulatorische Anforderungen wie die CSRD oder das Lieferkettengesetz sind zweifellos komplex und anspruchsvoll. Wer sie jedoch ausschließlich als bürokratische Last betrachtet, verschenkt Potenzial.
Ich empfehle meinen Kunden, die Regulierung als „Leitplanke“ für die eigene Strategie zu nutzen. Wer beispielsweise freiwillig den VSME-Standard für KMU anwendet, schafft Transparenz – und genau diese fordern Banken bei der Kreditvergabe ebenso wie Großkunden bei der Lieferantenauswahl.
Unsere Aufgabe ist es, die Komplexität zu reduzieren und den Fokus auf das Wesentliche zu lenken. Ziel muss sein, regulatorische Anforderungen so effizient wie möglich zu erfüllen, um auf diese Weise Freiräume für das eigentliche Kerngeschäft zu sichern.
Welche Rolle spielt die Digitalisierung bei der Umsetzung von Nachhaltigkeitsstrategien in Unternehmen?
Digitalisierung und Nachhaltigkeit sind zwei Seiten derselben Medaille – wir sprechen hier von der „Twin Transformation“. Ohne eine belastbare digitale Datenbasis ist nachhaltiges Management heute kaum noch möglich. Wie soll ich meinen CO₂-Fußabdruck senken, wenn ich ihn nicht präzise messen kann? Digitale Tools ermöglichen es, Daten entlang der gesamten Wertschöpfungskette effizient zu erfassen, zu analysieren und für das Reporting aufzubereiten. Das spart gerade im Mittelstand erhebliche Zeit und Ressourcen.
Im Steinbeis-Verbund nutzen wir diesen technologischen Vorsprung, um Prozesse zu automatisieren – etwa durch Softwarelösungen für das ESG-Datenmanagement oder durch Hardware wie Sensoren zur Optimierung des Ressourceneinsatzes.
Kurz gesagt: Digitalisierung ist der Schlüssel, der Nachhaltigkeit im Unternehmen erst praktikabel, steuerbar und skalierbar macht.
Die Steinbeis Consulting Group Nachhaltigkeit (SCGN) bündelt die Expertise von 15 Steinbeis-Unternehmen unter einem Dach. Mit einem klaren Fokus auf ESG-Kriterien – Environmental, Social und Governance – bietet die SCGN Unternehmen und Organisationen Nachhaltigkeitsberatungsleistungen praxisnah aus einer Hand.
Kontakt: esg-beratung@steinbeis.de
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