Management & Unternehmensentwicklung
Veröffentlichungsdatum: 25.09.2026 | 0 Kommentare

Vom Wachstumsunternehmen zum erfolgreichen Mittelstand von morgen

Kapital und unternehmerisches Know-how für Scale-ups – für ein nachhaltiges Wachstum mit Struktur

Die Start-up-Phase ist erfolgreich überstanden, das Geschäftsmodell hat sich als zukunftsfähig erwiesen und nun stellt sich die Frage nach der notwendigen Finanzierung und dem speziellen Fachwissen, um den Sprung in den Mittelstand zu schaffen. Um diese Lücke bei jungen Unternehmen zu schließen, haben Jens H. Brajer und Dr. Siegfried Jaschinski 2024 die Augur Steinbeis CapTec AG gegründet. Das Ziel: Wachstumsunternehmen auf ihrem Weg zur Skalierung und Industrialisierung mit Wachstumskapital zu unterstützen. Das Besondere dabei: Augur Steinbeis CapTec bietet seinen Kunden nicht nur finanzielle, sondern auch operative Unterstützung – unter anderem aus dem Steinbeis-Netzwerk. Davon profitieren institutionelle und private Investoren wie beispielsweise Family Offices.

Viele junge Technologieunternehmen kennen diese Situation nur zu gut: Für erste Produktentwicklungen und Pilotanlagen in der Start-up-Phase gibt es Fördermittel und Risikokapital. Fonds und Beteiligungsgesellschaften hingegen investieren bevorzugt in den etablierten Mittelstand. Damit kann der Sprung in die Industrialisierung für junge Unternehmen zum „zweiten Tal des Todes“ [1] werden. Der Begriff beschreibt die Schwierigkeiten, die diese Unternehmen erwarten, wenn sie ihr Geschäft industrialisieren, also standardisieren und schnell ausweiten wollen. Dabei ist das der notwendige nächste Schritt, nachdem Gründerteams mit großem Aufwand bewiesen haben, dass ihr Geschäftsmodell greift, dass sie eine funktionierende Grundorganisation aufbauen und erste Umsätze erzielen können. Aus dem Start-up ist nun ein Scale-up geworden. Um auch in dieser Phase erfolgreich zu bleiben, braucht es erhebliches Kapital und praktische Expertise auf vielen Gebieten. Gängige Beispiele dafür sind Technologie und Operations (betriebliche Abläufe). Aber es gibt oft noch viele weitere Bereiche, in denen Wissen benötigt wird – und das meist sehr schnell. Zugang zu solch konkreter Wachstumsunterstützung für Scale-ups zu schaffen, ist das Leitmotiv der Augur Steinbeis CapTec AG. Der Fokus liegt bewusst nicht auf Start-ups, sondern auf Unternehmen, deren Wachstum jetzt Struktur braucht.

Das Steinbeis-Prinzip: bewusst anders

Eine Basis für die inhaltliche Unterstützung von Scale-ups ist die Verankerung im Steinbeis-Verbund, einem der führenden Netzwerke für Wissens- und Technologietransfer: Rund 1.000 Verbundunternehmen und deren Expertinnen und Experten [2] bringen Know-how aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen direkt in die Unternehmen – von der Produktentwicklung über Fertigungs- und Prozesstechnik bis zu Marktanalysen, Zulassungsfragen und Weiterbildung. Was klassische Fonds extern zukaufen müssen, ist hier Teil der eigenen Organisation: Steinbeis wird damit zum Wachstumsbeschleuniger für jede Beteiligung.

Eine Beteiligung – vier Schritte

Für Direktinvestitionen in Scale-ups hat Augur Steinbeis CapTec ein Vier-Schritte-Modell entwickelt, das den gesamten Lebenszyklus einer Beteiligung ordnet.

Am Anfang steht die richtige Auswahl des Unternehmens auf Basis systematischer Marktbeobachtung in Europa und klar definierter Kriterien: Zielunternehmen haben den Proof of Concept ihres Geschäftsmodells erbracht, sind auf dem Weg zur industrialisierten Lösung, verfügen über eine Grundorganisation, erzielen erste Umsätze und haben das Potenzial, zu profitablen, selbstfinanzierten Wachstumsunternehmen zu werden. Angestrebt werden Beteiligungen von mehr als 25 % bei einem Investitionsvolumen von 10 bis 50 Millionen Euro. Der Fokus liegt dabei auf Climate Tech einschließlich Energie und Mobilität, MedTech, Pharma, FinTech mit künstlicher Intelligenz und ICT-Infrastruktur. Im zweiten Schritt wird das Investment abgesichert: Eine umfassende Due Diligence durch Experten aus dem Steinbeis- und Partnernetzwerk sowie erprobte vertragliche Schutzrechte schaffen dafür die Grundlage. Der dritte Schritt – die kontinuierliche Entwicklung der Beteiligung oder Smart Company Scaling – ist das Herzstück des Ansatzes. Im vierten Schritt werden Exit-Möglichkeiten von Beginn an geplant, indem Kontakte zu strategischen Investoren und Finanzinvestoren frühzeitig aufgebaut werden.

Smart Company Scaling

„In der Wachstumsphase entscheiden Tempo und Konsequenz über Erfolg oder Scheitern eines Scale-ups. Deshalb bündeln wir die aktive Entwicklung der Beteiligung im Konzept des ‚Smart Company Scaling‘ – dem eigentlichen Company Building“, erklärt Jens H. Brajer, Vorstand der Augur Steinbeis CapTec AG. Es verbindet sechs Handlungsfelder: strategische Beratung, technologische Unterstützung bei der Industrialisierung, die Anpassung operativer Prozesse für synchrones Wachstum, die Vermittlung von Eigen- und Fremdkapital, den Zugang zu Netzwerken und Steinbeis-Unternehmen sowie die frühzeitige Beseitigung von Wachstumsrisiken. Für jede Aufgabe wird gezielt der passende Experte aus dem Partner- und Steinbeis-Netzwerk eingesetzt – das Zusammenspiel von Persönlichkeit und Organisation, das Company Building ausmacht.

Von der Theorie in die Praxis: Wachstumsfinanzierung für einen Energiespeicherhersteller

Ein aktuelles Mandat verdeutlicht dies: Ein süddeutscher Hersteller stationärer Energiespeicher baut nach erreichter Marktreife nun eine industrielle Serienfertigung auf – mit Finanzierungsbedarf im zweistelligen Millionenbereich. Die Augur Steinbeis CapTec AG ist mandatiert, dafür strategische Investoren, öffentliche Geldgeber und Finanzinvestoren zu gewinnen: vom Investment-teaser und ausführlichen Investmentmemorandum über die abgestimmte Ansprache der Zielinvestoren bis zur Begleitung von Due Diligence und Verhandlungen. Gerade strategische Investoren bringen neben Kapital auch Marktzugang, operative Synergien und Glaubwürdigkeit mit. Für ihre gezielte Identifikation nutzt Augur Steinbeis CapTec ein eigenes Analyseverfahren.

So entsteht, was das Leitmotiv verspricht: Scale-ups erhalten Kapital und Know-how aus einer Hand – und technologiestarke Wachstumsunternehmen können zum neuen Mittelstand von morgen werden.

Augur Steinbeis CapTec AG

Neben Steinbeis sind weitere Partner an der Augur Steinbeis CapTec AG beteiligt, die Industrie-, Investoren- und internationale Führungserfahrung aus Industrieunternehmen wie Siemens, Alstom, ZEISS, Alcatel-Lucent, GE und Sagent Pharmaceuticals ebenso wie Erfahrungen aus Spitzenfunktionen in der Finanzwirtschaft und in einer Wirtschaftskanzlei mitbringen. Zudem haben sie einen weitreichenden Zugang zu Unternehmen und potenziellen Investoren in Europa, den USA und Japan.

Die Augur Steinbeis CapTec AG grenzt sich auch in ihrem Vorgehen bewusst von klassischen Private-Equity-Fonds ab: Statt eines anonymen Fondsvehikels stehen transparente Direktbeteiligungen im Mittelpunkt, über die der Investor selbst entscheidet. Für Augur Steinbeis CapTec steht die inhaltliche Unterstützung durch Experten, die selbst Produkte industrialisiert, Werke aufgebaut und Trans­aktionen verantwortet haben, über der reiner Finanzoptimierung.

Quellen

[1] Der Begriff wird hier frei aufgegriffen und geht auf CleantechAlps zurück (Überblick über die Cleantech-Start-ups, 2024, S. 34–35, gestützt auf eine gemeinsame Analyse mit dem EPFL Energy Center und Energypolis). Anders als Softwareunternehmen durchqueren Technologieunternehmen – in diesem Fall aus dem Cleantech-Bereich – zwei aufeinanderfolgende „Täler des Todes”. Das erste muss beim Aufbau eines Pilotsystems überwunden werden, das oft mehrere Millionen Euro kostet. Das zweite schließt sich der nachfolgenden Industrialisierung der Produktion an. Diese kostet normalerweise ein Vielfaches des Pilotsystems und erfordert Investoren mit „tiefen Taschen”, Geduld und Industrialisierungserfahrung.
[2] www.steinbeis.de

Kontakt

Jens H. Brajer (Autor)

Vorstand 
Augur Steinbeis CapTec AG (Stuttgart)
www.ascaptec.com

Dr. Siegfried Jaschinski (Autor)

Vorsitzender des Aufsichtsrats
Augur Steinbeis CapTec AG (Stuttgart)
www.ascaptec.com

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Zuletzt geändert am 28.09.2026

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