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Professor em. Dr. Hans Jobst Pleitner
NachrufGeboren 1935 in Osnabrück, studierte Hans Jobst Pleitner nach seiner Ausbildung zum Industriekaufmann bei der Siemens AG und ihrer Tochter Deutsche Grammophon Gesellschaft Betriebswirtschaftslehre an der Universität Münster sowie an der damaligen Handels-Hochschule, der heutigen Universität St. Gallen. Nach Abschluss seines Studiums entschied er sich für eine wissenschaftliche Karriere: 1972 wurde er in St. Gallen promoviert und im selben Jahr dort Lehrbeauftragter. Drei Jahre später übernahm er interimistisch die Leitung des Instituts für gewerbliche Wirtschaft (IGW) der Universität, das heutige Schweizerische Institut für Klein- und Mittelunternehmen an der Universität St. Gallen (KMU-HSG), 1980 wurde er zu dessen Direktor ernannt. Mit 45 Jahren wurde er habilitiert. Er war von 1985 bis 2000 Ordinarius für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre mit Fokus auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU) an der Universität St. Gallen und führte bis 2002 das KMU-HSG.
Hans Jobst Pleitner hat wesentlich zum Aufbau der heutigen Steinbeis Hochschule beigetragen. Schon als Direktor des IGW hat er durch die für die damalige Zeit unübliche Kooperation mit Steinbeis sowohl die Realisierung des St. Galler Management Seminars in Deutschland ermöglicht, als auch den Aufbau der ersten Projekt-Kompetenz-Studiengänge der Steinbeis Hochschule aktiv unterstützt und geprägt. Nach seiner Emeritierung 2000 an der Universität St. Gallen wurde er Professor für Entrepreneurial Management an der Steinbeis Hochschule und war bis 2015 aktiv.
Hans Jobst Pleitners besonderes Engagement in der Lehre und der Betreuung der Studierenden, seine Unterstützung beim Aufbau und der Weiterentwicklung des Promotionsprogramms der Steinbeis Hochschule und zugleich sein Lebenswerk im Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und insbesondere KMU würdigte Steinbeis 2015 mit dem Sonderpreis des Transferpreises der Steinbeis-Stiftung – Löhn-Preis. Sein von Werten geprägtes, äußerst erfolgreiches Wirken in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft, sein zutiefst menschlicher Umgang und seine ehrliche Kollegialität werden unvergessen bleiben.
Unser tief empfundenes Mitgefühl gilt seiner Frau und seinen Angehörigen.
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