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Menschen als Brücke zwischen Wirtschaft und Wissenschaft
Wie bwcon mit europäischen Transferprojekten Zukunfts- und Führungskompetenzen für den Mittelstand entwickeltUnternehmen stehen heute vor einer doppelten Herausforderung: Einerseits müssen sie auf langfristige Veränderungen wie Digitalisierung, künstliche Intelligenz, Nachhaltigkeit oder den demografischen Wandel reagieren. Andererseits benötigen sie Führungskräfte und Mitarbeitende, die diese Veränderungen aktiv gestalten können. Genau hier setzt die Arbeit von bwcon an: Als Konsortialführer zweier europäischer Projekte bringt das Steinbeis-Unternehmen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen zusammen, um gemeinsam neue Ansätze zu entwickeln und Zukunfts- und Führungskompetenzen für die Praxis nutzbar zu machen.
ASTRAL: Zukunftskompetenzen systematisch entwickeln
Langfristige Veränderungen frühzeitig erkennen und in strategische Entscheidungen einbeziehen: Diese Fähigkeit wird für Unternehmen zunehmend zum Wettbewerbsfaktor. Dennoch konzentrieren sich viele Organisationen verständlicherweise vor allem auf operative Herausforderungen und kurzfristige Planungszeiträume. Die Folge: Langfristige Entwicklungen werden häufig erst dann sichtbar, wenn sie bereits erheblichen Einfluss auf Märkte, Geschäftsmodelle oder Kompetenzanforderungen haben.
Das von der Europäischen Union geförderte Projekt ASTRAL setzt genau an dieser Stelle an. Ziel ist es, sogenannte Long-Term-Future-Foresight-Kompetenzen (LTFF) für Studierende, Fachkräfte und Unternehmen zugänglich zu machen. LTFF beschreibt die Fähigkeit, mögliche Zukunftsszenarien systematisch zu analysieren, Annahmen zu hinterfragen und Handlungsoptionen für unterschiedliche Entwicklungen abzuleiten.
In den vergangenen Projektphasen haben bwcon und seine europäischen Projektpartner Kompetenzbedarfe analysiert und daraus praxisnahe Lernmodule entwickelt. Die Trainings unterstützen die Teilnehmenden dabei, Zukunftsszenarien zu entwickeln, strategische Entscheidungen unter Unsicherheit zu reflektieren und langfristige Zukunftsbilder in konkrete Innovations- und Qualifizierungsmaßnahmen zu übersetzen. bwcon verantwortet dabei nicht nur die Konsortialführung, sondern bringt auch aktiv sein Unternehmensnetzwerk ein. So wird sichergestellt, dass wissenschaftliche Methoden der Zukunftsforschung in eine Form übertragen werden, die unmittelbar im Unternehmensalltag anwendbar ist.
LOSB: Führung neu denken - Verantwortung stärken
Doch selbst die beste Strategie bleibt wirkungslos, wenn Menschen nicht befähigt werden, Verantwortung zu übernehmen und Veränderungen mitzugestalten. Zukunftsfähigkeit hängt deshalb nicht nur von strategischer Vorausschau ab, sondern ebenso von zeitgemäßen Führungsansätzen. Mit dieser Fragestellung beschäftigt sich das Erasmus+-Projekt „Leading One Step Behind“ (LOSB).
Ausgangspunkt des Projekts war die Beobachtung, dass klassische Führungsmodelle in dynamischen und wissensintensiven Arbeitsumgebungen zunehmend an ihre Grenzen stoßen. Gefragt sind daher Führungskräfte, die Orientierung geben, Zusammenarbeit fördern und Teams stärken, ohne jede Entscheidung selbst zu treffen. Im Rahmen umfangreicher Bedarfsanalysen mit Literaturrecherchen, Interviews und Unternehmensbefragungen in mehreren europäischen Ländern wurden die zentralen Kompetenzfelder identifiziert: Empowerment, kollaborative Entscheidungsfindung, Vertrauensaufbau und Resilienz gewinnen in modernen Arbeitsumgebungen deutlich an Bedeutung.
Auf Basis dieser Erkenntnisse entwickelt das LOSB-Konsortium unter Führung von bwcon derzeit einen digitalen Lernkurs für Führungskräfte und Teamleitende. „Dabei setzen wir auf unser erprobtes Format des praxisnahen Wissenstransfers: wissenschaftlich fundiert, aber konsequent auf den Unternehmensalltag ausgerichtet. Das Leitbild ‚Leading One Step Behind‘ beschreibt eine Führungshaltung, bei der Führungskräfte den Rahmen schaffen, in dem Teams eigenverantwortlich handeln, lernen und Innovationen vorantreiben können. Führung als Befähigung, nicht als Kontrolle“, erklärt Melisa Özkan von der bwcon GmbH.
Transfer als Schlüssel für resilientes Company Building
Ob strategische Zukunftskompetenz oder moderne Führung: Beide Projekte verfolgen ein gemeinsames Ziel. Sie übersetzen wissenschaftliche Erkenntnisse in konkrete Werkzeuge und Lernangebote für Unternehmen. Damit entsteht genau jener Transfer, der notwendig ist, um Innovationen nachhaltig in die Praxis zu bringen.
Für Unternehmen bedeutet dies mehr als Weiterbildung: Es geht um die Fähigkeit, langfristige Entwicklungen zu antizipieren, Veränderungen aktiv zu gestalten und Mitarbeitende zu befähigen Verantwortung zu übernehmen. Resilientes Company Building entsteht dort, wo Zukunftskompetenz und Führungskompetenz zusammenkommen. Denn die Unternehmen von morgen entstehen nicht allein durch neue Technologien oder Geschäftsmodelle, sondern durch Menschen, die Zukunft denken, Verantwortung übernehmen und den Wandel aktiv gestalten.
Jetzt mitmachen: Unternehmen als Pilotpartner gesucht
Sowohl im Projekt ASTRAL als auch im Projekt LOSB beginnt nun die nächste Phase: die Erprobung der entwickelten Trainingsangebote in der Unternehmenspraxis. Dafür suchen die Projektkonsortien um bwcon kleine und mittlere Unternehmen, die sich als Pilotpartner beteiligen möchten.
Die teilnehmenden Unternehmen erhalten frühzeitigen Zugang zu den innovativen Lernformaten, können neue Methoden unmittelbar erproben und ihre Erfahrungen in die Weiterentwicklung der Trainings einbringen. Gesucht werden insbesondere Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer, Führungskräfte, HR-Verantwortliche sowie Mitarbeitende mit Interesse an Zukunftsstrategien, Innovation und Organisationsentwicklung.
Weitere Informationen finden Sie unter:
- ASTRAL – Anticipating Long-Term Challenges:
https://astralproject.eu - Leading One Step Behind (LOSB):
https://www.facebook.com/leadingonestepbehind/ und
https://www.instagram.com/leadingonestepbehind/
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