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Veröffentlichungsdatum: 24.09.2026 | 0 Kommentare

Gründung in school: Unternehmerisches Denken in der Schule fördern und Zukunft gestalten

Mit Entrepreneurship Education die Unternehmerinnen und Unternehmer von morgen befähigen

Die Herausforderungen unserer Zeit verlangen mehr denn je nach Menschen, die Verantwortung übernehmen, Chancen erkennen und neue Lösungen entwickeln. Company Building beginnt deshalb nicht erst mit der Gründung eines Unternehmens, sondern dort, wo junge Menschen lernen, unternehmerisch zu denken und zu handeln. Genau hier setzt die Geschäftsstelle Gründung in school des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie an. Das Ziel ist es, dass jede Schülerin und jeder Schüler während der Schulzeit unternehmerisches Denken und Handeln mindestens einmal praxisnah erlebt – etwa in Schülerfirmen, Planspielen oder Gründungswettbewerben. Betrieben wird die Geschäftsstelle vom Steinbeis-Transferzentrum Unternehmensentwicklung an der Hochschule Pforzheim.

Die Geschäftsstelle Gründung in school koordiniert ein bundesweites Netzwerk aus mehr als 30 Initiativen und trägt dazu bei, Entrepreneurship Education bundesweit zu stärken. Das Netzwerk fördert unternehmerisches Denken und Handeln durch praxisnahe Angebote: „Nicht jede Schülerin und jeder Schüler wird später ein Unternehmen gründen. Aber jede und jeder profitiert davon, unternehmerisch denken und handeln zu können. Genau diese Zukunftskompetenzen möchten wir frühzeitig fördern“, so Wilke Ziemann, Leiter der Geschäftsstelle Gründung in school. Die Geschäftsstelle vernetzt Initiativen sowie Gestalterinnen und Gestalter aus Bildung, Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft und macht erfolgreiche Praxisbeispiele bundesweit sichtbar. Gerade im föderalen Bildungssystem entstehen so wertvolle Synergien: Gute Ideen werden über Ländergrenzen hinweg weiterentwickelt und Entrepreneurship Education Schritt für Schritt strukturell an Schulen verankert.

„Unternehmerisches Denken entsteht nicht von allein. Es braucht Menschen, die Impulse geben, Netzwerke schaffen und Innovationen in die Praxis bringen. Genau das leistet Gründung in school: Das Projekt verbindet engagierte Akteure aus Bildung, Wirtschaft und Politik und macht aus guten Einzelinitiativen eine bundesweite Bewegung für Entrepreneurship Education“, fasst Professor Dr. Elke Theobald, Steinbeis-Unternehmerin am Steinbeis-Transferzentrum Unternehmensentwicklung an der Hochschule Pforzheim zusammen.

Unternehmerisches Denken wird erlebbar

Entrepreneurship Education lebt vom Ausprobieren. Deshalb setzt Gründung in school auf Formate, die junge Menschen selbst aktiv werden lassen. Ein Beispiel ist die First Start-up Experience: In dem 90-minütigen Workshop entwickeln Schülerinnen und Schüler eigene Geschäftsideen, arbeiten im Team und präsentieren ihre Ideen in einem Pitch. Dabei geht es weniger um die perfekte Geschäftsidee als darum, Kreativität, Eigeninitiative und Problemlösungskompetenz praktisch zu erleben. Wie das in der Praxis wirkt, zeigt die Rückmeldung einer Lehrkraft: „Die First Start-up Experience war inspirierend und praxisnah und hat alle Schülerinnen und Schüler durch kreative Methoden aktiv eingebunden. Wahnsinn, was am Ende für Geschäftsideen herauskamen!“

Ergänzend unterstützt Gründung in school Lehrkräfte mit Fortbildungen, digitalen Informationsveranstaltungen und praxiserprobten Unterrichtsmaterialien, um Entrepreneurship Education langfristig im Unterricht zu verankern.

Netzwerke schaffen Wirkung

Damit Entrepreneurship Education dauerhaft Wirkung entfalten kann, braucht es engagierte Schulen. Mit dem Label „Wirtschaft praktisch erleben – Aktive Schule“ zeichnet Gründung in school daher Schulen aus, die wirtschaftliche Bildung mit Formaten wie Schülerfirmen, Planspielen oder Gründungswettbewerben fest in ihrem Schulprofil verankern.

Dass diese Auszeichnung weit mehr als ein Label ist, beschreibt Juliane Ludwig-Stoll von der Ludwig-Erhard-Schule Frankfurt so: „Mit dem Emblem zeigen wir, was uns wichtig ist: Dass sich Schülerinnen und Schüler bei uns neben aller Theorie lebensnahen Herausforderungen stellen und sich in praktischen, für Kaufleute typischen Prozessen weiterentwickeln können.“

Neben der Arbeit mit Schulen vernetzt die Geschäftsstelle Akteure aus Bildung, Wirtschaft, Politik und Wissenschaft. Ein aktuelles Beispiel ist der Entrepreneurship Education Kongress, den Gründung in school im Juni 2026 gemeinsam mit dem Land Niedersachsen im Rahmen der IdeenExpo in Hannover ausgerichtet hat. Dort diskutierten Expertinnen und Experten aus ganz Deutschland über die Zukunft der Entrepreneurship Education. Gleichzeitig fand das dritte Länderforum Entrepreneurship Education statt, bei dem Vertreterinnen und Vertreter der Länder gemeinsam an der strukturellen Weiterentwicklung unternehmerischer Bildung arbeiteten. Die Geschäftsstelle und ihre Mitgliedsinitiativen verstehen sich dabei als Ermöglicher: Sie vernetzen Menschen, teilen Erfahrungen und schaffen die Voraussetzungen dafür, dass unternehmerisches Denken an immer mehr Schulen selbstverständlich wird. So entstehen nicht nur erfolgreiche Projekte – es wächst ein bundesweites Ökosystem, das Innovation und Zukunftskompetenzen nachhaltig stärkt.

Denn Entrepreneurship Education ist weit mehr als Gründungsförderung. Sie stärkt Kreativität, Eigeninitiative, Teamfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein – Kompetenzen, die Unternehmen, Verwaltung und Gesellschaft gleichermaßen benötigen. „Wir bauen keine Start-ups auf – wir schaffen die Voraussetzungen dafür, dass junge Menschen zu Gestalterinnen und Gestaltern der Zukunft werden“, ist Wilke Ziemann überzeugt.

Genau darin liegt die Aufgabe von Gründung in school: Gemeinsam mit einem bundesweiten Netzwerk stärkt die Geschäftsstelle die Kompetenzen, den Mut und die Selbstwirksamkeit junger Menschen – und schafft damit die Grundlage für die Unternehmerinnen und Unternehmer, Intrapreneure sowie verantwortungsbewussten Fachkräfte von morgen.
 

Mehr Informationen unter www.gruendunginschool.de

Kontakt

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Zuletzt geändert am 24.09.2026

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