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Die menschliche Dimension der Nachhaltigkeit oder: Warum Wohlbefinden wichtig ist
Die Steinbeis School of Sustainable Innovation and Transformation entwickelt ein Schulungsprogramm, das persönliches Wohlbefinden in den Fokus stelltâAn der Steinbeis School of Sustainable Innovation and Transformation glauben wir, dass Verantwortung bei einem selbst beginnt: Wir können nicht erwarten, dass Menschen, die ihre eigene Gesundheit und ihr Wohlbefinden vernachlĂ€ssigen, verantwortungsbewusst gegenĂŒber ihrer Gemeinschaft, ihrer Organisation oder der Umwelt handelnâ, ist SIT-GeschĂ€ftsfĂŒhrerin Ela Kurtcu ĂŒberzeugt. Seit mehr als 15 Jahren arbeitet das SIT-Team an einer langfristigen und wirkungsvollen nachhaltigen Transformation. In dieser Zeit konzentrierte sich die Nachhaltigkeitsdebatte weitgehend auf zwei SĂ€ulen: den grĂŒnen und den digitalen Wandel â allgemein als âdoppelte Transformationâ bezeichnet. âWir brauchen eine ehrgeizige Umweltpolitik und digitale wie auch technologische Fortschritte, um drĂ€ngende globale Herausforderungen anzugehen. GrĂŒne Strategien und digitale Werkzeuge allein reichen jedoch nicht ausâ, betont Ela Kurtcu.
Ăkologische und digitale Transformationsprozesse werden nur dann langfristig wirken und von Dauer sein, wenn die menschliche Komponente im Mittelpunkt dieser Prozesse steht. Nachhaltiger Wandel erfordert ein Umdenken in Bezug auf MentalitĂ€ten, Verhaltensweisen und kulturelle Normen. Er erfordert, dass Menschen ihre Gewohnheiten, Werte und alltĂ€glichen Praktiken ĂŒberdenken.
Ăber grĂŒn und digital hinaus: die Notwendigkeit einer dritten SĂ€ule
Innerhalb des Projekts âNachhaltiges Wohlbefindenâ (SWEPPP), das von der EuropĂ€ischen Union kofinanziert und gemeinsam mit drei europĂ€ischen UniversitĂ€ten durchgefĂŒhrt wurde, forschte das SIT-Team an einer dritten SĂ€ule, die sich mit dieser menschlichen Dimension der Transformation befasst: Wie fĂŒhlen, denken, handeln und arbeiten Menschen innerhalb von Systemen zusammen?
Das Projekt zielte darauf ab, ein ganzheitliches VerstĂ€ndnis von Wohlbefinden zu etablieren. Es legte den Fokus auf die gegenseitige AbhĂ€ngigkeit von individueller Gesundheit, Organisationskultur und Umweltverantwortung und entwickelte strukturierte Lernmöglichkeiten, um diese ZusammenhĂ€nge greifbar und umsetzbar zu machen. Alle Ergebnisse sind auf der Projektwebsite frei zugĂ€nglich und tragen so zum breiteren Kompetenzaufbau in Europa bei. Sie unterstĂŒtzen PĂ€dagoginnen und PĂ€dagogen, Fachleute und Organisationen, Wohlbefinden in Nachhaltigkeitsstrategien zu integrieren.
Ela Kurtcu fasst zusammen: âEine wichtige Erkenntnis aus dieser Zusammenarbeit: Nachhaltiges Wohlbefinden ist kein âweichesâ Zusatzelement von Nachhaltigkeitsagenden â es ist eine strukturelle Voraussetzung fĂŒr langfristige, systemische Wirkungâ.
Vom Projekt zum Schulungsprogramm
Die Erkenntnisse aus dem EU-Projekt waren fĂŒr die SIT AnstoĂ, ein Mikro-Zertifizierungsprogramm zum Thema âNachhaltiges Wohlbefindenâ zu konzipieren. Zusammen mit einer Wissenschaftlerin der UniversitĂ€t Malta, die im Rahmen des EU-Programms ERA_Shuttle im Sommer 2025 zu Gast bei der SIT war, entwickelte das Forscherteam ein strukturiertes Schulungsprogramm, das sich zunĂ€chst an Forscher und Forschungsmanager richtete.
Das Programm wurde Zielgruppen in Danzig und Malta vorgestellt. Deren Feedback bestĂ€tigte sowohl die Relevanz als auch die Dringlichkeit des Themas, insbesondere in Forschungs- und Innovationsökosystemen, in denen hoher Stress, Leistungsdruck und systemische KomplexitĂ€t an der Tagesordnung sind. Auf dieser Grundlage arbeitet die SIT nun daran, die Schulung als Mikro-Zertifizierungsmodul fĂŒr Unternehmen und Organisationen anzupassen.
Ein ganzheitliches VerstÀndnis von nachhaltigem Wohlbefinden
Der Kurs soll den Lernenden ermöglichen, Praktiken fĂŒr nachhaltiges Wohlbefinden in individuellen, organisatorischen und gesellschaftlichen Kontexten zu verstehen, anzuwenden und zu fördern und so zu langfristiger Gesundheit, Resilienz und ökologischer Nachhaltigkeit beizutragen.
Im Mittelpunkt steht ein zentraler Anspruch: Nachhaltige Systeme mĂŒssen so gestaltet sein, dass sie die Gesundheit und die Entwicklung des Menschen fördern und gleichzeitig ihrer Verantwortung gegenĂŒber Organisationen, der Gesellschaft und dem Planeten gerecht werden. Das bedeutet auch, dass man lernen muss, Spannungen und Kompromisse zwischen diesen Dimensionen zu bewĂ€ltigen.
Zahlreiche Studien belegen, dass Investitionen in das Wohlbefinden der Mitarbeitenden die Gesundheit, ProduktivitĂ€t, KreativitĂ€t, das Engagement und die Mitarbeiterbindung verbessern. Wohlbefinden am Arbeitsplatz lĂ€sst sich jedoch nicht allein auf Stress- oder Burnout-Management reduzieren. Viele der heutigen Gesundheitsprobleme haben ihre Ursachen im Lebensstil und systemischen Faktoren. Ein positiver Gesundheitsansatz umfasst ErnĂ€hrung, Schlaf, körperliche AktivitĂ€t und soziale Kontakte. Diese Faktoren beeinflussen, wie Menschen bei der Arbeit auftreten, wie sie in Teams zusammenarbeiten und wie ArbeitsplĂ€tze organisiert sind und erlebt werden. Obwohl diese Aspekte weithin als âgesunder Menschenverstandâ anerkannt sind, werden sie oft nicht in die tĂ€gliche Praxis umgesetzt.
FĂŒr Unternehmen ist die Investition in nachhaltiges Wohlbefinden nicht nur eine Frage der sozialen Verantwortung. Sie wird auch fĂŒr die ESG-Ausrichtung immer relevanter, insbesondere in den Bereichen Soziales (S) und Governance (G). Organisationen, die das Wohlbefinden ihrer Mitarbeitenden proaktiv fördern, stĂ€rken ihre WiderstandsfĂ€higkeit, verringern das Burnout-Risiko, verbessern ihre ethische FĂŒhrung und schaffen eine nachhaltigere Unternehmenskultur.
Verantwortungsbewusstsein schaffen
Mit der Initiative âWellbeing4Sustainabilityâ möchte die SIT Menschen dazu befĂ€higen, bewusst als Akteure des Wandels zu agieren, die die ZusammenhĂ€nge zwischen SelbstfĂŒrsorge, gesellschaftlichem Engagement und Verantwortung fĂŒr den Planeten verstehen. Und wenn Gemeinschaften bewusst handeln, werden nachhaltige und widerstandsfĂ€hige soziale und wirtschaftliche Systeme möglich.
Nachhaltiger Wandel ist nicht allein auf politische MaĂnahmen begrenzt. Er beginnt bei den Menschen. Die SIT sieht nachhaltiges Wohlbefinden nicht als optionale ErgĂ€nzung zu grĂŒnen und digitalen Strategien, sondern als deren notwendige humane Grundlage â als die Welle, die den Wandel wirklich nachhaltig macht.
Das Projekt SWEPPP
Sustainable Well-being â Education for Personal, Professional and Planetary Well-being (SWEPPP)
Projektnummer: 2023-1-PL01-KA220-HED-000156944
Website: www.wellbeing4sustainability.eu
Co-funded by the European Union
Im Rahmen des EU-Projekts ERA Shuttle ist der Steinbeis Transfer-Hub Berlin Gastgeber fĂŒr Wissenschaftler und FĂŒhrungskrĂ€fte von drei PartneruniversitĂ€ten aus Polen, Malta und Kroatien. Sie haben bei ihren Entsendungen die Möglichkeit, Unternehmen des Steinbeis-Netzwerks kennenzulernen und mit ihnen zusammenzuarbeiten.
Interessiert? Hier gibtâs weitere Infos: https://erashuttle.eu
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