Diese Webseite nutzt Dienste fĂŒr den Betrieb, statistische Auswertungen, die Anzeige und das Teilen von Inhalten aus sozialen Netzwerken sowie interessengerechte Werbung. Diese Dienste machen die Website nutzbar, verbessern Ihre Browsererfahrung, ermöglichen Interaktionen mit Netzwerken und zeigen relevante Werbebotschaften. Aktivieren Sie die gewĂŒnschten Dienste in den jeweiligen Kategorien, um diese zu akzeptieren. Mehr Informationen
Indem Sie auf "Auswahl bestÀtigen" oder "Alle auswÀhlen & bestÀtigen" klicken, willigen Sie ein, dass Ihre Daten von den entsprechenden Diensten verarbeitet werden.
Die aktivierten Dienste beeinflussen Ihre Browserkonfiguration nicht. Cookies dieser Dienste werden je nach Browserkonfiguration beim SchlieĂen des Browsers gelöscht oder mĂŒssen manuell gelöscht werden, falls diese nicht ĂŒber jeweils ausgewiesene Zeit hinaus gĂŒltig sein sollen.
Mit Aktivierung der jeweiligen Dienste willigen Sie ein, dass wir Ihnen Informationen und Angebote in Social Media, Suchmaschinen oder Displaynetzwerken, ggf. gerĂ€teĂŒbergreifend, unterbreiten. Diese Einwilligung können Sie jederzeit kostenlos und formlos widerrufen. Es fallen nur die Ăbermittlungskosten nach Basistarifen an (z. B. Telefon, Fax, E-Mail, Briefporto).
Design Thinking im Innovationsmanagement
Den Kunden im BlickWie alles begannâŠ
Johannes Rosbach, der kĂŒrzlich erfolgreich seinen Bachelorabschluss im Fernstudiengang Wirtschaftsingenieurwesen-Industrie 4.0 an der IU Internationale Hochschule erworben hat, war parallel zu seinem Studium als Produktmanager bei der EWM GmbH tĂ€tig, einem fĂŒhrenden Unternehmen in der SchweiĂtechnik. In dieser Position war es wichtig, verschiedene Aspekte in der Herangehensweise zu berĂŒcksichtigen. Ein Aspekt davon bestand in der noch stĂ€rkeren Fokussierung auf eine kundenorientierte Innovationsstrategie. Ziel war es, die tatsĂ€chlichen Probleme der Kunden zu erkennen und zu lösen sowie innovative Ideen zur Befriedigung ihrer BedĂŒrfnisse zu entwickeln. Obwohl bei der EWM GmbH bereits ein interner Innovationsprozess existierte, begann dieser oft mit einer bereits vorhandenen Idee, wodurch der wichtige Schritt der Ideengenerierung und Problemlösung vernachlĂ€ssigt wird. Hier sollte Design Thinking als Methode zur Ideenfindung und Problemlösung aus einer anwender- und kundenspezifischen Perspektive in das Produkt- und Innovationsmanagement implementiert werden. Die konkrete Umsetzung erarbeitete Johannes Rosbach in seiner Abschlussarbeit. Betreut wurde er dabei von Esin Bozyazi, deren Expertise in den Bereichen Innovation und Design Thinking sowie ihr Credo âKreativitĂ€t im Businessâ entscheidende Impulse fĂŒr die Arbeit gaben.
Aus der Theorie in die Praxis
Die zentrale Fragestellung der Bachelorarbeit lautete: Wie kann Design Thinking zur Ideenfindung und Problemlösung mit kunden- und anwendungsspezifischer Sichtweise im Produkt- und Innovationsmanagement implementiert werden? Design Thinking wird dabei als methodischer und kreativer Prozess verstanden, der als Mindset etabliert werden kann, wenn bestimmte Erfolgsfaktoren und Prinzipien eingehalten werden. Dazu wurden relevante Themenfelder analysiert. âDas Innovationsmanagement und die Innovationsstrategie sind bei der EWM GmbH integrale Bestandteile des Produktmanagements. Als Schnittstelle aller Organisationseinheiten spielt das Produktmanagement eine zentrale Rolle im interdisziplinĂ€ren Design Thinking. Change-Management ist ein wichtiger Aspekt bei organisatorischen VerĂ€nderungen und bezieht die betroffenen Individuen ein. Ziel des Change-Managements ist es, einen definierten Unternehmenszustand zu erreichen. Dabei ist es wichtig, die Mitarbeiter in die VerĂ€nderungsprozesse einzubeziehenâ, erklĂ€rt Johannes Rosbach.
Im ersten Schritt wurde ein theoretisches Design-Thinking-Konzept entwickelt. Verschiedene Methoden wurden aus unterschiedlichen Quellen gefiltert und fĂŒr die EWM GmbH angepasst. Ein Leitfaden zur praktischen Anwendung wurde erstellt und in einem Testworkshop ĂŒberprĂŒft. Ein multidisziplinĂ€res Team aus sechs Personen, reprĂ€sentativ aus verschiedenen Abteilungen und Hierarchieebenen, testete den Leitfaden und entwickelte einen innovativen Prototyp, was die praktische Anwendbarkeit des erstellten Leitfadens bestĂ€tigte. Basierend auf diesen Ergebnissen wurden fĂŒr die EWM GmbH folgende Empfehlungen erarbeitet, um Design Thinking als grundlegendes Mindset im Unternehmen zu verankern:
- Kontinuierliche Anpassung und Verbesserung: In regelmĂ€Ăigen Design-Thinking-Workshops sollen Leitfaden und Methoden evaluiert und ĂŒberprĂŒft sowie an die sich verĂ€ndernden BedĂŒrfnisse und Anforderungen des Unternehmens angepasst werden.
- Gesamte Ausrichtung auf den Kunden: Nicht nur einzelne TĂ€tigkeiten und Prozesse sollten an den Kunden und Anwender der Produkte ausgerichtet werden, sondern die gesamte Unternehmensstrategie als Leitziel fĂŒr alle Mitarbeiter. Dabei ist die UnterstĂŒtzung von GeschĂ€ftsfĂŒhrung und FĂŒhrungskrĂ€ften entscheidend.
- Werbung fĂŒr Design Thinking: Erfolgreiche Design-Thinking-Projekte sollten intern beworben werden, um weitere Mitarbeiter zu inspirieren und zu ermutigen, sich an solchen Projekten zu beteiligen und aktiv an der Etablierung mitzuwirken.
- Silostrukturen abschaffen und offene und kreative ArbeitsrĂ€ume schaffen: Um sogenannte Silostrukturen in Unternehmen zu ĂŒberwinden und formelle Kommunikationswege zu modernisieren, sollten agile und interdisziplinĂ€re Projektteams etabliert werden. Die FlexibilitĂ€t und KreativitĂ€t, die durch offene ArbeitsrĂ€ume gefördert werden, unterstĂŒtzen diese interdisziplinĂ€re Zusammenarbeit wesentlich.
Die gewonnenen Erfahrungen und Erkenntnisse aus dieser Arbeit werden dazu beitragen, den Innovationsprozess bei der EWM GmbH weiter voranzutreiben und zu optimieren. Die in dieser Fallstudie angewandte Vorgehensweise lĂ€sst sich zudem auf andere Organisationseinheiten auĂerhalb des Innovationsmanagements sowie auf andere Unternehmen ĂŒbertragen.
Steinbeis-Expertise fĂŒr KMU
An dieser Stelle kommt das Team des Steinbeis-Beratungszentrums GeschĂ€ftsmodelle der Zukunft ins Spiel und vor allem Steinbeis-Expertin Esin Bozyazi. âDie Ergebnisse dieses Praxisprojekts liefern wertvolle Hinweise fĂŒr die EinfĂŒhrung von Design-Thinking-Prozessen in kleinen und mittelstĂ€ndischen Unternehmen. Dabei können die einzelnen Prozessschritte auch isoliert voneinander im Unternehmen umgesetzt werdenâ, fasst sie kurz zusammen. Das Steinbeis-Unternehmen unterstĂŒtzt im Rahmen seines Sustainable-Business-Transformation-Programms Unternehmen bei der EinfĂŒhrung und Umsetzung von Design Thinking und anderen Innovationsmethoden und bei der Transformation ihrer GeschĂ€ftsmodelle in eine nachhaltige Zukunft.
Schreibe einen Kommentar