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Der Erfolgsmix: technisch sorgfältige Ingenieursmethodik und wirtschaftlich getriebene Optimierungsansätze
Im Gespräch mit Professor Dr. Oliver Skroch, Steinbeis-Unternehmer am Steinbeis-Transferzentrum Innovationslabor WirtschaftsinformatikHerr Professor Skroch, Sie haben im Mai 2023 Ihr Steinbeis-Transferzentrum Innovationslabor Wirtschaftsinformatik gegründet: Was war Ihre Intention hinter dieser Gründung?
Vielen Dank für Ihre Frage, das sind im Wesentlichen zwei Aspekte. Erstens: Ich bilde als Hochschullehrer Studierende für eine in der Praxis angewandte, konstruktive Wirtschaftsinformatik aus, und das auf Bachelor- und Master-Niveau in Informatik-, Mathematik- und Data-Science-Studiengängen. Leistungsfähigen und motivierten Studis möchte ich dabei so früh wie möglich besondere Möglichkeiten bieten, bei innovativen, spannenden Aufgaben im realen Praxiskontext mitzuarbeiten. Das Transferzentrum mit Steinbeis bietet mir die Möglichkeit zur Umsetzung.
Zweitens kenne ich aus meiner langen Berufspraxis den Wettbewerb in unserer offenen, leistungsstarken Wirtschaft gut. Eine Konstante ist dabei, dass vor allem in der konstruktiven Wirtschaftsinformatik der Innovationsdruck schon immer besonders hoch war und zugleich die guten Fachkräfte besonders umworben sind. Viele Unternehmen und Organisationen suchen daher Vorteile für ihre eigene Wettbewerbs-, Innovations- und Entwicklungsstärke auch in der praxisorientierten F&E-Zusammenarbeit mit Hochschulen. Für solche Unternehmen und Organisationen kann und will ich etwas tun – auch das seit vergangenem Jahr über mein Transferzentrum.
Welche Dienstleistungen bieten Sie konkret Ihren Kunden an und wie können gerade KMU davon profitieren?
Es freut mich, dass Sie KMU erwähnen, die Grundsäule unserer Wirtschaft, die durch ihre Erfolge zeigen, wie man im Wettbewerb bestehen kann. Dafür müssen laufend wertschöpfende, unternehmerische Ziele gefunden und unermüdlich verfolgt werden. Dass das nicht von selbst geht und meist alles andere als einfach ist, wird von außen gerne übersehen.
Und daraus können sich aktuelle Fragestellungen zu innovativen Themen rund um die konstruktive Wirtschaftsinformatik ergeben.
Das Innovationslabor Wirtschaftsinformatik, oder kurz ILWI, kann dann ein Stück auf dem Weg begleiten und an den Herausforderungen im jeweils individuellen Praxiskontext mitarbeiten. Wir können mit leistungsstarken und motivierten Studierenden unterstützen, inhaltlich „state-of-the-art“ und mit professoraler Betreuung und Anleitung. Dazu gehört auch, dass sich KMU und Studierende bei der Arbeit an echten Aufgaben gut und schnell gegenseitig kennenlernen, und valide herausfinden können, ob die Zusammenarbeit passt.
Das ILWI bietet als Steinbeis-Transferzentrum das hierfür erforderliche Ökosystem, dessen Türen jederzeit offen stehen: für unsere Studierenden, die F&E-Praxis jenseits ihrer jeweiligen Curricula suchen, und für Unternehmen und Organisationen, die Ambitionen in der konstruktiven Wirtschaftsinformatik haben. Ihnen allen helfen wir, dass ihre Wege zu Erfolgswegen werden.
Sie setzen in Ihrer Arbeit die integrierte technisch-wirtschaftliche Perspektive ein: Können Sie uns mehr darüber verraten, und welche Vorteile bringt diese Perspektive für Ihre Kunden?
Grob formuliert geht es darum, die Wettbewerbsvorteile miteinander zu vereinen, die uns technisch sorgfältige Ingenieursmethodik einerseits und wirtschaftlich getriebene Optimierungsansätze andererseits bieten können. Ich bin mit beiden Perspektiven vertraut. Wenn es gelingt, ein Unternehmen, eine Organisation oder ein Projekt zu einem solchen gewissermaßen „interdisziplinären“ Verständnis zu führen, und wenn sich das sogar in der Unternehmens-DNA ausbreitet, dann sind klare und nachhaltige Wettbewerbsvorteile entstanden.
Man sieht leider in der Praxis, dass das oft scheitern kann, man kennt da ja manche berüchtigte Anekdote. Leider gibt es kein lehrbuchtaugliches Patentrezept, wie es gelingt, dass sich die unterschiedlichen Sichtweisen durch gegenseitiges Verständnis befeuern... Selbst im ILWI haben wir also keine magischen Silberkugeln in der Schublade. Aber wir finden individuelle Lösungswege, situativ im jeweiligen Kontext.
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