Steinbeis-Transferzentrum Umweltgenomik

Universitätsstraße 10
78464 Konstanz
Deutschland
  • Fon: +49 7531 88 3391
    Transferunternehmerin:
  • Prof. Dr. Laura Epp
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DNA ist überall und wir nutzen sie, um Pflanzen, Tiere, Pilze und Algen in unserer Umwelt nachzuweisen und zu identifizieren. Damit können wir frühzeitig invasive Arten nachweisen, Vorkommen von gefährdeten Arten ermitteln oder auch ganze Artengemeinschaften beschreiben. Wir bieten diese Analysen sowohl für aktuelle Ökosysteme als auch für Proben aus historischer und prähistorischer Zeit an.

Prof. Dr. Laura Epp

Dienstleistungsangebot

  • Umwelt-DNA-Untersuchungen einzelner Zielarten (invasive Arten, gefährdete endemische Arten)
  • Metabarcoding-Untersuchungen an eukaryotischer (nicht bakterieller) DNA aus verschiedenen Substraten
  • DNA-Analysen historischer, prähistorischer und geologischer Proben
  • Entwicklung von spezifischen Reaktionen für DNA aus Umweltproben
  • Schulung zur Auswertung und zum Verständnis umweltgenomischer Daten

Schwerpunktthemen

  • Umwelt-DNA: artspezifische Nachweise von Zielarten, Metabarcoding von biologischen Gemeinschaften
  • Alte DNA, vor allem aus Umweltproben
  • Genetische Biodiversitätserfassung und Monitoring

Projektbeispiele

  • Umwelt-DNA-Nachweis von Flusskrebsen: In unserem Laborbereich für Umwelt-DNA untersuchen wir Wasserproben, um das Vorkommen und den DNA-Gehalt von Flusskrebsen zu bestimmen – spezifisch sowohl für gefährdete, heimische, als auch für invasive Arten. Wir können mit hoher Sensitivität erkennen, ob die Krebse in bestimmten Gewässern vorkommen, ohne dass die Tiere selbst gefunden werden müssen.
  • Biodiversitätsmonitoring eines arktischen Fjords: Gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) führen wir, basierend auf Umwelt-DNA, innerhalb eines Verbundprojekts ein Monitoring der Lebensgemeinschaften eines arktischen Fjords durch. Durch wöchentliche Probennahmen über ein Jahr zeichnen wir so erstmalig einen kompletten Jahreslauf dieser sich aktuell drastisch verändernden Region auf.
  • Analyse von eiszeitlichem fossilem Hyänenkot aus archäologischen Grabungen: In unserem Labor für alte DNA untersuchen wir Proben mit einem Alter von mehreren hundert bis mehreren zehntausend Jahren. Aus versteinertem Kot von eiszeitlichen Hyänen konnten wir so zum Beispiel genomische Information zu den Hyänen und auch ihren Beutetieren, den Wollnashörnern, gewinnen. Diese Untersuchung lieferte das erste mitochondrielle Genom europäischer Wollnashörner.