Vorsitzende des Kuratoriums

Dr.-Ing. Leonhard Vilser

Vorsitzender des Kuratoriums seit 2011

Dr.-Ing. Leonhard Vilser ist seit 2001 Kuratoriumsmitglied der Steinbeis-Stiftung, war von 2006 bis 2011 stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums und ist seit dem 9. Dezember 2011 dessen Vorsitzender.

Leonhard Vilser studierte Maschinenbau und Maschinenwesen und wurde von der Universität Stuttgart promoviert. Er war ab 1979 in verschiedenen verantwortlichen Funktionen bei der Unternehmensgruppe Eberspächer tätig, unter anderem als Mitglied des Beirats und von 1998 bis 2012 als Geschäftsführer.

Prof. Dr. rer. nat. Dr.-Ing. E. h. Max Syrbe (1929-2011)

Vorsitzender des Kuratoriums 1991-2011

Prof. Dr. rer. nat. Dr.-Ing. E. h. Max Syrbe wurde 1929 in Leipzig geboren und studierte Physik in Frankfurt a. M. Nach der Promotion 1953 in Angewandter Physik/Regelungstechnik war er 14 Jahre für BBC in Mannheim tätig, zu Beginn als Entwicklungs- und Projektingenieur, zuletzt als Direktor und Geschäftsbereichsleiter Elektronik. 1968 übernahm er die Leitung des Instituts für Schwingungsforschung (ISF), das 1970 zum Karlsruher Fraunhofer-Institut IITB umbenannt wurde.

1966 wurde Syrbe in den Senat der Fraunhofer-Gesellschaft berufen, deren Präsident er 1983 wurde. Dieses Amt hatte er bis 1993 inne. Seiner Initiative ist das Konzept für die Grundzüge der Weiterentwicklung der Fraunhofer-Gesellschaft zu verdanken. Syrbe forcierte die erfolgsabhängige Vertragsforschung für Wirtschaft und öffentliche Hand als Basis für Fraunhofer als Trägerorganisation der angewandten Forschung in der Bundesrepublik. Im Jahre 1975 berief die Fakultät für Informatik der Universität Karlsruhe Syrbe zum Honorarprofessor. Seit 1983 war Syrbe Mitglied im Kuratorium der Steinbeis-Stiftung, von 1991 bis zu seinem Tode 2011 leitete er das Kuratorium.

Schwerpunkte der fachlichen Arbeit von Syrbe lagen in den Bereichen der Automatisierung und der Anthropotechnik, insbesondere der Mensch-Maschine-Systeme, sowie der Forschungspolitik und des Forschungsmanagements. Syrbe war Träger der Fraunhofer-Skulptur, der höchsten Auszeichnung der Fraunhofer-Gesellschaft. Er war Ehrendoktor der Fakultät für Ingenieurwissenschaften der Universität Duisburg-Essen sowie Ehrensenator der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Darüber hinaus war er Träger des Großen Verdienstkreuzes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland sowie des Bayerischen Verdienstordens.

Die Jury des Löhn-Preises ehrte 2009 das herausragende persönliche Engagement im Wissens- und Technologietransfer von Max Syrbe als langjähriges Kuratoriumsmitglied und Vorsitzender des Kuratoriums der Steinbeis-Stiftung mit dem Transferpreis der Steinbeis-Stiftung – Löhn-Preis als Sonderpreis.

Prof. Dr.-Ing. Hans Joachim Förster (1916-2012)

Vorsitzender des Kuratoriums 1982-1991

Prof. Dr.-Ing. Hans Joachim Förster leitete als Vorsitzender von 1982 bis 1991 das Steinbeis-Kuratorium und begleitete die Stiftung mit seinen unermüdlichen Bemühungen in ihren Anfangsjahren.

Hans Joachim Förster wurde am 19.05.1916 in Breslau geboren. Er legte 1935 das Abitur ab und wurde anschließend zur Luftwaffe eingezogen. 1938 begann er an der Hochschule Karlsruhe Maschinenbau zu studieren. Er wurde erneut zur Luftwaffe einberufen, konnte sein Studium aber fortführen und 1941 mit Auszeichnung abschließen.

Schon 1942 stellte ihn die damalige Daimler-Benz AG in Stuttgart an; nach seiner Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft arbeitete Förster in der Entwicklungsabteilung von Daimler und übernahm die Verantwortung für die Entwicklung der automatischen Getriebe und der Servolenkungen - eine Thematik, der er sein berufliches Leben widmen sollte. 1967 übernahm Förster die Leitung des Messzentrums, 1969 die der gesamten Forschung. 1983 ging er, inzwischen in der Funktion als Direktor, in den Ruhestand.

Parallel zu seiner erfolgreichen Tätigkeit in der Industrie, verfolgte Förster konsequent seine wissenschaftlichen Interessen. 1952 promovierte er mit einer Arbeit über "Föttingergetriebe in Leistungsverzweigungen" an der Technischen Hochschule Karlsruhe, 1965 habilitierte er sich dort mit der Untersuchung "Wandlungsbereich und Stufung bei Fahrzeuggetrieben". Ab 1965 hielt er Vorlesungen zum Thema Kraftübertragung und wurde 1970 von derselben Hochschule zum apl. Professor ernannt. Försters breitgefächerte Interessen zeigten sich auch in seinen zahlreichen Vorträgen und Veröffentlichungen. Förster war in zahlreichen Gremien Mitglied.