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Unser Mediator, der Wirtschaftsförderer
Konfliktmanagement und Wirtschaftsförderung hängen enger zusammen, als mancher denktEin Blick zurück auf die Wurzeln der kommunalen Wirtschaftsförderung lässt vielleicht ein paar neue Gedanken entstehen. Seit den 1980er-Jahren unterstützte Steinbeis eine Reihe von Städten, Landkreisen und auch Regionen bei dem Wunsch, Wirtschaftsförderungsgesellschaften zu konzipieren und inhaltlich wie auch personell zu begleiten. Die Steinbeis-Wirtschaftsförderungen grenzten sich von dem bis dahin bekannten, oft in der jeweiligen Verwaltung integrierten, Wirtschaftsbeauftragten in zwei wesentlichen Punkten ab: Erstens stand nicht die Ausweisung von Gewerbeflächen zur Ansiedlung neuer Unternehmen im Mittelpunkt. Vielmehr wurde das deutlich chancenreichere Potenzial der Wirtschaftsförderung in der Entwicklung und intensiven Begleitung von bereits ansässigen Betrieben und Unternehmen erkannt. Und zweitens wurde mit Steinbeis der Wandel der Wirtschaftsförderung hin zum Dienstleister gelebt. Die bis dato oft eher abwartende und auf Anfrage reagierende Vorgehensweise wurde radikal zu einer aktiv auf die Unternehmen zugehenden und die jeweiligen Betriebe aufsuchenden Begleitung umgestellt.
Warum ist dieser Wandel gelungen? Im Grunde gibt es dazu nur eine bis heute gültige Erklärung: Die Unternehmen sehen in der aktiven Begleitung durch Steinbeis einen Mehrwehrt und verstehen Wirtschaftsförderung als kompetente Begleitung, Unterstützung und Vernetzung in den für sie relevanten Themen. Und so entstand der sich immer weiterentwickelnde Strauß an Inhalten und Angeboten der Wirtschaftsförderung. Standen zum Ausgang der 1990er-Jahre noch Themen des technologischen Wandels, Umsetzung von Managementmethoden und Internationalisierung im Fokus, kamen in den letzten Jahren weitere Themen wie die Digitalisierung oder auch die Gewinnung von Fachkräften hinzu.
Die thematischen Inhalte haben sich zwar über die Jahre verändert, das Erfolgskonzept wirksamer Wirtschaftsförderung ist aber unverändert geblieben: die aktive Ansprache von Unternehmen mit fortschrittlichen in die Zukunft gerichteten Themen und ein Mehrwert durch praxisrelevante Angebote und Lösungen.
Fachkräftesicherung bedingt Konfliktfähigkeit
Warum also soll nun heute die Kompetenz im Umgang mit Konflikten für Unternehmen von Bedeutung sein? Es gilt als unbestritten, dass die Innovationskraft der Unternehmen zunehmend unter dem Fachkräftemangel leidet. Wirtschaftsförderungsgesellschaften haben dies seit einigen Jahren erkannt und begleiten Unternehmen in vielfältiger Weise beim Werben um Fach- und Nachwuchskräfte und bei Qualifikationsmaßnahmen. Fachkräfte zu gewinnen ist die eine Seite, Fachkräfte zu halten die andere. Und da spielt das Thema Konflikte eine wesentliche Rolle. Oft sind sie der Grund dafür, dass Fachkräfte ein Unternehmen verlassen oder ins Quiet Quitting oder Quiet Firing gehen. Für alle Beteiligten entsteht eine fatale Situation: Führungspersonen geben auf, Kollegen sind überlastet. Die Kreativität erstarrt, Kosten steigen in die Höhe durch unzufriedene Kundinnen und Kunden, Leistungsabfall, Krankheiten. Auch die Kosten für Recruiting, Nachbesetzung und Einarbeitung, Burnouts oder gar Sabotagen gehören zu den negativen Folgen.
Was in den Unternehmen fehlt, ist die Fähigkeit mit Konflikten konstruktiv umzugehen, um diese negativen Auswirkungen zu verhindern. Immer noch empfinden viele Beteiligte Konflikte als Bedrohung und versuchen, sie zu vermeiden oder vor ihnen zu fliehen. Was es braucht, ist, Konflikte aus der Tabuzone zu befreien und mit professioneller Begleitung deren Chancen sichtbar zu machen. Und genau hier können Wirtschaftsförderungen einen deutlichen Mehrwert schaffen.
Aktuelle Studien und Praxisberichte belegen die Bedeutung des richtigen Umgangs mit Konflikten bei der Generierung von Innovationen, aber auch bei der Bindung von Mitarbeitenden an das Unternehmen. Wirtschaftsförderungen können mit ihrer Akzeptanz und ihrer Nähe zu den Unternehmen dafür sensibilisieren und auf Lösungsansätze hinweisen oder zielgerichtet Expertinnen und Experten vermitteln. Über Steinbeis und eine Reihe von einschlägigen Verbänden und Organisationen können sich Wirtschaftsförderungen einen Pool zertifizierter Mediatoren mit viel praxisnaher Erfahrung aufbauen. Je nach Anforderung können Informationsveranstaltungen angeboten, konkrete Erstberatungen durchgeführt, ein fundiert begleiteter Erfahrungsaustausch oder bei eskalierten Situationen konkrete spezifische Klärungsprozesse durchgeführt werden. Der Nutzen für Unternehmen muss dabei immer im Mittelpunkt stehen.
Weiterführende Literatur und Quellen:
Dreier, W. (2023). Innovationsförderndes Konfliktmanagement – Handlungsansätze für kleine und mittlere Unternehmen zum Umgang mit innerbetrieblichen Konflikten. Steinbeis-Edition
Gruschka, C. (2024). Mit Dissens zum Erfolg – Mediation nutzen, um Fachkräfte zu binden. Springer-Verlag
Niedostadek, A. (2019). Mediation in der Wirtschaftsförderung. In: Stember, J., Fink, A., Pongratz, P., Vogelgesang, M. (eds) Handbuch Innovative Wirtschaftsförderung. Springer Gabler
DIE MEDIATION – Fachmagazin für Konfliktlösung, Entscheidungsfindung und Kommunikation. Steinbeis-Edition
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