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FutureFood Technologies: Lösungen für die Lebensmittelproduktion von morgen
Im Projekt MaltFungiProtein steht die Nutzung von Brauerei-Nebenströmen im FokusDer Kern des Projekts: aus einem bislang wenig genutzten Reststoff, dem Malztreber, hochwertige, proteinreiche Zutaten zu entwickeln, die sich für vielfältige Anwendungen in der Lebensmittelindustrie eignen. Ein erstes prototypisches Produkt ist die „Fungi-Bratwurst“, bei der ein Pilzprotein, erzeugt durch die Fermentation der Trebermasse, herkömmliches Fleisch ergänzt. Für die proteinreiche Pilzbiomasse wird im kommenden Jahr die Zulassung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) angestrebt – ein entscheidender Schritt auf dem Weg in den Markt.
Impulse für eine nachhaltige Lebensmittelproduktion
Vor diesem Hintergrund und mit Blick auf technologische Entwicklungen, die die Lebensmittelproduktion der Zukunft beeinflussen, fand im Oktober 2025 im Störtebeker Brauquartier in Stralsund die Fachkonferenz „FutureFood Technologies“ statt. Rund 70 Teilnehmende aus Wirtschaft, Wissenschaft und der Gründerszene diskutierten technologische Entwicklungen, Praxisbeispiele und Kooperationsansätze für die aktuelle wie auch zukünftige Lebensmittelproduktion. Im Mittelpunkt standen vier thematische Schwerpunkte.
Märkte und Rahmenbedingungen
Universitätsprofessor i.R. Dr. Rainer Kühl (Justus-Liebig-Universität Gießen) und Dr. Tilman Reinhardt (Universität Bayreuth) analysierten in ihren Beiträgen Einflussfaktoren für Märkte alternativer Proteine sowie rechtliche Rahmenbedingungen für innovative Lebensmitteltechnologien. Sie verdeutlichten, wie wichtig nicht nur die technische Machbarkeit, sondern auch die Marktakzeptanz und rechtliche Vorgaben sind.
Digitale Transformation entlang der Wertschöpfungskette
David Reinhardt (DMK Group) und Nico Michels (Siemens Industry Software) gaben einen praxisnahen Einblick, wie digitale Technologien heute bereits in der Industrie eingesetzt werden. Deutlich wurde, dass digitale Lösungen zunehmend zu einem zentralen Erfolgsfaktor werden – in der Produktionsplanung, zur Effizienzsteigerung, für transparente Prozesse, zur gezielten Unterstützung der Mitarbeitenden und der Information von Verbrauchern.
Neue Prozesse, Verarbeitungstechnologien und Anwendungen
Jens Reineke-Lautenbacher (Störtebeker Braumanufaktur), Dr. Marco Fraatz (Justus-Liebig-Universität Gießen) und Monika Wessel (ZELT gGmbH) gaben einen Einblick in den Prozess des MaltFungiProtein-Projekts. Sie zeigten, wie aus Brauerei-Nebenströmen durch innovative Fermentation hochwertige Pilzproteine gewonnen werden, und erläuterten die chemischen, biotechnologischen und sensorischen Grundlagen. Ergänzt wurde der Block durch Tatjana Krampitz (GEA Group AG), die aufzeigte, wie GEA mit seiner New-Food-Abteilung die Herstellung innovativer Produkte unterstützt. Durch moderne Technologien und Prozesslösungen, wie etwa Präzisionsfermentation, kann so ein Beitrag dazu geleistet werden, mehr Menschen mit weniger Ressourcen zu ernähren und die Umweltbelastungen der Lebensmittelproduktion zu reduzieren.
Kooperationen und Gründungsimpulse
Die Konferenz zeigte auch, dass Innovation zunehmend in offenen, kooperativen Formaten entsteht. Beispiele dafür waren der Beitrag von Dr. Gudrun Mernitz (WITENO GmbH) zu Hackathons als Motor für Wertschöpfung in der Bioökonomie und von dem Start-up EAT BEER Biotech, vorgestellt von Jan Malte Nordmann. Das Unternehmen entstand aus dem MaltFungiProtein-Projekt und übernimmt nun die Weiterentwicklung der Ergebnisse zu einem tragfähigen Geschäftsmodell.
MaltFungiProtein meets Steinbeis
Das Steinbeis-Forschungszentrum Technologie-Management Nordost unterstützte das Projekt MaltFungiProtein in mehreren Projektphasen und war Co-Organisator der Konferenz FutureFood Technologies. Aktuell stehen weitere Projektideen zur Skalierung der Technologie und zur Stärkung der regionalen Innovationslandschaft in den Startlöchern.
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