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Entscheidungsprozesse mit KI: transparent und nachvollziehbar
Steinbeis-Team entwickelt KI-Agentensystem als auditfähige Grundlage für FührungsteamsDas methodische Vorgehen startet bei der Systementwicklung (Agentenrollen, Aggregation, Schnittstellen) und geht über die Use-Case-Simulation (Test von Unternehmensszenarien) bis zur Evaluation (Nutzerstudien, Vergleich mit bestehenden Tools).
Die Idee: Rollen statt Blackbox
Kern des Systems ist ein Multi-Agenten-Ansatz: Mehrere KI-Agenten – etwa CEO, Legal, Controlling, Marketing und Strategy – bewerten ein Entscheidungsthema jeweils aus ihrer Perspektive. Jede Antwort folgt einem standardisierten JSON-Schema (Empfehlung, Begründung, Risiken, Chancen, Confidence). Ein Decision Aggregator fasst die Einzelmeinungen mit gewichteten Kriterien zusammen und erzeugt eine Gesamtempfehlung – inklusive Auflagen („zustimmen unter Bedingungen“) und einer kompakten Managementzusammenfassung. Der Aggregator überträgt Fachlogiken realer Rollen in spezialisierte KI-Agenten, erwirkt über das System strukturierte nachvollziehbare Ausgaben und schafft Transparenz.
Der Ansatz überzeugt vor allem durch drei wesentliche Vorteile:
- Erklärbar: Begründungen, Risiken und Quellen sind sichtbar.
- Vergleichbar: Einheitliches Format je Rolle.
- Revisionsfähig: Ergebnisse lassen sich versionieren, exportieren und auditieren.
Forschung x Mittelstand x Beratung
Das Vorhaben ist als kooperatives Technologieprojekt angelegt. Wissenschaftspartner untersuchen Akzeptanz, Erklärbarkeit und Prozesswirkung (Decision Support Systems, Explainable AI, Organisationspsychologie). Unternehmen bringen als Pilotpartner reale Use Cases ein (Investitionen, Lieferantenwahl, Standort, Budgetfragen). Beratungspartner testen den Einsatz in Workshops, erarbeiten Templates und Transferformate. Die offene Ausrichtung des Kerns ermöglicht Teilhabe und schnelle Iteration; proprietäre Erweiterungen (beispielsweise Branchenrollen, CRM-Konnektor) sind optional.
Ergebnisse, Zeitplan und Mitwirkung
„Wir suchen Pilotunternehmen aus Industrie, Dienstleistung und Verwaltung sowie Forschungspartner aus Wirtschaftsinformatik, Psychologie und Recht wie auch Transferpartner für Workshops und Schulung“, erläutert Steinbeis-Unternehmer Dr. Helmut Döring. Der Zeitplan des Projekts erstreckt sich über zwei Phasen:
- Frühjahr 2026 (Projektziele): MVP (minimal funktionsfähiges Produkt) mit mindestens fünf Agentenrollen, JSON-Schema, Aggregator, Export; Pilotierung mit ein bis zwei Partnern; Evaluationsstudien zu Akzeptanz, Time-to-Decision und Quality of Rationale.
- Sommer 2026 (Weiterentwicklung): API-Integration (ERP/CRM), RAG-Vertiefung, Mehrnutzerbetrieb; Governance-Funktionen (Audit-Trail, Rollen-/Rechtekonzept); optionale Docker/Kubernetes-Bereitstellung.
Ausblick: Vom Entscheidungsprotokoll zur Lernorganisation
Perspektivisch kann das Agentensystem zum lernenden Entscheidungsarchiv werden: Welche Begründungen führten in der Vergangenheit zu welchen Ergebnissen? Welche Auflagen waren wirksam? So entsteht ein organisationsweites Gedächtnis – datenbasiert, erklärbar und skalierbar.
Auf einen Blick: KI-Agentensystem zur transparenten Entscheidungsunterstützung
Das KI-Agentensystem für transparente Entscheidungsunterstützung ist ein kooperatives Technologieprojekt des Steinbeis-Forschungszentrums Management Automation.
- Ziel: Transparente, strukturierte Entscheidungsunterstützung
- Ansatz: Rollenbasierte KI-Agenten und Aggregation
- Output: JSON, PDF, Executive Summary, Auflagen
- Betrieb: Lokal (On-Prem/VPS) oder Managed Inference (EU)
- Einsatz: Industrie, Dienstleistung, Verwaltung
- Status: Prototyping abgeschlossen, Pilotpartner gesucht
Methodik und Technik: RAG, Inference, Aggregation
- Retrieval-Augmented-Generation (RAG): Relevante Auszüge aus internen Dokumenten (Richtlinien, Verträge, Kennzahlen) werden in die Agenten-Prompts eingebunden – Antworten sind belegbar und aktueller.
- Inference: Die Agenten nutzen bestehende und modifizierte Sprachmodelle (beispielsweise LLaMA- oder Mistral-Familie, wahlweise lokal oder als Managed-Service).
- Aggregation: Die Gesamtempfehlung berücksichtigt Gewichtungen, Konflikte (beispielsweise Legal versus Marketing) und erzeugt eine Executive Summary.
Technologiestack (MVP): Web-UI (Streamlit/optional FastAPI plus Frontend), Agenten-Engine (Python), JSON-Validator, Export (PDF/JSON), optional RAG-Index (beispielsweise pgvector). Für Inference kann ein EU-gehosteter Managed-Service genutzt werden, alternativ lokale Modelle.
Anwendungsszenarien aus der Praxis
- Investitions- und Projektfreigaben: CEO/Controlling prüfen ROI, Legal bewertet Auflagen, Strategy die Roadmap. Ergebnis: Zustimmung, Ablehnung oder Zustimmung unter Bedingungen.
- Compliance-Checks: Legal/IT-Security beurteilen Datenschutz- und Haftungsrisiken, Marketing bewertet Reputationswirkung.
- Produkt-Go-to-Market: Marketing analysiert Markt und Positionierung, CEO/Strategy die Differenzierung, Controlling Kosten und Break-even.
- Öffentlicher Sektor/NGO: Priorisierung von Förderanträgen mit nachvollziehbarer Begründung und Quellen.
Was das Projekt besonders macht
- Transparenz statt Bauchgefühl: Strukturierte, belegte Begründungen pro Rolle.
- Übertragbarkeit: Rollen und Kriterien sind parametrisierbar und damit schnell an Branchen oder Organisationen anpassbar.
- Lokal oder Managed: Betrieb auf On-Prem/VPS oder via Managed Inference, je nach Datenschutzanforderung.
- Offen und erweiterbar: Offener Kern, optionale Module (Schnittstellen, Rechte-/Rollenkonzepte, Dashboards).
Datenschutz, Sicherheit und Governance
- EU-Hosting und lokaler Betrieb möglich, Datenminimierung und Pseudonymisierung vorgesehen.
- Audit-Trail: Prompts, Antworten, Aggregationsentscheidungen und Exporte lassen sich revisionssicher dokumentieren.
- Richtlinienkonformität: Einbindung von Policies (beispielsweise Datenschutz, Compliance) über RAG mit Quellenangaben.
Forschungsfragen
- Wie können mehrdimensionale Unternehmensentscheidungen durch KI-Agenten simuliert und strukturiert dargestellt werden?
- Inwiefern führt ein rollenbasiertes Agentenmodell zu nachvollziehbareren Entscheidungen?
- Welche Unterschiede ergeben sich im Vergleich zu zentralisierten KI-Systemen (LLM Blackboxes)?
- Welche Anforderungen haben Fachbereiche an erklärbare KI in Entscheidungsprozessen?
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