Bildung kompakt

Der Hybrid-OP: die Chirurgie der Zukunft

Steinbeis bietet Ausbildung zum Hybrid-OP Techniker an

Die Chirurgie befindet sich im Wandel. Mit der raschen Entwicklung neuer Materialien und bildgebender Techniken setzt sich die Kombination von interventionellen und offenen chirurgischen Verfahren immer mehr durch. Der Hybrid-OP bietet dafür die idealen räumlichen und technischen Voraussetzungen. Um dieses strategische Investment langfristig klinisch und wirtschaftlich effizient betreiben zu können, spielt die Ausbildung des Fachpersonals eine entscheidende Rolle. Das Steinbeis-Transfer-Institut Medical Innovations and Management an der Steinbeis-Hochschule Berlin hat ein innovatives Ausbildungskonzept zum Hybrid-OP Techniker (HOT) entwickelt.

Der Hybrid-OP umfasst einen voll ausgestatteten OP-Saal, der zusätzlich über ein bildgebendes System der neuesten Generation verfügt. Er bietet einen hervorragenden Rahmen für minimal-invasive Eingriffe. Schon heute sind deutschlandweit mehr als 200 solcher Räume im klinischen Einsatz, Tendenz stark steigend. Trotz der hohen Anschaffungskosten von bis zu 2,5 Millionen Euro planen zunehmend auch kleine und mittlere Häuser die Investition. In der Praxis zeigt sich jedoch immer wieder, dass die teuren, hochmodernen Räume nicht optimal ausgelastet und genutzt werden, da unter anderem das Fachpersonal unzureichend eingewiesen wurde oder Berührungsängste mit den neuen Technologien hat.

Die Ausbildung bereits im Vorfeld spielt daher eine Schlüsselrolle. Die speziellen komplexen Arbeitsabläufe, Gerätschaften und die interdisziplinäre Zusammenarbeit stellen ganz neue Herausforderungen an alle in diesem Raum arbeitenden Fachdisziplinen dar. Zudem entwickeln sich Technologie und klinische Verfahren so rasch weiter, dass eine kontinuierliche Fortund Weiterbildung zwingend erforderlich ist. Das Steinbeis-Transfer-Institut Medical Innovations and Management (MIM) bietet gemeinsam mit der JR OP-Akademie ein bislang einzigartiges Aus- und Weiterbildungsprogramm zum Hybrid-OP-Techniker an. Ziel ist es, das medizinische Fachpersonal für die speziellen Anforderungen an die moderne bildgestützte Therapie im chirurgischen Umfeld zu qualifizieren. Die Grundlagen der modernen Bildgebung und -nachverarbeitung werden ebenso berücksichtigt wie die Möglichkeiten des Strahlenschutzes und der optimalen Patientenlagerung. Auch die entsprechende Material- und Instrumentenkunde sowie die erforderlichen Grundkenntnisse der unterschiedlichen medizinischen Aspekte der Prozeduren sind Inhalte der Ausbildung. Die Teilnehmer sollen lernen, die Schnittstelle zwischen den radiologisch/kardiologischen Spezialisten und dem chirurgischen Personal auszufüllen.

Die Ausbildung zum HOT startet ab April 2016 als modularer Zertifikatslehrgang. Die einzelnen Module finden mit verschiedenen universitären und klinischen Partnern, wie der Charité Berlin, dem Deutschen Herzzentrum Berlin, der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg, dem Klinikum Weiden und dem Klinikum Ludwigsburg statt. Zudem unterstützen führende Medizintechnikfirmen, wie die Siemens Healthcare GmbH, Philips Health Tech und GE Healthcare, das Programm. Der Schwerpunkt liegt auf den praktischen Aspekten im Hybrid-OP, daher werden „Live- Operationen“ in die Ausbildung mit einbezogen. Die Praxismodule werden durch E-Learning Module und Web-Seminare ergänzt.

Premiumakkreditierung für Studiengänge der SHB

SIBE erhält begehrtes FIBAA -Siegel

Die Studiengänge Master of Arts in General Management und Master of Science in International Management der School of International Business and Entrepreneurship (SIBE) der Steinbeis- Hochschule Berlin haben das Premium-Siegel der internationalen Akkreditierungsagentur FIBAA erhalten.

Im Rahmen der erfolgreichen Re-Akkreditierung der Studiengänge hat die SIBE aufgrund der exzellenten Qualität von Studium und Lehre sowie deren Weiterentwicklung das Premium-Siegel der FIBAA verliehen bekommen. Damit gehört die SIBE ab sofort zu einem ausgewählten Kreis an Hochschulen mit Studiengängen, die durch die FIBAA premium-ausgezeichnet wurden: Von mehr als 300 FIBAA-akkreditierten Master-Programmen können sich nur 2% zu den Premium-Programmen zählen. Für Studierende dieser Programme bedeutet das, dass die Studiengänge die Qualitätsanforderungen nicht nur erfüllen, sondern übertreffen – und zwar deutlich!

Vertiefter Einblick in die Materialwissenschaften

Berufsbegleitendes Masterstudium „Materialien und Prozesse“

Die Universität des Saarlandes bietet gemeinsam mit der Steinbeis- Hochschule Berlin den neuen Master-Studiengang „Materialien und Prozesse“ an, der berufsbegleitend studiert werden kann. Er bereitet Teilnehmer aus der Industrie auf anspruchsvolle Entwicklungstätigkeiten vor. Die beteiligten Firmen profitieren gleich doppelt vom Wissens- und Technologietransfer: Ihre Mitarbeiter werden auf hohem Niveau weitergebildet und sie lösen während des Masterstudiums ein werkstofftechnisches Problem aus ihrem Unternehmen. Dabei werden sie von Materialwissenschaftlern an der Saar-Uni unterstützt, die für die Steinbeis-Hochschule Berlin deutschlandweit die forschungsnahe Weiterbildung anbietet.

„Eine Studie der Akademie der Technikwissenschaften hat gezeigt, dass deutsche Exportgüter zu etwa 70 Prozent am Weltmarkt erfolgreich sind, weil sie innovative Werkstoffe nutzen“, sagt Prof. Dr.-Ing. Frank Mücklich, Leiter des Steinbeis-Forschungszentrums für Werkstofftechnik (MECS) und des Steinbeis-Transfer-Instituts caMPlusQ sowie Professor für Funktionswerkstoffe der Saar-Uni und Leiter des neuen Studiengangs. „In dem neuen Master-Studiengang ‚Materialien und Prozesse‘ wollen wir Fachleuten aus der Industrie in vier Semestern den aktuellen Forschungsstand in der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik und auf dem Gebiet der Prozesstechnik vermitteln. Sie profitieren dabei von der großen Bandbreite an Lehr- und Forschungsthemen und der vielfältigen Labortechnik auf dem Saarbrücker Universitätscampus“, ergänzt Frank Mücklich.

Gemeinsam mit Materialforschern der Saar-Uni und weiterer Forschungsinstitute auf dem Campus wird während der Präsenzphasen in Blöcken von zwei Tagen ein breites Kursprogramm angeboten, das in der übrigen Zeit durch E-Learning-Materialien ergänzt wird. Voraussetzung ist ein Bachelor oder Diplom in einem ingenieurs- oder naturwissenschaftlichen Fach sowie die Tätigkeit in einem Industrieunternehmen oder einer Organisation. Der neue Studiengang ist als Projekt-Kompetenz-Studium konzipiert, das an der Steinbeis-Hochschule Berlin entwickelt wurde.

Für das gesamte Studium und die Forschungskooperation werden Studiengebühren von 35.000 Euro erhoben. Das Masterstudium geht an den Start, sobald zehn Teilnehmer zugelassen wurden. „In Deutschland gibt es viele mittelständische Unternehmen, die maßgeschneiderte Werkstoffe für die Industrie entwickeln. Sie haben jedoch häufig keine eigenen Entwicklungsabteilungen und hochspezialisierten Laborgeräte“, erläutert Frank Mücklich. Durch eine engere Zusammenarbeit könnten Forschungsergebnisse schneller in Produkte einfließen und den beteiligten Firmen neben qualifiziertem Personal zusätzliche Wettbewerbsvorteile verschaffen.

Kontakt

Prof. Dr.-Ing. Frank Mücklich
Steinbeis-Forschungszentrum für Werkstofftechnik (MECS) (Saarbrücken)
Steinbeis-Transfer-Institut caMPlusQ (Saarbrücken)
frank.muecklich@stw.de

Führung neu denken

Steinbeis-Experten mit neuer Strategie in der Führungskräfteentwicklung

Dynamik und Komplexität sind Schlagwörter unserer Zeit. Unternehmen und ihre Umwelt verändern sich in einer bislang ungewohnten Geschwindigkeit. Führungskräfte müssen ihren Expertenstatus loslassen. Das bedeutet eine Revolution der Führungskräfteentwicklung. Das Steinbeis-Transfer-Institut Systemwissenschaft, Führungs- und Organisationsberatung der Steinbeis- Hochschule Berlin hat sich der Aufgabe verschrieben, Führungskräfteentwicklung innovativ und wirksam umzusetzen.

Gibt es einen Unterschied zwischen einem Leader und einem Manager? Wie organisiert sich eine Führungskraft selbst, um nicht in einer ewigen Aneinanderreihung von Meetings unterzugehen? Und was macht eine Führungskraft eigentlich aus, wenn ihr nicht mehr der alleinige Expertenstatus zukommt? Sicher ist eins: Führung ist mehrdimensional und nicht trivial, ebenso wie die Organisation und das Zusammenspiel ihrer Teile. Diese systemische Sicht auf Unternehmen und die in ihnen wirkenden Menschen stellt neue Forderungen an Strategien, Instrumente und auch an die Frage, wie man heute gute Führungskräfteentwicklung verstehen und umsetzen muss.

Führung neu denken, das ist die Aufforderung an die Teilnehmer im neuen Zertifikatslehrgang „Führungs- und Innovationskultur“ des Steinbeis- Transfer-Instituts Systemwissenschaft, Führungs- und Organisationsberatung. Über mehrere Monate beschäftigen sich die Teilnehmer mit den Themenfeldern Führung, Kommunikation, Führungs- und Unternehmenskultur, Teamentwicklung und Konfliktmanagement sowie Innovations- und Wissensmanagement. Die individuelle Praxis wird zum Ausgangspunkt der Veranstaltungen und erlaubt den Teilnehmern die Arbeit an ihren persönlichen Fragen. Es gilt den Handlungswert des neuen Wissens zu erkennen und in die eigene berufliche Situation zu integrieren. Die Phasen zwischen den Präsenzeinheiten nutzen die Teilnehmer, um anhand vorbereiteter Selbstchecks ihren eigenen Lernfortschritt und ihre täglichen Führungserfahrungen zu reflektieren. Dies ist notwendig, wenn man berücksichtigt, dass Führung häufig „nebenbei“ geschieht. Die Aufmerksamkeit wird auf das Führungshandeln selbst gerichtet, um dieses im Unternehmensalltag bewusst zum Reflexionsgegenstand zu machen.

Interdisziplinär gegen Stress und Burnout

Fachtagung des Netzwerks „Klinik der Zukunft“

„Stress, Erschöpfung und Burnout. Stille Gefahren, Chancen und neue Wege.“ Unter diesem Motto lud das Netzwerk „Klinik der Zukunft“ gemeinsam mit seinen Netzwerkpartnern zum interdisziplinären Dialog nach Kupferzell ein. Teil des Verbundes ist auch das Steinbeis-Transfer-Institut kompetenz institut unisono (kiu) der Steinbeis-Hochschule Berlin (SHB).

„Es braucht den Blick über den eigenen Tellerrand. Die unterschiedlichen, für die Gesundheitsprophylaxe und Heilung vorhandenen Disziplinen müssen zusammenkommen. Menschen, die sich an das Netzwerk ,Klinik der Zukunft‘ wenden, können davon ausgehen, dass jeder im Netzwerk aktiv mitarbeitende Experte, gleichzeitig von den Methoden seiner Kollegen weiß“, erläutert Werner Tafel, Initiator und Organisator des Netzwerks „Klinik der Zukunft“.

Dr. Albert Lederle, Pharmakologe und Heilpraktiker aus Herrsching, zeigte in Kupferzell auf, wie unmittelbar Körper und Psyche zusammenwirken. Wenn die Psyche leidet, dann leidet auch der Körper, und umgekehrt. Der Umweltanalytiker Dr. Dietrich Moldan führte dem Publikum mit einfachen Versuchen vor, wie sich Menschen am Arbeitsplatz und zu Hause vor Elektrosmog schützen können. Der Freiburger Facharzt für Psychotherapie und Psychiatrie, Dr. Stefan Dressler, beleuchtete Burnout aus der Sicht der transpersonalen Psychologie. Wie im Märchen der Held seinen Weg gehen und seine Prüfungen bestehen muss, ist es wichtig, dass Menschen ihre Heilungswege gehen. Abkürzungen oder Abweichungen führen in den Märchen wie auch bei der Heilung in die falsche Richtung. Der Strategieberater und Pilot Willi Bayer erläuterte während seines Vortrages „Bruchlandung Burnout“, wie Piloten heute lernen mit Drucksituationen umzugehen. Selbst in gefährlichsten Situationen mit höchstem Zeitdruck, braucht es die Geistesgegenwart der Be-Sinnung. Ein einfaches Modell kann, wenn es professionell trainiert wird, helfen, akute Stresssituationen zu meistern. Auf wissenschaftliche Erkenntnisse bezüglich des Einatmens von Düften verwies die stellvertretende Pflegedienstleitung der Psychosomatischen Klinik am Ostalb Klinikum Aalen, Susann Richter. Als erfahrene Aromapraktikerin stellte sie dar, wie Düfte nachweislich wirken, gab dem Publikum die Möglichkeit Duftproben einzuatmen und selbst zu erfahren, wie Düfte wirken. Sabine Hoffmann, Mitinitiatorin und Organisatorin des Netzwerkes „Klinik der Zukunft“, stellte das von ihr und Werner Tafel entwickelte engpassorientierte Stress Coaching (ESC) vor. Es basiert auf fünf Ursachenebenen, auf denen gleichzeitig die Lösungen für Stressprobleme liegen: Der Körper reagiert auf Mangel an essentiellen Stoffen gestresst. Werner Tafel gab in seinem Vortrag einen Einblick, wie Führungskräfte durch die Anwendung des methodenübergreifenden Modells der integrativen Mediation (iM) eine Kultur des motivierten Miteinanders schaffen können. Unter anderem stellte er die provokative Frage, ob Führungskräfte die Rolle von schwitzenden Zugpferden übernehmen oder sich von ihren Mitarbeitern tragen lassen wollen. Wenn sich alle gleichermaßen „getragen“ fühlen sollen, dann geht das über vier Schritte der iM.

Die Initiative „Klinik der Zukunft“ ist ein informelles Netzwerk, das den interdisziplinären Austausch zwischen Experten fördert, die Pflege einer integrativen Kommunikationskultur unterstützt und ganzheitliche Projekte, in der moderne und traditionelle Verfahren ihren Stellenwert haben, forciert.

Etikette will trainiert sein

Neue Zertifikatslehrgänge in Business-Etikette

In Zusammenarbeit mit dem TAKT & STIL Seminar-Institut und Dragon Business bietet das Steinbeis-Transfer-Institut kompetenz institut unisono (kiu) an der Steinbeis-Hochschule Berlin drei neue Zertifikatslehrgänge an.

Certified Etiquette Trainer – Hospitality Industry in China (SHB)
China ist eine der größten Weltwirtschaftsmächte und hat Deutschland inzwischen auf vielen Gebieten überholt. Doch in Sachen Qualität und Etikette hat Deutschland oft noch einen Wettbewerbsvorsprung. Viele Schulen und Hotels in China verlangen westliche Etikette. Deshalb bringt das Steinbeis-Transfer-Institut kompetenz institut unisono mit seinen Partnern nun die Ausbildung direkt nach China. Fach- und Führungskräfte im Hotelfach erhalten eine professionelle Ausbildung mit Hochschulzertifikat, um das Personal in westlicher Etikette zu schulen. Die Module der Ausbildung setzen sich zusammen aus Umgangsformen und Auftrittskompetenz, Service und Tischetikette, Kommunikation, moderner Erwachsenenbildung und Interkultureller Kompetenz.

Competence Trainer für Business-Etikette (SHB)
Dieses innovative Konzept reagiert auf den wachsenden Bedarf an Repräsentations- Trainings sowie einen einheitlichen nationalen Standard für Trainer auf diesem Gebiet. Auch schon praktizierende Trainer können eine Weiterbildung buchen, um sich zu qualifizieren und spezialisieren. Unternehmen lassen daneben ihre eigenen Image-Trainer ausbilden.

Competence Trainer für interkulturelle Etikette (SHB)
Interkulturelle Kompetenz ist längst Kernkompetenz in einer globalen Wirtschaft. Eine konstruktive und erfolgreiche internationale Kooperation setzt eine Sensibilisierung für fremde Länder und Kulturen voraus, denn kulturbedingte Verhaltensmuster können schnell zu Missverständnissen führen. Dabei entstehen Barrieren, Synergien bleiben ungenutzt. Techniken für erfolgreiches Auftreten und Verhandeln können erlernt werden. Ausgebildete Trainer für interkulturelle Etikette können die wesentlichen Werkzeuge interkultureller Trainings in ihren eigenen Trainings einsetzen – sie geben ihr Wissen über internationale Werte, Kulturmerkmale und Standards der einzelnen Ländergruppen an Interessierte weiter. Sie sind geschult in Methodik und Didaktik.

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