Bildung kompakt

Akademische Weiterbildung für Kitas

Bachelorstudium Bildung und Erziehung, Integration und Lerntherapie

Die gegenwärtige Professionalisierung in Kindertageseinrichtungen beruht auf gestiegenen Anforderungen an Bildung, Erziehung und Betreuung: Die Kita gewinnt als Bildungsort immer mehr an Bedeutung. Junge Fachschulabsolventen wie auch gestandene Erzieher suchen nach Weiterbildungsmöglichkeiten, um fit im Beruf zu bleiben, Verbesserungspotentiale auszuschöpfen oder auch um Führungsfunktionen zu übernehmen. Das Steinbeis-Transfer-Institut Akademie für öffentliche Verwaltung und Recht der Steinbeis- Hochschule Berlin bietet dieser Zielgruppe den berufsintegrierten Bachelorstudiengang mit dem Schwerpunkt Bildung und Erziehung, Integration und Lerntherapie im Kindes- und Jugendalter an.

Der 36-monatige Bachelorstudiengang wurde gemeinsam mit Fachschulen zur Ausbildung von Erziehern und dem Ministerium für Jugend, Bildung und Sport des Landes Brandenburg entwickelt. Durch die Anrechnung der Fachschulausbildung kann das Studium um bis zu ein Jahr verkürzt werden. Die Zulassung ist auch ohne Abitur möglich.

Das Studium soll nicht nur zur Steigerung der Qualität in den Einrichtungen beitragen, sondern auch die Anerkennung der Berufe in der Gesellschaft weiter vorantreiben. Professor Dr. Bärbel Held, wissenschaftliche Leiterin der Akademie für öffentliche Verwaltung und Recht, meint dazu: „Mit diesen Bachelorstudiengängen für Erzieher kommt dieser Berufsgruppe endlich ein angemessener Stellenwert zu – die Gleichstellung mit Lehrern und Sozialpädagogen.“ Wissenschaftliche Weiterbildung soll dazu beitragen, bei den Studierenden im Beruf bewusstes, reflektiertes und fachlich begründetes Handeln zu unterstützen. Innerhalb der Studiengruppe und mit den Lehrkräften findet ein anregender inhaltlicher Austausch statt. Der Bachelorabschluss ermöglicht erweiterte berufliche Perspektiven.

Das Studium vermittelt fundiertes Fachwissen und schließt mit dem akademischen Grad „Bachelor of Arts“ in der Vertiefungsrichtung Public Education ab. Ein wichtiger Bestandteil ist die Projektarbeit, bei der aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse praxisrelevant umgesetzt werden. So ergibt sich ein direkter Nutzen für den Studierenden und dessen Arbeitgeber. Durch den geringen Präsenzanteil von zwei bis drei Tagen pro Monat ist ein flexibles Studium mit wenig Abwesenheit vom Arbeitsplatz möglich. Im Frühjahr 2015 startet der dritte Jahrgang, für den ab sofort Anmeldungen möglich sind.

„Integrität ist eine Grundhaltung“

11. SIBE Kamingespräch mit Dr. Christine Hohmann- Dennhardt

Anfang Juni kamen rund vierzig Studierende und Absolventen der Steinbeis School of International Business and Entrepreneurship (SIBE) der Steinbeis-Hochschule Berlin in den Genuss eines besonderen Abends: Die School hatte zum 11. SIBE Kamingespräch mit Dr. Christine Hohmann-Dennhardt geladen, die seit 2011 im Vorstand der Daimler AG das Ressort für Integrität und Recht leitet.

Christine Hohmann-Dennhardt erzählte während des Abends von den veränderten Anforderungen, die ihr Wechsel vom Bundesverfassungsgericht in den Konzernvorstand mit sich brachte, und gab Einblicke in die Aufgaben ihres Ressorts. Als größte Herausforderung bezeichnete sie, zunächst einmal konzernweit die Akzeptanz ihrer Funktion und der Aufgabe des neugeschaffenen Vorstandsressorts voranzutreiben. Dies sei ihr nicht zuletzt dadurch gelungen, dass sie mit vielen Leuten auf allen Ebenen geredet habe und sich vieles erklären ließ. Heute zeichnet sich die Arbeit des Ressorts Integrität und Recht durch eine breite Dialog- Kultur aus. Die Entwicklung der unternehmensinternen Compliance- Richtlinie wurde durch weltweite Dialoggruppen gestützt. Auch bei anderen Themen werden die Mitarbeiter weltweit mit in die Diskussion einbezogen, um so möglichst alle Beschäftigten in diesem Wertewandel mitzunehmen.

Die Frage, ob Integrität und unternehmerische Verantwortung Bestandteil des Lehrplans einer Business School sein sollten, beantwortete Christine Hohmann-Dennhardt mit einem klaren „Ja, aber“. Selbstverständlich müsse eine Business School wie die SIBE, die den Anspruch hat, unternehmerisches Engagement zu schaffen, diese Themen aufnehmen. Allerdings dürfe Integrität nicht als zusätzliche Lerneinheit gesehen werden: „Ich lerne das und das und das – und dann muss ich auch noch Integrität lernen. … Nein! Das muss am Anfang stehen“, erklärte sie. Und das war auch die zentrale Botschaft des Abends: Dass unternehmerische Verantwortung, Integrität und eine wertebasierte Unternehmensführung nichts ist, was man an guten Tagen „eben auch noch“ macht und in den schlechten wieder fallen lässt, sondern dass es vielmehr eine unternehmerische Grundhaltung ist, die allen unternehmerischen Entscheidungen und Handlungen als Leitlinie gilt.

SHB-Juniorberater unterwegs im fernen Japan

Studenten setzen Projekte mit japanischen Unternehmen um

Um sich für den Einsatz auf internationaler Ebene zu qualifizieren, verbrachten die Masterstudenten der School of Management and Technology der Steinbeis-Hochschule Berlin ereignisreiche Tage im fernen Japan. Im Vordergrund des Auslandsaufenthaltes stand die Bearbeitung realer Praxisprojekte für japanische mittelständische Unternehmen.

In enger Zusammenarbeit zwischen Steinbeis Japan, TAMA (Technology Advanced Metropolitan Area Association) und der School of Management and Technology werden japanische KMU durch den konkreten Transfer im Rahmen des Projekt-Kompetenz-Studiums unterstützt. Das Hauptaugenmerk der Projekte liegt auf der Internationalisierung der japanischen Unternehmen und deren Unabhängigkeit als KMU. Aufgrund des hohen Praxisbezuges des Projekt-Kompetenz-Studiums, durch den ein messbarer Transfer von Theorie in die Praxis erreicht wird, arbeitet TAMA bereits seit einigen Jahren erfolgreich mit der School of Management and Technology zusammen.

Im Rahmen dieser Zusammenarbeit durften nun zum wiederholten Male die Masterstudenten der School of Management and Technology ihr Können in der Praxis unter Beweis stellen: Für die vier Unternehmen Cosmotec, Kyosai Technos, Onizuka Glass und Metrol hatten die Studenten als Juniorberater jeweils eine Aufgabenstellung aus der Praxis zu bearbeiten. Japan stellt dabei sicherlich eine besondere Herausforderung dar: Neben der konkreten Aufgabe haben die Studenten vor allem interkulturelle Unterschiede im geschäftlichen als auch im sozialen Umfeld zu berücksichtigen.

Vor der Abreise wurden aus den 64 Studenten acht Beraterteams zusammengestellt, die jeweils einem der vier Unternehmen zugewiesen wurden. Unterstützt wurden die Beraterteams von mehr als 24 Studenten sowie Post-Docs der japanischen Partnerhochschule Tokyo University of Agriculture and Technology (TUAT). Jedes Team erhielt bereits in Deutschland eine kurze Aufgabenbeschreibung seines Unternehmens mit den wichtigsten Angaben zur Problemstellung. Die Juniorberater nahmen Kontakt zu den ausländischen Unternehmen auf, um erste Fragen zu klären und ausreichend Informationen für die Bearbeitung der Aufgabe einzuholen. Vor Ort wurden dann die Partnerunternehmen besucht. In ausführlichen Diskussionen mit dem Management und Mitarbeitern des Unternehmens wurden anschließend die Beratungsaufträge detailliert, die es zu bearbeiten galt. Die Ausarbeitung erfolgte vor Ort mit Unterstützung der japanischen Kollegen.

Den wohl spannendsten Meilenstein stellte die finale Präsentation der Ergebnisse vor Vertretern des Managements dar, in der die Teams ihre Ideen und Lösungen vorstellten und mit den japanischen Unternehmen diskutierten. Die Beratungsergebnisse liefern klare Handlungsempfehlungen, die von den Unternehmen in Eigenregie oder mit Unterstützung von Steinbeis weiter verfolgt werden können. Neben vielen Erfahrungen in der Arbeit mit einem ausländischen Unternehmen konnten die Studenten zusätzlich einen Einblick in die japanische Geschäftskultur, deren Werte und Traditionen erlangen, um somit auch auf interkultureller Ebene ausgebildet zu werden.

Zertifikatslehrgang Betrieblicher Gesundheitsmanager (SHB)

Betriebliches Gesundheitsmanagement als Schlüsselfaktor

Unter dem Einfluss des demografischen Wandels und der steigenden Dynamik der Arbeitsprozesse sind verstärkt gesundheitsorientierte Maßnahmen zur effektiven Sicherung der Produktivität und Gesundheit der Mitarbeiter nötig. Das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) spielt für Unternehmen und Organisationen, die ihre Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig stärken wollen, eine zentrale Rolle. Die Steinbeis Business Academy der Steinbeis-Hochschule Berlin hat für Führungskräfte und Mitarbeiter, die an der betrieblichen Gesundheitsförderung mitwirken, den Zertifikatslehrgang Betrieblicher Gesundheitsmanager entwickelt.

Die praxisorientierte Weiterbildungsmöglichkeit vermittelt den Teilnehmern in fünf 3-tägigen Präsenzmodulen grundlegende Kenntnisse des BGM, wozu beispielsweise Themen wie die rechtlichen Rahmenbedingungen, Gesundheitsmotivation sowie Entwicklungstrends und Erfolgsfaktoren im BGM zählen. Darüber hinaus werden Methoden und Tools wie Moderations- und Präsentationstechniken oder Instrumente zur Qualitätssicherung in praktischen Übungen und Fallstudien trainiert.

Die Teilnehmer haben während des Lehrgangs die Möglichkeit, unter Anwendung der Modulinhalte ein praxisbezogenes Projekt aus dem eigenen Unternehmenskontext zu planen und durchzuführen. Durch die Entwicklung von Kompetenzen in den Bereichen der Gesprächsführung, des Konfliktmanagements und des Führungsverhaltens qualifizieren sich die Teilnehmer für die professionelle Mitgestaltung des Gesundheitsmanagements.

Kontakt

Katja Oloff
Steinbeis Business Academy der Steinbeis-Hochschule Berlin (Berlin/Gernsbach)
katja.oloff@stw.de

Innovative Konzepte und neueste Technik

Das medizinische Simulationszentrum der Steinbeis- Hochschule Berlin in Essen

Ein lautes Alarmsignal durchdringt die Intensivstation. Das anwesende Behandlungsteam identifiziert die akustische Warnung als Sauerstoffmangelwarnung und stellt fest, dass die zentrale Sauerstoffversorgung des Krankenhauses ausgefallen ist. Um Schäden von den lebensbedrohlich erkrankten Patienten abzuwehren, ist zügiges, koordiniertes und professionelles Handeln des ganzen Teams notwendig. Eine solch gravierende Betriebsstörung kommt in der täglichen Praxis glücklicherweise selten vor. Im Ernstfall hängt aber von einem kompetenten Handeln des behandelnden und versorgenden Teams das Leben der Patienten ab. Das Verhalten bei Betriebsstörungen lässt sich in der täglichen Praxis eines Krankenhauses nur sehr bedingt einüben. Das Steinbeis-Transfer-Institut Public Health and Healthcare NRW der Steinbeis-Hochschule Berlin hat im Juni in Essen ein Simulationszentrum eröffnet, um solche Notfallsituationen zu simulieren.

Ein wesentlicher Bestandteil der Schulungen ist, die Teams in einer kritischen Auseinandersetzung mit ihrem eigenen Handeln zu unterstützen. Dazu ist im Simulationszentrum ein umfangreiches Kamerasystem installiert, das dabei helfen soll, das Handeln jedes Einzelnen und des gesamten Teams nach der Simulationsübung zu reflektieren. Das Konzept des Simulationszentrums stellt unterschiedliche Szenarien an Patientensimulatoren dar. Neben der Notaufnahmeabteilung mit Schockraum, einem Narkoseeinleitungsraum und einem Operationsbereich gibt es eine vollausgestattete Intensivstation, einen Rehabilitationsbereich und eine außerklinische Intensivpflegeeinheit. Alle Bereiche sind mit modernster Medizintechnik ausgerüstet. Im Außenbereich des Steinbeis- Transfer-Instituts können außerdem Rettungsdiensteinsätze simuliert werden, die ebenfalls aufgezeichnet und analysiert werden können.

Zentrales Element bei allen Übungen ist die Teamentwicklung, das Versorgungsmanagement und das Schnittstellenmanagement bei Szenarien, an denen unterschiedliche berufliche Professionen des Gesundheitswesens beteiligt werden. Um diesen Professionen gerecht werden zu können, bestehen verschiedene Kooperationen beispielsweise mit der Landesschule des Landesverbands Nordrhein in NRW des Deutschen Roten Kreuzes, Krankenhäusern, Schulen für Gesundheits- und Krankenpflege, Altenpflegefachseminaren und Physiotherapeuten-Schulen.

Mit der Eröffnung des Simulationszentrums wurde ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung des Steinbeis-Hochschulstandortes in Essen- Kupferdreh gelegt. Der Standort ist unmittelbar am Baldeneysee gelegen und entwickelt sich unter Beteiligung des Steinbeis-Transfer-Instituts Public-Health and Healthcare NRW zu einem Wissenschaftspark.

Nur noch wenige Tropfen Blut nötig

Auszeichnung für SHB-Absolvent

Bei einem Krankenhausaufenthalt sind Blutuntersuchungen für nahezu jeden Patienten notwendige Routine. Um die Blutprobe für die Untersuchung aufzubereiten, braucht man eine größere Menge, als für die eigentliche Analyse nötig wäre. Gerade wenn Patienten mit Herz-Lungen-Versagen für Tage bis Wochen eine mobile Herz- Lungen-Maschine benötigen, entstehen durch die Blutabnahme deutliche Blutverluste. Wie sich das vermeiden lässt, hat der SHBAbsolvent Rene Weimer bei seiner wissenschaftlichen Abschlussarbeit in der Kardiotechnik am Universitätsklinikum in Gießen (UKGM) erfolgreich untersucht.

Rene Weimer absolvierte seine Ausbildung zum Kardiotechniker an der Akademie für Kardiotechnik am Deutschen Herzzentrum Berlin. Während seiner Tätigkeit als Kardiotechniker am UKGM absolvierte er sein Projekt-Kompetenz-Studium zum B.Sc. Cardiovascular Perfusion an der Steinbeis-Hochschule Berlin und nutzte die Praxisphasen am UKGM für seine wissenschaftliche Untersuchung. Mit einer Kombination aus halbdurchlässigen Filtermembranen aus der Dialysetechnik und miniaturisierter Kathetertechnologie kann die Blutentnahme in Herz-Lungen- Maschinen deutlich reduziert werden. Nur noch wenige Tropfen Blut sind dabei für die spätere Analyse nötig.

Gemeinsam mit seinem Studien-Betreuer und Leiter der Gießener Abteilung Kardiotechnik, Johannes Gehron, hat Rene Weimer dieses Thema in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift „Kardiotechnik“ veröffentlicht und erhielt dafür den Terumo-Kardiotechnik-Förderpreis. Der Förderpreis zeichnet jährlich wissenschaftliche Erstarbeiten und Veröffentlichungen aus den Bereichen Kardiotechnik und extrakorporale Zirkulation aus.

Das Gießener Uniklinikum unterstützt aktuell mehrere Studenten der Steinbeis-Hochschule Berlin, die ihre wissenschaftlichen Untersuchungen am UKGM vornehmen.

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