Netzwerkveranstaltung | Ressourcen in der Digitalisierung - Von der Ressourcenknappheit zur Ressourcenrevolution?

Die Digitalisierung verändert unseren Umgang mit Ressourcen: wie wir sie beschaffen, effizient nutzen und auf ganz neue Art und Weise einsetzen. Das umfasst klassische Ressourcen wie Rohstoffe oder Energie aber auch Fachkräfte, Netzwerke und Communities – Potenziale, die immer mehr an Bedeutung gewinnen und unsere Gesellschaft prägen.

Ein Team aus erfahrenen Steinbeis-Expertinnen stellt diese Thematik in den Fokus der Netzwerkveranstaltung „Ressourcen in der Digitalisierung – von der Ressourcenknappheit zur Ressourcenrevolution?“ am 12. März 2020 ab 13 Uhr im Hospitalhof Stuttgart.

Die Veranstaltung will den fachlichen Austausch ermöglichen und den bereits mit der Veranstaltung "DaSi: Die andere Sicht" 2017 verfolgten umfassenden Ansatz eines chancenorientierten Diskurs auf einer interaktiven themenübergreifenden Plattform weiterführen. In Workshops und Keynotes werden Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung beleuchtet.  Dabei werden drei wesentliche Blickwinkel auf der offenen und interaktiven Plattform in den Mittelpunkt gestellt: Rohstoffe, Techniken und Menschen. Von digitalen Rechenmodellen für eine höhere Effizienz, über die fortschreitende Vernetzung und optimierte Verarbeitungs- und Entsorgungsprozesse in der Produktion bis hin zum digitalen Arbeitsplatz und neuen Führungsherausforderungen verändert die Digitalisierung unsere Sicht und Wahrnehmung auf Ressourcen.

Anmeldung

12.03.2020 | Programm

12:30

Come together und Netzwerken

13:00

Willkommen!

Keynote

Dr. Katrin Suder (Digitalrat der Bundesregierung)

Im Gespräch

Prof. Dr. Michael Auer (Steinbeis) im Dialog mit Dr. Katrin Suder (Digitalrat der Bundesregierung)

14:00

Auftakt der Impulsgeberinnen

14:20

Workshop Session I

Rohstoffe: Nachhaltige Versorgungssysteme und Stoffkreisläufe - Energiewirtschaft und Circular Economy

Die Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz durchdringen nicht nur die privaten und öffentlichen Sphären, sondern werden auch für Unternehmen in den verschiedensten Branchen unumgänglich, die sich bezüglich Energie- und Materialkreisläufen neu aufstellen müssen. Die Digitalisierung verändert klassische Themen der Energiewirtschaft und kann vielfältige positive und nachhaltige Einflüsse auf Umwelt- und Ressourcen verstärken: Durch Anpassungen in der Produktion, Verarbeitung und Entsorgung von Materialien, Produkten und Produktteilen können enorme Kosteneinsparungen erreicht werden und neue nachhaltigere Wertschöpfungen aufgebaut werden. Allein das Wissen um den Wert des eigenen Abfalls birgt neue wirtschaftliche und kreative Ideen für neue Geschäftsmodelle. Entdecken Sie mit uns die Innovationspotenziale in der Kreislauf- und Abfallwirtschaft.

Blitzlicht I: Nadine Speidel (GlobalFlow GmbH)

Blitzlicht II: Dr. Susanne Kadner (acatech)

Blitzlicht III: Janina Kose (EnBW)

Techniken: Neue Wege bei Material und Produktion. Der technologische Paradigmenwechsel im Umgang mit Ressourcen

Digitalisierung eröffnet neue Arten der Gewinnung, Verarbeitung, Nutzung und Entsorgung von Stoffen. Hybride Konstruktionen und digitale Prozessoptimierungen führen in neuen Kombinationen zu neuen Geschäftsmodellen und ermöglichen Ressourcenoptimierungen. Gerade auch aus der interdisziplinären Verknüpfung neuer Technologien mit natürlichen und erneuerbaren Ressourcen lassen sich zukunftsweisende Potenziale gewinnen.
Neue technologische Entwicklungen wie beispielsweise der 3D-Druck führen in einen Paradigmenwechsel in der industriellen Fertigung und beim Einsatz bestimmter Ressourcen und Materialien. Beispiele für diese neu gewonnenen Perspektiven finden wir branchenübergreifend inzwischen auf dem Markt. Wir betrachten in dem Workshop ganz neue Formen, Einsatzmöglichkeiten und ressourcenschonenden Fertigung.

Blitzlicht I: Alina Schick (Visioverdis)

Blitzlicht II: Katja Schlichting (Q.big 3D GmbH)

Menschen: Netzwerke und Communities. Digitale Innovations-Ökosysteme mit Mehrwert

Interne und externe Netzwerke werden oft zu den wichtigsten Ressourcen eines Unternehmens und seiner Mitarbeiter, beispielsweise im Wissens- und Informationsmanagement, in den Prozessketten: Die Digitalisierung ermöglicht und vereinfacht die Bildung neuer innovativer Ökosysteme, die eine enorme Vielfalt an Ressourcen humaner, sozialer, wirtschaftlicher, finanzieller oder auch technologischer Art bieten. Wir betrachten neben dem integrativen Ansatz in der Synergie von Kompetenzen und Expertisen, Kontakten und Kommunikationskanälen, neben den Schnittstellen aus verschiedenen Arten von Ressourcen auch das Wohlbefinden und die Motivation in der wellbeing economy, wo nicht nur die monetäre Sicht und Kennzahlen zählen.

Blitzlicht I: Cornelia Röper (mitunsleben GmbH)

Blitzlicht II: Dr.-Ing. Petra Püchner (Europabeauftragte der Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg)

15:55

Coffee Break

16:30

Workshop Session II

Rohstoffe: Nachhaltigkeit smart verfolgt

Durch die Digitalisierung rückt die Nachhaltigkeit im Umgang mit der Beschaffung und Nutzung von Ressourcen stärker in den Fokus. Neue Technologien haben das Potenzial, die Nachhaltigkeit bestehender Produkte und Prozesse zu verbessern. Blockchain, als dezentral genutzte Datenbanktechnologie, ermöglicht eine sehr viel höhere Transparenz bezüglich der gesamten Wertschöpfungskette, in dem sie Verbraucher und Lieferant direkt miteinander verknüpft. Virtuelle Abbilder ermöglichen es, die Entstehung klimaschädlicher Gase bei Produktionsprozessen und Lieferketten schneller zu erfassen. Anhand der gesammelten Daten können Maßnahmen zur Emissionsreduktion effizienter und zielgerichteter bewertet werden. Wir zeigen, wie Sie als Verbraucher eine souveräne Rolle einnehmen können, was heute bereits funktioniert und was die Zukunft bringen wird.

Blitzlicht I: Delia Hallberg (Moysies & Partner)

Blitzlicht II: Hannah Helmke (right. based on science)

Techniken: Urbane Systeme. Digital und Innovativ: Stadtentwicklung mit Blick in die Zukunft

Die Digitalisierung kann auf individueller Ebene starke Auswirkungen haben, ist aber heute auch schon für große Veränderungen auf der kollektiven und kollaborativen Stadtebene verantwortlich. Viele Städte streben nach einer nachhaltigen und integrierten Stadtentwicklung, in den Bereichen Verkehr, Wirtschaft, Energie, Smart Home u.a. Reduzierter Verbrauch von Material und Energie auf der einen Seite, Erhöhung der Lebensqualität auf der anderen Seite sind Leitplanken einer zukunftsfähigen Stadtgestaltung. In diesem Workshop beleuchten wir die Zukunftsszenarien in urbanen Systemen.

Blitzlicht I: Marianne Reeb (Daimler AG)

Blitzlicht II: Dr. Christine Lemaitre (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen)

Menschen: Beidhändige Führung

Erfolgreiche Unternehmensführung in Zeiten des Wandels erfordert unterschiedliche Strategien für unterschiedliche Ziele. Zum einen muss der Bestand gesichert werden, idealerweise der Umsatz auch erhöht werden indem die aktuell erfolgreichen Strategien fortgeführt und weiterentwickelt werden. Zum anderen sind Führungskräfte gefordert, disruptive und innovative Veränderungen voranzutreiben.

Oft erleben Führungskräfte die Digitalisierung als Kontrastprogramm zwischen Schulungen zu Leadership und Change-Management und dem realen Tagesgeschäft, dem konkreten Kunden- und Projektdruck, mit dem Mitarbeiter und Führungskräfte konfrontiert sind. Welche Strategien gibt es, um mit diesem Spagat erfolgreich umzugehen und die Mitarbeiter in der Veränderung mitzunehmen?

Blitzlicht I: Insa Klasing (TheNextWe)

Blitzlicht II: Anja Herter (GLS)

18:00

Auf einen Blick

Conclusio des Tages

ab 18:30

Get together und Netzwerkabend

Netzwerken und spannende Gespräche bei einem Imbiss

(Stand 12/2019, Änderungen vorbehalten)

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