Zukunft Gesundheit – Medizin, Mensch, Technologie

Welchen Einfluss hat Technologie* auf unsere Gesundheit? Wie wird sich unsere medizinische Versorgung in Zukunft verändern? Werden wir im Alter von Robotern zu Hause unterstützt? Wird es möglich sein, mit dem 3D-Drucker künstliche Organe und Implantate herzustellen? Antworten auf diese Fragen und mehr erfahrt ihr online während unserer #techourfuture-Wochen vom 26. Juni bis zum 17. Juli 2020.

In Kooperation mit der Hochschule Pforzheim zeigen wir euch in virtuellen Hörsälen unter dem Motto „Zukunft Gesundheit – Medizin, Mensch, Technologie“, welche Entwicklungen und Anwendungen im Bereich Gesundheit in Zukunft möglich sein werden und wie diese funktionieren.

Im Rahmen von virtuellen Technologie*-Touren präsentieren wir euch ein breites Spektrum an Einsatzmöglichkeiten von Technologie* im Bereich Gesundheit und Medizin. In drei Tracks – Gesund vernetzt, OP 4.0 und Gesundheit im Alltag – könnt ihr an verschiedenen Tech-Stops zusammen mit führenden Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft brandaktuelle und zukünftige Technologien virtuell kennenlernen, erleben sowie deren Potenziale und Risiken live diskutieren.

Das Programm und die Anmeldung für die #techourfuture-Wochen findet ihr demnächst auf dieser Seite.

Nach erfolgreicher Anmeldung erhaltet ihr einen Link mit den Zugangsdaten für die Online-Veranstaltung. Etwa eine Woche vor dem Event bekommt ihr außerdem „reale“ Post von uns mit Diskussionsimpulsen und #techourfuture Gimmicks. Eure Fragen, Visionen und Anregungen könnt ihr während der #techourfuture-Wochen unter dem Hashtag #techourfuture auf unserer geplanten Online Social Wall mit uns teilen.

Jeweils vor und nach eurer Teilnahme an der Online-Veranstaltung möchten wir euch herzlich bitten, an unserer Befragung zum Thema Zukunftstechnologien teilzunehmen. Den Link zur Umfrage senden wir euch zu.

Programm

Das Programm für die #techourfuture-Wochen findet ihr demnächst hier.

Tracks

Track A | Gesund vernetzt

Track Chair: Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. Norbert Höptner | Research Fellow Ferdinand-Steinbeis-Institut

Tech-Stop 1: Internet der Dinge – von Fitnessuhren bis Herzschrittmacher

Mit sogenannten Wearables, wie Armbändern oder Smartwatches, können Träger die eigenen Vitaldaten messen, um die eigene Gesundheit zu überwachen. Doch auch klassische Medizinprodukte, wie Hörgeräte oder Herzschrittmacher, fallen unter diese Definition. Die Vernetzung dieser Produkte geschieht über das Internet der Dinge, welches zunehmend im Zusammenhang mit dem Thema 5G-Netz in der Bevölkerung diskutiert wird. Fragen wirft auch das im November 2019 vom Bundestag verabschiedete Digitale-Versorgung-Gesetz auf. Ziel des Gesetzes ist es, das deutsche Gesundheitswesen digitaler und innovativer zu machen und u.a. Gesundheits-Apps auf Rezept zu verschreiben. Professor Seifert erläutert die technologischen Prinzipien, die ethische Problematik sowie Chancen für Deutschland und den Patienten, die sich daraus ergeben.

Prof. Dr. Sascha Seifert | Professor für Medizinische Informatik und Bioinformatik an der Hochschule Pforzheim

Tech-Stop 2: Künstliche Intelligenz in der Diagnostik

Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz unterstützen Ärzte zunehmend bei Therapieentscheidungen. Inwiefern sich selbstlernende Diagnoseassistenzsysteme insbesondere im Bereich der Onkologie bereits als wichtige Helfer im ärztlichen Alltag etabliert haben, erfahrt ihr am Tech-Stop "Künstliche Intelligenz in der Diagnostik". Professor Preckel erläutert die heterogene Beschaffenheit von Tumoren und wie neue Technologien dabei helfen können, über optische Auswertungsverfahren schneller verschiedene Therapiemöglichkeiten abzuwägen und eine individuelle Behandlung der Patienten einzuleiten.
Professor Seifert erklärt, wie die Technologie hinter Künstlichen Intelligenz funktioniert, wie die automatisierte Auswertung von Gewebeschnitten funktioniert, nach welchen Kriterien die Diagnoseassistenzsysteme vorgehen und welche weiteren Möglichkeiten sich daraus in der Zukunft ergeben können.

Prof. Dr. Tobias Preckel | Professor für Medizintechnik an der Hochschule Pforzheim
Prof. Dr. Sascha Seifert | Professor für Medizinische Informatik und Bioinformatik an der Hochschule Pforzheim

Track B | OP 4.0

Track Chair: Simon Hiller | Research Assistant Ferdinand-Steinbeis-Institut

Tech-Stop 3: Roboter im OP

 
Tech-Stop 4: 3D-Druck von Organen

Track C | Gesundheit im Alltag

Track Chair: Stefan Lob | Systemischer Coach, Praxis für Führung - X.0 GmbH

Digital Black Forest

Wie sieht die Gesundheitsversorgung der Zukunft in ländlichen Regionen aus? Welche Anforderungen und Anliegen gibt es in der Bevölkerung? Dr. Matthias Proske und Professor Joachim Fischer berichten aus dem Bürgerpartizipationsprojekt „Digital Black Forest“.

Dr. Ing. Matthias Proske | Verbandsdirektor, Regionalverband Nordschwarzwald
Prof. Dr. med. Joachim E. Fischer | MD MScDirector Mannheim Institute of Public Health, Social and Preventive Medicine Universitätsmedizin Mannheim

Tech-Stop 5: Telemedizin

Telemedizin als Sammelbegriff zielt darauf ab, zeitliche und räumliche Distanzen zwischen Arzt und Patient zu überwinden, um die Zugänglichkeit zur medizinischen Versorgung zu erhöhen. In Baden-Württemberg gibt es eine Reihe telemedizinischer Projekte und digitaler Ansätze. Welche Rolle Telemedizin auch für Fachärzte spielt und wie sie eingesetzt werden kann, erklärt der niedergelassene Orthopäde Dr. Thomas Wüst. Praxisbeispiele aus der Allgemeinmedizin stellt die Chirurgin Angelika Walliser vor. Aufgrund ihrer Erfahrungen mit dem docdirekt-Projekt zeigt sie, wie Ärzte bereits heute kostenfrei Diagnosen per App und Telefon erstellen. Hier habt ihr die Möglichkeit mit den #techourfuture Experten darüber zu diskutieren, welche Chancen die Telemedizin für die Zukunft bietet und wo die Grenzen der Anwendung liegen.

Dr. Thomas Wüst | Orthopädische Privatpraxis in Ludwigsburg
Angelika Walliser | Allgemeinmedizinerin, Chirurgin & Leiterin der Notfallpraxis Reutlingen

Tech-Stop 6: Roboter in der Pflege

Der Mangel an Pflegepersonal in Anbetracht einer älter werdenden Gesellschaft wird vielfach diskutiert. Kann Technologie* bei der häuslichen Pflegeversorgung unterstützen? Matthias Struck stellt aktuelle Konzepte und zukünftige Technologien vor und lädt euch zur Diskussion ein, unter welchen Bedingungen diese aus eurer Sicht zum Einsatz kommen könnten. Auch im Bereich der Gesundheitsversorgung, sowohl im Alter als auch nach einer Behandlung, könnte smarte Sensorik und Robotik in Zukunft den Alltag von Patienten erleichtern. Hier erfahrt ihr, wie die zugrunde liegenden Technologien funktionieren und welche Möglichkeiten sich daraus ergeben.

Dipl.-Inf. Matthias Struck | Fraunhofer Erlangen IIS

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei, Teilnahme ab 16 Jahren. Das Kontingent der Veranstaltung ist begrenzt, eine Auswahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer behalten wir uns daher vor.

Die Veranstaltung wird gefördert vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg und findet in Kooperation mit der Hochschule Pforzheim statt.

Ein wichtiger Bestandteil des #techourfuture-Projektes ist die wissenschaftliche Analyse von Technologieakzeptanz im Land Baden-Württemberg. Das Ferdinand-Steinbeis-Institut begleitet die #techourfuture-Veranstaltungen daher mit einer Reihe wissenschaftlicher Erhebungen. Eine erste empirische Befragung schließt sich an die Anmeldung an. Am Tag der Veranstaltung wird die Umfrage fortgesetzt.

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