Orientierungshilfe für den Buchmarkt

Steinbeis berät bei der Neustrukturierung der SPIEGEL Bestsellerliste

Das eBook hat heute zwar erst einen Marktanteil von zwei Prozent in Deutschland, doch die „digitale Revolution“ hat auch hierzulande begonnen. Verlage suchen nach dem Businessmodell von morgen, denn mit dem elektronischen Buch verändert sich das Selbstverständnis einer ganzen Branche. Schon heute können Verlage und damit auch Autoren nur noch Geld verdienen, wenn ihre Werke weltweit in sehr großen Stückzahlen an den Kunden gebracht werden. Die Fusion großer Verlage ist eine Reaktion auf eine sich abzeichnende Verschiebung der Machtverhältnisse auf dem weltweiten Buchmarkt. Und auch in Deutschland wird es für Verlage immer schwerer ihre Bücher in den Handel und damit an den Kunden zu bringen. Eine der wichtigsten Orientierungshilfen im Überangebot der Titel war und ist für den Leser die SPIEGEL Bestsellerliste. Steinbeis Media Publishing & Management hat das Unternehmen bei der 2012 neu hinzugekommenen Bestsellerliste für Paperbackpublikationen beraten.

Die auf der Basis der Absatzzahlen ermittelte SPIEGEL Bestsellerliste hängt nicht nur in jeder Buchhandlung aus, sondern sie bestimmt auch die Bestückung der Bestsellerregale. Wer es unter die ersten 15 Listenplätze geschafft hat, kann sich des Erfolgs seines Buches ziemlich sicher sein. Neben den Bestsellern als fest gebundenes Buch gab es bisher die Taschenbuchbestsellerliste. Beide Listen waren unterteilt in Sachbuch und Belletristik. Doch in den letzten Jahren schafften es zunehmend mehr Paperbacks auf die Hardcoverliste. Paperbacks sind aus technischer Sicht große Taschenbücher, die am Umschlag zwei zusätzliche Klappteile besitzen. Durch einen in der Regel um rund fünf Euro günstigeren Ladenpreis im Vergleich zum Hardcover und durch ein jüngeres und moderneres Erscheinungsbild wurde das Paperback für viele Verlage zum Erfolgsmodell und die SPIEGEL Hardcoverliste verlor als Orientierungshilfe für den Kunden an Qualität.

Auf Druck des Handels und einiger Verlage kündigte der SPIEGEL eine Überarbeitung seiner Listen an. Welche Kriterien die Verlage erfüllen müssen, um in Zukunft auf diese Liste zu kommen, war lange im Unklaren, genauso was mit den Paperbacks passieren sollte. Vor allem bei unbekannten Autoren und bei einer jungen Zielgruppe ist das Paperback eine beliebte Buchform, doch die Verkaufszahlen im Taschenbuchbereich sind so hoch, dass neue Autoren mit Paperbacks auf dieser Bestsellerliste kaum Chancen haben. Das Ergebnis eines mehrtägigen Workshops mit der Steinbeis Media Publishing & Management als neutralem Organ und Know-how-Träger, war die neue dritte Paperbackliste. Die Kriterien aller drei Listen wurden aus Sicht des Lesers neu definiert, so dass dieser die Unterschiede zwischen den neuen Buchformen erkennen und damit wertschätzen kann. Auf der Hardcover- und der Paperbackliste sind nur noch deutsche Erstausgaben, die die neu definierten Kriterien erfüllen. „Wenn es dem Handel nun noch gelingt die Paperbackliste adäquat zu präsentieren, ist die Chance groß, ein neues Verwertungsformat erfolgreich umzusetzen, das sich durch seine Lesefreundlichkeit noch einmal deutlich vom Taschenbuch und vor allem eBook unterscheidet“, betont Michael Köhnlein, Geschäftsführer der Steinbeis Media Publishing & Management.

Doch was passiert mit den Titeln, die es niemals auf eine Bestsellerliste schaffen werden? All die Fachbücher und Ratgeber, die spezielles Wissen vermitteln und nur eine kleine Zielgruppe haben. Der Konzentrationsprozess im Handel führt dazu, dass nur noch potenzielle Spitzentitel ins Sortiment genommen werden. Fachbücher werden zunehmend nur noch über den Onlinehändler zu beziehen sein. Aber auch dort sind die abgesetzten Stückzahlen so niedrig und die Handelsmargen so hoch, dass die etablierten Verlage an ihre wirtschaftlichen Grenzen stoßen. Hat das Fachbuch unter einer Auflage von 10.000 Exemplaren noch eine Zukunft? Ja, die hat es – mit neuen Vermarktungskonzepten. Steinbeis Media Publishing & Management ist nicht nur Berater für Medienunternehmen, sondern auch Fachverlag. Es werden gedruckte Bücher und eBooks über die normalen Handelswege angeboten, aber auch neue Vertriebswege gesucht, die es erlauben, einen großen Teil der Auflage ohne Handel an Endkunden zu bringen. Das Konzept ermöglicht Fachautoren über den eigenen Verlag ihr Wissen an Dritte weiter zu geben und dabei nicht unter der kostengetriebenen Maschinerie der traditionellen Verlage leiden zu müssen. Der Name Steinbeis steht als Markenversprechen für Qualität, die bei Steinbeis Media sowohl im Inhalt als auch in der professionellen Abwicklung mit den Autoren sowie der professionellen Vermarktung der Inhalte vorhanden ist.

Das erste Buch der Steinbeis Media erscheint in Kürze. Zusammen mit Autor Stefan Renz wurde für angehende Unternehmer ein Trainingsbuch entwickelt, das nicht die Fragen des Businessplans und der Rechtsform behandelt, sondern die Entwicklung der Unternehmerpersönlichkeit in den Vordergrund stellt und die wesentlichste Frage beantwortet: „Habe ich das Zeug zum Unternehmer?“

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