Aktuell

Stark in Innovation und Qualität

Startschuss für den Kompetenzpreis Baden-Württemberg 2013

Im Mai ist der Kompetenzpreis für Innovation und Qualität Baden- Württemberg 2012 an Dr. Sybill Storz und die Oximatec/Leonhardt Graveurbetriebe verliehen worden. Und kaum haben die Preisträger die Bühne verlassen, wird sie schon für kommende vorbereitet: Im Mai 2013 findet im Rahmen der Messe Control in Stuttgart die nächste Verleihung statt, die Ausschreibung hat begonnen.

Die potentiellen Preisträger durchlaufen ein ausführliches Bewerbungsverfahren. Eingeladen zur Bewerbung sind alle baden-württembergischen Unternehmen, so sie die Voraussetzungen erfüllen. Der Maßstab ist kein geringer, mit dem die Bewerber gemessen werden. Erfindungsreichtum und Unternehmergeist allein genügen nicht. Vielmehr werden mit diesem Preis seit 2008 alljährlich Unternehmen ausgezeichnet, die das Spannungsfeld zwischen Innovation und Qualität beherrschen, dies in die betriebliche Praxis überführt haben und nachweislich herausragende Ergebnisse erbringen. Wer diese Kriterien erfüllt, kann sich ab sofort bewerben und seine Unterlagen einreichen. Einsendeschluss ist der 22. Februar 2013.

Kontakt

Ellen Spieth
TQU Business (Ulm)
su1103@stw.de

Große Förderung für kleine Satelliten

Forschungsstipendium der EU

Eine der höchstdotierten Auszeichnungen der EU geht an den langjährigen Leiter des Steinbeis-Transferzentrums Angewandte Rechnerund Softwaretechnologie (ARS), der nun an der Universität Würzburg forscht: Prof. Dr. Klaus Schilling bekommt ein Forschungsstipendium über 2,5 Millionen Euro, um innovative Techniken für kooperierende Kleinst-Satelliten zu erforschen. Geldgeber ist der Europäische Forschungsrat. Schilling leitete 16 Jahre lang das Steinbeis-Transferzentrum ARS und ist dort heute weiterhin als Projektleiter aktiv.

In der Satellitentechnik zeichnet sich ein Umbruch ab, wie er schon bei den Computern stattgefunden hat: Aus den Großrechnern der 1970er- Jahre wurden bis heute kleine, übers Internet vernetzte Computer. „Ein ähnlicher Paradigmenwechsel wird auch in der Satellitentechnik erwartet – von aktuell üblichen Großsatelliten hin zu vernetzten Systemen aus vielen miteinander kooperierenden Klein-Satelliten“, erläutert Klaus Schilling. Dafür sind moderne Telematikmethoden zu erforschen und einzusetzen.

Mit Kleinsatelliten kennt sich Schillings Team am Institut für Informatik bestens aus: Es hat seit 2005 schon zwei Universität Würzburg Experimentalsatelliten (kurz UWE) in den Orbit gebracht, die nur ein Kilogramm schwer und etwa so groß wie eine Milchtüte sind. Ein dritter dieser UWESatelliten startet Anfang 2013, am vierten arbeiten die Informatiker derzeit. „Jeder einzelne Klein-Satellit für sich ist nur beschränkt leistungsfähig. Aber durch die Zusammenarbeit mehrerer Satelliten kann eine beeindruckende Gesamtleistung zu Stande kommen“, so Schilling. So können beispielsweise Punkte auf der Erdoberfläche aus verschiedenen Blickrichtungen beobachtet und so dreidimensionale Bilder erzeugt werden. Aber auch kostengünstige weltumspannende Telekommunikationsnetze sollen derartige vernetzte Kleinst-Satelliten künftig ermöglichen. Den Weg zu solchen Anwendungen wollen die Würzburger Informatiker in den kommenden fünf Jahren mit ihren Forschungsaktivitäten ebnen. Dazu werden Methoden der Regelungs- und Kommunikations-Technik weiterentwickelt werden. Als Abschluss dieses Forschungsstipendiums ist geplant, die Leistungsfähigkeit dieser innovativen Ansätze weltweit erstmals mit einer „Mini-Flotte“ aus vier Klein-Satelliten im Weltall zu demonstrieren. Die Satelliten sollen mit fortgeschrittenen Kontrolltechniken in einer Formation gehalten werden, damit ein optimaler Informationsfluss in dem Netzwerk aus Satelliten und Bodenstationen ermöglicht wird.

Finanziell gefördert werden Schillings Forschungspläne mit einem „ERC Advanced Grant“. Mit diesem Förderinstrument unterstützt der Europäische Forschungsrat Wissenschaftler aus allen Fachrichtungen, die auf ihrem Gebiet weltweit führend sind und die bahnbrechende, zukunftsweisende Projekte in Europa realisieren wollen.

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