Aktiv gegen Stress

Die Anforderungen der Zeit meistern

Stress gilt als Krankmacher Nr. 1. Zahlreiche aktuelle wissenschaftliche Studien belegen, dass psychische Belastungen am Arbeitsplatz europaweit zunehmen. So stuft die Weltgesundheitsorganisation Stress als eine der größten Gefahren für das menschliche Wohlergehen im 21. Jahrhundert ein. EU-weite Studien weisen darauf hin, dass etwa die Hälfte der Fehltage am Arbeitsplatz auf zu großen Stress zurückzuführen sei. Verfolgt man die mediale Berichterstattung der letzten Wochen, so drohen Depressionen und Angsterkrankungen zu Volkskrankheiten zu werden.

Auch der DAK Gesundheitsreport 2011 alarmiert: „[...] die Fehlzeiten aufgrund von Krankheiten wie Depression, Burnout, Belastungs- oder Anpassungsstörungen nahmen innerhalb eines Jahres um 13,5% zu. 2010 waren über 12% des Krankenstandes auf psychische Leiden zurückzuführen, fast doppelt so viel wie vor zwölf Jahren. Die kranke Seele steht damit an vierter Stelle der Gründe für eine Krankschreibung“. Die Folgen kommen Unternehmen und Gesellschaft teuer zu stehen: Kosten von fast 45 Milliarden Euro entstehen in Deutschland jährlich durch Minderleistung, Fehlzeiten und krankheitsbedingte Frühberentung. Laut einer Untersuchung der von AOK, BKK und HVBG getragenen Initiative „Gesundheit & Arbeit“ könnte durch die Reduzierung der körperlichen und seelischen Belastungen am Arbeitsplatz, also durch ein aktives betriebliches Gesundheitsmanagement, rund ein Drittel der so entstehenden Kosten eingespart werden.

Der demografische Wandel stellt für die deutsche Wirtschaft generell und für den Mittelstand im Besonderen eine der größten Herausforderungen dar. Denn 71% der deutschen Arbeitnehmer sind in mittelständischen Betrieben beschäftigt, 49% der Bruttowertschöpfung in Deutschland entsteht in mittelständischen Unternehmen. Der Mittelstand muss daher ein besonders starkes Eigeninteresse entwickeln, ältere Arbeitnehmer gesund, aktiv und produktiv im Unternehmen zu halten, um Know-how und Wertschöpfung langfristig zu sichern. Vor diesem Hintergrund sind Unternehmen, die künftig im Wettbewerb bestehen wollen, gut beraten, Gesundheitskompetenz, Beschäftigungsfähigkeit und Motivation ihrer Mitarbeiter zu fördern.

Das Steinbeis-Transfer-Institut Institut für Stressmanagement und ganzheitliche Gesundheitsprävention der Steinbeis- Hochschule Berlin mit Sitz in Radolfzell am Bodensee richtet sich an Unternehmen und Führungskräfte, die für ein professionelles und nachhaltiges Gesundheitsmanagement Sorge tragen und zu Erhalt und Verbesserung der Gesundheit ihrer Mitarbeiter beitragen wollen. Es wendet sich aber auch an Menschen, die Wege suchen, ihre Leistungsfähigkeit und ihr seelisches Gleichgewicht zu verbessern, und wieder ein positives Lebensgefühl erfahren wollen. Das Institut hat sich der gesundheitlichen Stress- und Burnout-Prävention des Einzelnen und des Unternehmensmitarbeiters verpflichtet und baut auf einer seit vielen Jahren bewährten ganzheitlichen Methode auf. Im Vordergrund steht die Vermittlung von „Werkzeugen zur Selbsthilfe“ für den (beruflichen) Alltag. Die bisherigen Erfahrungen haben belegt, dass Prävention psychische Krankheiten verhindert oder deren negative Auswirkungen verringern kann.

In den angebotenen Seminaren lernen die Teilnehmer ihre persönlichen Stressoren und die ihres Berufslebens zu erkennen und zu verändern, die Selbstwahrnehmung wird verbessert. Neue Wege und Strategien werden individuell mit dem Ziel erarbeitet, die innere Balance zu erlangen und zu festigen, um somit Lebensqualität und Leistungsfähigkeit wieder herzustellen. Somit lernt man auch, proaktiv dem schleichenden Prozess eines fortschreitenden Energieverlustes auf körperlicher, emotionaler und geistiger Ebene (Burnout) entgegenzuwirken.

Bestehende gesetzliche Förderungsmaßnahmen für Unternehmen belegen, welche Bedeutung der Gesundheitsvorsorge inzwischen eingeräumt wird. So können Unternehmen die Kosten für Gesundheitsreisen ihrer Mitarbeiter in der Regel steuerlich geltend machen. Maßnahmen zur Gesundheitsförderung durch den Arbeitgeber für den Arbeitnehmer sind steuer- und sozialversicherungsfrei, wenn sie zur Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustandes und der betrieblichen Gesundheitsförderung dienen und 500 Euro je Arbeitnehmer im Kalenderjahr nicht überschreiten.

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