"Durch die Trainings fühle ich mich deutlich besser gerüstet!"

TRANSFER im Gespräch mit Martina Siefert, Teilnehmerin eines Steinbeis-Trainings

Marktorientierte Forschung und Entwicklung haben eine zentrale Stellung in der Unternehmensstrategie der Herrenknecht AG in Schwanau. Dass Unternehmen dabei heute über Landesgrenzen hinaus sehen müssen, ist für den Tunnelbauer Herrenknecht selbstverständlich: seit 2005 ist das Unternehmen beispielsweise am europäischen Forschungsprojekt „Tunconstruct“ beteiligt, in dem 42 Partner aus elf EU-Ländern alle Aspekte des modernen Tunnel- und Kavernenbaus untersuchen. Doch EU-Projekte sind häufig administrativ eine Herausforderung. Martina Siefert verantwortet bei Herrenknecht die Bereiche Datenanalyse und Patentrecherchen und besuchte die Trainings des Steinbeis-Europa-Zentrums zu Antragstellung und Projektkoordination. TRANSFER sprach mit ihr über ihre Erfahrungen.

Frau Siefert, hatten Sie vor den Trainings bereits Erfahrungen in der Antragstellung bei der Europäischen Kommission?

Im vergangenen Jahr haben wir als Unterstützung einer unserer europäischen Tochtergesellschaften bei einer Antragstellung erfolgreich mitgewirkt. Eine Antragstellung im Siebten Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Kommission ist in Vorbereitung.

Mit welchen Herausforderungen oder Schwierigkeiten sahen Sie sich dabei konfrontiert?

Wir waren vor allem damit konfrontiert, eine genaue Planung zu machen: Die Antragsvorgaben mussten eingehalten werden, die Abstimmungen mit allen Projektbeteiligten erfordern einigen zeitlichen Aufwand, gleichzeitig sind aber Abgabefristen einzuhalten. Die Koordination eines solchen großen Projekts erfordert zumindest anfangs ein wenig Übung.

Was war Ihre Motivation, an den Trainings des Steinbeis-Europa-Zentrums teilzunehmen?

Wenn man sich entschieden hat, einen Antrag bei der EU einzureichen, stellt man fest, dass es nicht einfach ist, sich im Dschungel der Bestimmungen und Formulare zurecht zu finden. Hinzu kommt die eigentliche inhaltliche Arbeit am Forschungsprojekt. Fehlendes Wissen über Anforderungen bei der Antragstellung oder inhaltliche Kriterien können möglicherweise die Bewertung des Antrags negativ beeinflussen. Mit den Trainings wollten wir dem schon im Vorhinein entgegenwirken.

Konnten Sie die Erfahrungen aus den Trainings denn bereits in Ihrem beruflichen Alltag nutzen?

Durch die Trainings fühle ich mich deutlich besser gerüstet, die Vorbereitungen zur Antragstellung zu koordinieren und ich habe einen tieferen Einblick in die EU-relevanten Kriterien eines solchen Projekts.

In den Trainings gibt es neben theoretischen Blöcken auch praktische Übungen, Rollenspiele und Gruppenarbeiten. War der Lerneffekt für Sie durch diese offene Struktur größer als beim sogenannten „Frontalunterricht“?

Die verschiedenen Rollen der Teilnehmer im Rollenspiel könnte ich Ihnen heute – also über ein halbes Jahr später – sicher detaillierter beschreiben als andere Details der Lerninhalte, weil die Erinnerung deutlich plastischer ist. Diese Erfahrung bestätigt für mich den Nutzen einer abwechslungsreichen Struktur im Training.

Kontakt

Prof. Dr. Norbert Höptner
Dr. rer. nat. Jonathan Loeffler

Steinbeis-Europa-Zentrum (Stuttgart)
stz1216@stw.de

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