Mechatronic Dialog Karlsruhe

Mechatronik sichert die Zukunft

Unter dem neuen Namen Mechatronic Dialog Karlsruhe fand im Juni am Fortbildungszentrum für Technik und Umwelt (FTU) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) die bisherige Karlsruher Mechatronik Konferenz statt. Die koordinierende Leitung und Durchführung übernahm das Steinbeis-Transferzentrum Mechatronik und Nachhaltigkeit in Karlsruhe in Zusammenarbeit mit der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft, dem KIT und dem Landescluster Mechatronik BW GmbH.

Der Name „Mechatronic Dialog Karlsruhe“ weist auf deutlich mehr Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten hin. Ein wichtiges Ziel war es durch die neue Organisationsform die seit 13 Jahren erfolgreiche Veranstaltung nun deutlich attraktiver zu machen.

Mit knapp 150 Veranstaltungsteilnehmern wurde eine gute Mischung aus Vertretern von Hochschule, Forschung, Industrie und Handwerk erreicht. Die begleitenden Infostände aus Forschung und Industrie lösten ebenfalls deutliche Impulse für Diskussionen unter den Teilnehmern aus.

Bereits der Leitvortrag über die Vision Mechatronik von Wulf Höflich, CIPO bei EADS in Paris und München hat die Teilnehmer in den Bann gezogen und für den gesamten Tag stimuliert. Das Thema der Technologielizenzierung war insbesondere für KMU von großem Interesse. Die drei Referenten Prof. Thomas Bauernhansl (Universität Stuttgart), Johann Soder (SEW-Eurodrive, Bruchsal) und René Ohlmann (ADDI-Data, Rheinmünster) konnten das Publikum für das Thema Industrie 4.0 durch sehr anschauliche und realistische Erklärungen begeistern. Im Modul Elektromobilität wurden durch Philipp Klein (SEW-USOCOME Haguenau) heutige Möglichkeiten dieser Technologie erläutert. Regenerative Energien wie Wind und Solar werden den Energiebedarf über dezentrale Energiespeicher zur Verfügung stellen, um verschiedene Fahrzeugarten während des Fahrens und/oder während des Parkens mit Energie zu versorgen. Ein aktuelles E-Bike-Projekt zeigt erste Erfolge insbesondere durch seine Akzeptanz in der Bevölkerung. Die daraus resultierende Problematik der Energiespeicherung und kurzfristig möglichen guten Lösungen stellte Thomas Blank vom Institut für Prozessdatenverarbeitung und Elektronik (IPE) des KIT unter dem Thema Batteriemanagementkonzepte sehr deutlich dar. Lena Ginzinger, Stefanie Hadon und Angela Hermes vertraten die Medizintechnik und gaben einen Einblick in den Mechatronikeinsatz in OP-Tischen und Chirurgiesaugern. Dr. Rudolf Gensler (Siemens AG, Erlangen) konnte eindrucksvoll den Wandel der Medizinprodukte durch die Mechatronik zum Vorteil von Entwicklern und Anwendern insbesondere in Form von deutlich mehr Komfort und Sicherheit für die Patienten darstellen.

Alle Referenten stellten sich jeweils einer gut 30-minütigen Diskussion, dem DIALOG, um die Fragen der Zuhörer umfassend zu beantworten. Für Referenten und Zuhörer ergab sich ein hoch interessanter und ergiebiger Tag wie auch die Rückmeldungen aus der Umfrage des Steinbeis- Transferzentrums belegen. So waren Nutzen und Neuigkeitsgehalt von 78% mit „hoch bis sehr hoch“, die Dialoge von 87% eindeutig mit „sehr gut“ und die Bedeutung der Projektstände von 86% mit „hoch bis sehr hoch“ bewertet. Als zukünftige Themen wurden Medizintechnik, Sensorik, Produktionstechnik und besonders Robotik und Dronen, aber auch die Behandlung von SW-Entwicklungstools und Simulationstools genannt.

Die Analyse der Veranstaltung bestätigte den Organisatoren das Konzept, das im kommenden Jahr mit dem Mechatronic Dialog Karlsruhe 2014 weiter verbessert werden soll.

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