Hier sitzt sich’s gut

Steinbeis-Team entwirft mobile Bierbanklehne

Kundenspezifische Lösungen und Beratungen bei Entwicklung, Design und Import von Werbe- und Reiseartikeln sind Schwerpunkte des Steinbeis-Transferzentrums Uniform.Design in Magdeburg. Dass sich Werbetauglichkeit, Bezahlbarkeit und praktischer Nutzen nicht ausschließen, zeigt eines seiner aktuellen Projekte: eine zusammenfaltbare Bierbanklehne aus recycelten PET-Flaschen.

Professor Franz Hinrichsmeyer und sein Team um Olaf Rack forschen und entwickeln seit 2010 am Steinbeis-Transferzentrum im FEZ Forschungs- und Entwicklungszentrum der Hochschule Magdeburg-Stendal in unterschiedlichen Bereichen von Medizintechnik bis hin zu Werbeartikeln. Das Team bietet Design-Service von der Konzeption über die Entwicklung, CAD, Visualisierung bis hin zum Rapid Prototyping und zur Produktionsbegleitung.

Die Global Innovations Germany GmbH & Co. KG aus Longuich bei Trier wurde auf der Hannover Messe auf das Zentrum aufmerksam. Der international tätige Werbe- und Geschenkartikelimporteur trat mit der Anforderung eines kostengünstigen werbetauglichen Konzepts an das Steinbeis-Team heran, dessen Artikel beispielsweise Brauereien als Promotion Giveaway nutzen können sollten.

Die Kriterien, an denen sich das Konzept orientieren sollte, waren: Stabilität, Größe, Preis, Design, Funktionalität, Werbemitteltauglichkeit und Nachhaltigkeit. Einiges an Anforderungen, doch das schreckte das Steinbeis-Team in Magdeburg nicht ab. Nachdem die Idee einer Bierbanklehne gereift war, wurden Konstruktion und Design in verschiedenen Konzepten in Designsketchen dem Kunden vorgestellt und in einem zweiten Schritt in CAD aufgebaut.

Nach eingehender Diskussion mit Global Innovations Germany entstand ein Funktionsmuster aus Metall, an dem alle Funktionen an der Bierbank getestet werden konnten. Auch die Statik konnte hier geprüft werden. Sie in den Griff zu bekommen, war nicht ganz einfach, gelang aber mit der Konstruktion eines Gurtbandes. Die Idee, als Material recycelte Bierflaschen zu verwenden, überzeugte schließlich als zusätzliches Werbeargument.

Und Global Innovations Germany war überzeugt vom Entwurf der Magdeburger: nachdem das Gebrauchsmuster angemeldet war, wurde ein Hersteller in China ausfindig gemacht und ein Preis ermittelt. Und mit Spannung erwartet das Team momentan die Lieferung des ersten Prototypen!

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