BioEnergyNet

Erneuerbare Energie im Dreiländereck Deutschland - Polen - Tschechien

Im Rahmen des grenzüberschreitenden Projektes „BioEnergyNet – das Netzwerk für Biomasse und erneuerbare Energie im Dreiländereck“ wurde mit Unterstützung des Steinbeis-Beratungszentrums (SBZ) Dreiländereck Neiße ein großflächiges Netzwerk mit wichtigen Akteuren, insbesondere mit den Erzeugern, geknüpft und mit Leben gefüllt. Die Studien zu Biomassepotenzialen und der nachhaltigen Umsetzung der Vorteile von Erneuerbarer Energie im Dreiländereck haben wichtige Erkenntnisse und Impulse geliefert. In Zusammenarbeit mit der Hochschule Zittau/Görlitz und dem Internationalen Hochschulinstitut Zittau konnten so wichtige Grundlagen der Regionalentwicklung und Wirtschaftsförderung gelegt werden.

Neben dem BioEnergyNet haben weitere Projekte wie RegioSustain und diverse Studien eine Vielzahl von Daten und Erkenntnissen zum Thema Biomasse und Erneuerbare Energie geschaffen. Diese wurden im Rahmen des BioEnergyNet gebündelt, um sie für die Nutzung der Biomassepotenziale der Region zur dezentralen Versorgung von Gewerbegebieten und Neuansiedlungen aufzubereiten.

Eine weitere Studie „Rest- und Abfallstoffe zur Eingliederung der Wertstoffe in das regionale Stoffstrommanagement“ ist in Vorbereitung. Ziel des ganzheitlichen Stoffstrommanagements ist die Erfassung aller Stoffströme der Region zur stofflichen und energetischen Nutzung von land- und forstwirtschaftlicher Biomasse sowie Wertstoffen, das heißt Rest- und Abfallstoffen aller Art. Die Studie wird vom Landkreis Löbau- Zittau, der Sächsischen Energieagentur und dem Deutschen Biomasseforschungszentrum durchgeführt. Unterstützung bekommen diese von der Wirtschaftsförderung im Landkreis und dem SBZ in Form einer „Energiestrategie für den Landkreis“, die ab 2008 umgesetzt werden soll. Damit nehmen die wichtigsten Akteure des Kreises am bundesweiten Wettbewerb „Bioenergie-Regionen“ teil.

Das wesentlichste Ergebnis des BioEnergy- Net und der flankierenden Initiativen ist die Gründung eines „Koordinationszentrums für Biomasse und erneuerbare Energie“. Diese grenzüberschreitende Agentur ist zwischen den Erzeugern und der Wirtschaftsförderung angesiedelt. Als Träger wurde das SBZ aufgrund seiner Tätigkeitsschwerpunkte im Bereich Energie-, Rohstoff- und Kooperationsmanagement, seiner grenzüberschreitenden Ausrichtung in Ostsachsen und Nordböhmen sowie der binationalen Trägerschaft ausgewählt. An den deutschen und tschechischen Projektstandorten setzen an- erkannte Experten die Projektarbeit um. Als nächster Schritt ist die Mitarbeit im Cluster „Holz und Forst in Sachsen“ geplant.

Als grenzüberschreitendes Projekt ist das BioEnergyNet auf einen erheblich größeren Rahmen, nämlich die Biomasse und Erneuerbare Energie aus und für Nordböhmen und die gesamte Lausitz, ausgerichtet. Ehrgeiziges Ziel ist die Erstellung eines interaktiven Energieatlases für die genannte Region, der die Potenziale, Erzeuger, Energieanlagen usw. zentral erfasst und visuell aufarbeitet. Dieses Instrument dient dann der Investorenbetreuung, Logistikoptimierung, der zentralen Kommunikation aber auch der Bildung und dem Tourismus in Form von Energielehrpfaden.

Das SBZ hofft dadurch das Thema „ganzheitliches Stoffstrommanagement“ als Vorrausetzung der optimalen Biomassenutzung für energetisch und/oder stoffliche Zwecke abdecken zu können. Damit ist das Beratungszentrum im Begriff, den Weg in die Öffentlichkeit und offizielle Projektarbeit einzuschlagen, um mittelfristig zum anerkannten Kompetenzzentrum zu werden.

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