Aktuell

Ausgezeichneter Ort im Land der Ideen: „Jugend gründet“

Am 10. Juni 2008 wurde „Jugend gründet“ von der Standortinitiative „Land der Ideen“ als einer von „365 Orten“ für seine Innovationskraft, Umsetzungsstärke und Leidenschaft ausgezeichnet. In dem Online-Wettbewerb vermarkten junge Leute virtuell eine Hightech-Produktidee. Anfang Oktober startet, nun bereits zum sechsten Mal, das neue Wettbewerbsjahr.

Der Wettbewerb für Schüler und Auszubildende wird vom Steinbeis-Transferzentrum für Unternehmensentwicklung an der Hochschule Pforzheim durchgeführt. Im letzten Wettbewerbsjahr wurden bundesweit über 3.300 Teilnehmer verzeichnet. „Jugend gründet“ wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert, steht auf der Liste der gesamtstaatlich geförderten Wettbewerbe der Kultusministerkonferenz und ist Mitglied der AG bundesweiter Schülerwettbewerbe.

„Jugend gründet“ verbindet Erfindergeist mit selbstständigem unternehmerischem Denken. Schüler können sich „trockenen“ Wirtschaftslernstoff, angefangen bei der Geschäftsidee bis zum erfolgreichen Managen eines virtuellen Unternehmens, mit Spannung aneignen. Und die Konkurrenz um die besten Ideen wird mit Freude an der Arbeit verbunden. Im Rahmen des Wettbewerbs werden den Schülern und Auszubildenden durch „learning by doing“ Kenntnisse und Fertigkeiten des Wirtschaftslebens einschließlich betriebswirtschaftlicher Grundkenntnisse vermittelt. „Jugend gründet“ fördert Teamarbeit und gibt Einblick in Auswirkungen unternehmerischer Entscheidungen. Der Wettbewerb regt zum selbstständigen Arbeiten, Recherchieren und Umsetzen kreativer Ideen in vorgegebene Strukturen an. Die Teilnehmer werden sich ihrer eigenen Stärken im Hinblick auf die berufliche Orientierung bewusst. Betriebswirtschaftliche Kenntnisse werden keine vorausgesetzt, wichtig ist Neugierde, Bereitschaft zum selbstorganisierten Lernen, Freude daran, Entscheidungen zu treffen und deren Auswirkungen zu erleben. Mitmachen dürfen alle, gewinnberechtigt sind jedoch Schüler und Auszubildende im Alter von 16 bis 21 Jahren. Der Hauptpreis für das Siegerteam ist eine von der Steinbeis-Stiftung finanzierte Reise ins Silicon Valley (USA).

netvico für Designpreis nominiert

Preise für herausragendes Design gibt es deutschlandweit viele. Der Designpreis der Bundesrepublik Deutschland jedoch steht im Ruf, der „Preis der Preise“ zu sein. Umso größer ist der Erfolg für netvico, ein junges Unternehmen mit Steinbeis-Beteiligung, ist es doch gleich mit drei Produkten für den Designpreis 2009 nominiert.

Schon an die Teilnahme am Wettbewerb sind höchste Anforderungen geknüpft. So werden überhaupt nur Produkte nominiert, die sich bereits durch andere nationale oder internationale Preise ausweisen können. Zudem können Unternehmen sich nicht selbst bewerben, sondern allein die Berufung durch die Wirtschaftsministerien von Bund und Ländern entscheidet über die Zulassung zum Wettbewerb.

Die 2001 gegründete netvico GmbH entwickelt und vertreibt Softwaretechnologien für sogenannte digitale Out-of-home-Medien. Durch die Nominierung kann sich das Stuttgarter Unternehmen nun mit der ganzen Bandbreite der Produktpalette dem Urteil einer unabhängigen Jury stellen: Mit dem digitalen Wegeleitsystem (Etagenhinweis), dem LED-Boden und der Lichtwand sind drei innovative Kommunikationssysteme von netvico nominiert, die bereits zahlreiche andere renommierte Designpreise gewonnen haben – wie beispielsweise den red dot award, den if communication award oder den viscom-award.

Wissenstransfer im Bildungswesen

In der Bildung kommt es auf den Anfang an. Durch die Gründung des Steinbeis-Transferzentrums Bildung und Erziehung setzt Steinbeis nun erstmals Impulse im schulischen und vorschulischen Bereich. Leiterin ist Eva Schumacher, Professorin für Grundschulpädagogik an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd. „Basis unseres Erfolgs im Wissens- und Technologietransfer sind kompetente Mitarbeiter. Bisher lassen wir in Deutschland allerdings das Lernpotenzial von Kindern im Vorschulalter noch zu wenig genutzt, gerade in diesem Alter lernen und begreifen Kinder schnell und viel. An diesem Punkt setzen wir nun an“, erklärt Uwe Haug, der bei Steinbeis den Geschäftsbereich Forschung und Entwicklung verantwortet, das Engagement der Stiftung.

So unterstützt das Steinbeis-Transferzentrum die Stadt Oberkochen bei der Schaffung eines lokalen Bildungsnetzwerks. Bürgermeister Peter Traub erklärt: „Bildung hat einen hohen Stellenwert. Sie beginnt aber nicht erst in der Schule. Deshalb wollen wir in Oberkochen mit Hilfe des Steinbeis- Zentrums ein Bildungsnetzwerk aufbauen, mit dem wir frühkindliches Lernen fördern und Schulen und Kindergärten besser miteinander verzahnen. Damit soll auch der Übergang vom Kindergarten in die Schule erleichtert werden. Schon der Auftakt der guten Zusammenarbeit zwischen Stadt, Steinbeis-Zentrum und Bildungseinrichtungen im Rahmen der gegenwärtig laufenden Bestandsaufnahme offenbart Ressourcen, die es zu nutzen gilt“.

Dass Kindertagesstätten und Grundschulen immer mehr zu einer Einheit zusammen wachsen, entspricht auch den neueren bildungspolitischen Vorgaben der Landesregierung, die damit Konzepte der vor hundert Jahren begründeten Reformpädagogik aufgreift. Vor diesem Hintergrund bietet das Zentrum als Träger Montessori-Diplomkurse an, für die eine rege Nachfrage besteht.

Der Modellkurs ALMONTE an der Landesakademie Bad Wildbad (in Kooperation mit dem Kultusministerium und dem Montessori- Landesverband) basiert auf einem neuen Konzept des Steinbeis-Transferzentrums, wonach Schullehrkräfte und Erzieherinnen die Fortbildung gemeinsam absolvieren, einschließlich wissenschaftlicher Begleitung. Das Projekt wird durch die Heidehof- Stiftung, EnBW Baden-Württemberg und die Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd unterstützt. Bildungsübergänge anderer Art sind Gegenstand des in Zusammenarbeit mit der Deutsch-Singapurischen Industrie- und Handelskammer (SGC) geplanten Projekts EXPAT, einem Betreuungsangebot für Familien, die von ihren Arbeitgebern demnächst ins Ausland entsendet werden. Bei den gängigen Vorbereitungskursen der Entsendeunternehmen steht in der Regel das künftige Arbeitsumfeld des Firmenmitarbeiters im Vordergrund. Wenig Beachtung findet hingegen die zunehmend auch als Erfolgsfaktor angesehene Familienperspektive. Der EXPATService unterstützt die Bildungsentwicklung der mitreisenden Kinder und Jugendlichen und deren anstehenden Schulübergänge, bis hin zu Möglichkeiten zur Aus- und Fortbildung der (Ehe)Partner.

Oberstudiendirektor Günter Boos, ehemaliger Leiter der German European School Singapur und Mitinitiator von EXPAT: „Die ausreisenden Eltern kommen aus den verschiedenen deutschen Bundesländern und übertragen ihre damit verbundenen Schulerfahrungen auf das Gastland. Daher müssen sie individuell beraten werden, um für jedes Kind am neuen Standort einen gelingenden Einstieg in den Alltag, einschließlich einer optimalen Schullösung zu finden, bei der auch eine spätere Reintegration in eine deutsche Inlandsschule jederzeit möglich ist“. Der erste Workshop ist für Frühjahr 2009 für Zielländer in Südost- Asien geplant.

Angewandte Technologien - Erfolgreiche Produkt- und Prozessinnovationen

Mit mehr als 300 Teilnehmern richtete die Steinbeis Technology Group Ende Juli gemeinsam mit dem TIS innovation park Bozen den Technology Day in Bozen aus. Die Veranstaltung fand im Rahmen der Steinbeis-Veranstaltungsreihe „Angewandte Technologien“ statt.

Vor Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik eröffneten die Landesrätin für Innovation, Luisa Gnecchi, der Präsident des Unternehmerverbandes Südtirol, Christof Oberrauch und der Präsident des TIS, Dr. Alfred Guarriello, die Veranstaltung. Getragen vom Verständnis, dass der technische Fortschritt für das Wirtschaftswachstum der Industrieländer weit wichtiger ist, als die quantitative Zunahme der Produktionsfaktoren „Arbeit“ und „Kapital“, wurde die Tagung inhaltlich zu Aspekten der technologischen Innovationsfähigkeit positioniert. Im Komplex Produkt – Technologie sowie Organisation und Fabrik wurden Beherrschung, Gestaltung, Weiterentwicklung und Anwendung der industriellen Produktionstechnik referiert und diskutiert.

Dr. Hubert Hofer, Direktor des TIS innovation park Bozen, erläuterte in seinem Vortrag die Grundsätze von Wissensund Technologietransfer und erklärte die Rolle des TIS für die Südtiroler Wirtschaft und zu internationalen Ansprüchen. Prof. Gunter Henn, Architekt unter anderem der Autostadt Wolfsburg und der Gläsernen Manufaktur Dresden und Professor an der TU Dresden, referierte zum Thema „Arbeitswelten neu denken“. Geistige Tätigkeit benötigt Konzentration und Kommunikation, das ist Basis jeglicher Innovationen. Möglichkeiten und Lösungen moderner Unternehmen wurden eindrucksvoll erläutert, so z. B. des VW-Konzerns. Andrea Bonfatti, Manager der Forschungs- und Entwicklungsabteilung des Automobilherstellers Lamborghini, referierte über die systematische technologische Innovation des Unternehmens. Lamborghini ist das italienische Vorzeigeunternehmen für ständige Produktinnovation und die Anwendung neuester Technologien und Materialien. Antonio Villi ist Geschäftsführer von Cicrespi Spa und Gewinner des Best Innovation Award 2007 der Universität Boccon. Er berichtete während seines Vortrages, wie Cicrespi innovative Lösungen zur Identifizierung, Nachverfolgbarkeit und Sicherheit von Produkten und Prozessen entwickelt und implementiert und es schafft, diesen hohen technologischen Standard über viele Jahre hinweg zu halten und auszubauen.

Prof. Ulrich Günther, Steinbeis Technology Group, sprach über Wissenschaft und Wirtschaft, Zukunftsfähigkeit und Zukunftsbereitschaft sowie internationale Cluster und Netzwerke. Er legte Grundzüge und Erfahrungen des Steinbeis Technologietransfers dar und belegte Aspekte und Nachhaltigkeit im Komplex Transfer – Aus- und Weiterbildung an Hand der technischen Studiengänge der Steinbeis-Hochschule Berlin.

Die Vorträge wurden durch Expertenworkshops begleitet. Dr. Hofer und Prof. Günther rundeten die Veranstaltung mit der Vorstellung der neuen europäischen Plattform der Zusammenarbeit ab. Getragen von dem Wunsch und der Zuversicht der weiteren europäischen Integration vereinbarten die Unterzeichner die Zusammenarbeit auf den Gebieten des Technologie- und Wissenstransfer sowie der zugehörigen Aus- und Weiterbildung als auch des Expertenaustausches. Anschließend unterzeichneten die beteiligten Partner CCSO Fribourg (CH), CET Wroclaw (PL), Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik Dresden (D), IMA Materialforschung und Anwendungstechnik GmbH Dresden (D), Steinbeis Technology Group / Steinbeis-Stiftung Stuttgart / Steinbeis-Hochschule Berlin GmbH (D), transI T entwicklungs- und transfercenter – Universität Innsbruck (A) und TIS innovation park Bozen (I) dazu die entsprechende Vereinbarung des gemeinsamen Wirkens der Regionen gemäß ihrem Leitbild Grundlagen beherrschen – Innovationen gestalten – technischen Fortschritt durchsetzen.

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Erfolgreiches Seminar „Moderne Schleiftechnologie und Feinstbearbeitung“

Baden-Württemberg ist gekennzeichnet durch die größte Konzentration der Produktion in Maschinenbau, Automobilindustrie und Medizintechnik in Europa. Der Erfolg dieser Region liegt nicht in der Herstellung von preiswerten Produkten, sondern in der Produktion hochwertiger Qualität. Diese lässt sich u.a. durch die Beherrschung der Feinstbearbeitung und Schleiftechnologie erreichen. Im Frühjahr fand zum siebten Mal das Seminar „Moderne Schleiftechnologie und Feinstbearbeitung“ im Stuttgarter Haus der Wirtschaft statt, das sich dieser Thematik widmet.

In dem mit 370 Teilnehmern weltweit größten Seminar dieser Art wurden 21 Themen rund um die Schleiftechnologie und die Feinstbearbeitung von Spezialisten aus der Forschung und der Industrie beleuchtet und diskutiert. Eine Fachausstellung begleitete das Seminar. Veranstalter der Tagung ist Taghi Tawakoli, Leiter des Steinbeis-Transferzentrums Advanced Engineering Technology und des Kompetenzzentrums für Schleiftechnologie und Feinstbearbeitung (KSF) der Hochschule Furtwangen. Eröffnet wurde das Seminar vom baden-württembergischen Staatssekretär Richard Drautz und Prof. Dr. Rolf Schofer, Rektor der Hochschule Furtwangen. Es folgten zahlreiche aktuelle Vorträge von Referenten aus Industrie und Forschungsinstituten, beispielsweise der Universitäten Stuttgart und Bremen, der TU Berlin, der RWTH Aachen, der ETH-Zürich und der Hochschule Furtwangen. Die starke Beteiligung der Industrie in diesem Seminar verdeutlicht die Aktualität der Themen und den enormen Bedarf und die Erwartungen, die an neue Erkenntnisse in Feinstbearbeitung und Schleiftechnologie gestellt werden.

SHB Masterstudiengang für die öffentliche Verwaltung

Die demographische Entwicklung der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes mit der Folge zunehmenden Wettbewerbs um qualifiziertes Personal erfordern es zwingend, insbesondere Personal für die mittlere und höhere Führungsebene zu binden und zu gewinnen – Personal, das für strategisches Denken und Handeln und für die Arbeit in komplexen Projekten vorbereitet ist. Die Steinbeis-Hochschule Berlin bietet dafür ein zweijähriges berufsintegriertes Studium zum Master of Arts an.

Im Studium werden die strategische Ausrichtung und die Strategie zur Erreichung der von der Verwaltung und deren Unternehmen definierten Ziele zu einem konkreten Vorgehensplan ausgearbeitet. Der Wandel von der praktischen Verwaltungsführung hin zur praktischen Unternehmensführung wird so unterstützt.

Das Aufbaustudium zum Steinbeis-Master ist nach dem dualen Prinzip transfer- und anwendungsorientiert aufgebaut. Es wird in eine Aufgabenstellung bzw. in ein konkretes, örtliches Projekt am neuen oder bestehenden Arbeitsplatz integriert. Das Studium dauert zwei Jahre.

Die anwendungsorientierten Studieninhalte sind:

  • Projektmanagement,
  • Innovationsmanagement,
  • Informationsmanagement und Analyse,
  • Strategiemanagement,
  • Marketingmanagement,
  • Finanzmanagement,
  • Personalmanagement und eine Auslandsstudienreise.

Die erzielbaren Erfolge zeigen sich in den Aufgaben- und Projektbereichen im Personal- und Finanzmanagement, der Budgetierung, der Kosten- und Leistungsrechnung, im Controlling, im Beteiligungsmanagement und dem Gebäude- und Energiemanagement, im Sport-, Kultur- und Sozialmanagement, der Stadt- und Regionalplanung, der Projektsteuerung im Hochbau, Tiefbau und der Stadtsanierung.

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