Schleppmaxxe reloaded 3.1

Studierende und Steinbeis-Transferzentren entwickeln Akkuschlepper weiter

Die Steinbeis-Transferzentren Projektmanagement sowie Uniform.Design an der Hochschule Magdeburg hatten im vergangenen Wintersemester ein ganz besonderes Projekt für die angehenden Designer im Angebot: die Studierenden entwickelten für die Como Systems GbR im niedersächsischen Visbek eine Neugestaltung elektrischer Flugzeugschlepper.

Unter dem Namen „Schleppmaxxe“ hat die Como Systems ein akkubetriebenes Schleppgerät entwickelt, mit dem Kleinflugzeuge mühelos aus dem Hangar gezogen werden können. Nach einem eingehenden Briefing durch das Unternehmen haben die Studierenden unter der Leitung von Prof. Franz Hinrichsmeyer unterschiedliche Designs für Baugruppen, Ausgestaltung, Interface und Farbkonzepte für ein neues Designkonzept des Schleppfahrzeugs entworfen. Ziel des Projekts war es unter anderem, eine neue Generation der funkferngesteuerten Flugzeugschlepper zu gestalten und Ausblicke und Konzepte für Zukünftiges zu entwickeln. Besonderes Augenmerk lag dabei auf der Neuordnung der einzelnen Gerätekomponenten, um ausreichend Stauraum für Zubehör zu schaffen.

Die entwickelten Designkonzepte diskutierten die Studierenden mit den Mitarbeitern von Como Systems vor Ort in Visbeck, die Konzepte wurden anschließend bewertet und auf Herstellbarkeit überprüft. Mit großem Engagement wurde schließlich ein Designkonzept in Zusammenarbeit mit dem Steinbeis-Transferzentrum Uniform.Design in CAD umgesetzt und in einem Prototypen für die Hannover Messe Industrie 2013 vorgestellt. Der „Schleppmaxxe 3.1“ kann fast alle Flugzeuge, ganz gleich ob mit einfach- oder doppelbereiften Bugrädern, ohne umständliches Ab-, Um- oder Anbauen von Adaptern in Sekundenschnelle aufnehmen und sogar auf der Stelle mittels Drehkranz-ähnlicher Vorrichtung rangieren.

Ein Modellbau im Maßstab 1:4 gab Aufschluss über Form und Möglichkeiten der Herstellung. Papier/Pappe ähnelt im Verhalten Blech, wenn es verarbeitet wird und bot hier beste Bedingungen, sich ein Gesamtbild zu machen. Im Entwurf orientiert sich das neue Modell an seinen Vorgängern. Die farbliche Dreiteilung der vorderen Einhausung wurde beibehalten, die Farben durch neutralere Lackierung ersetzt. Die wesentlichen Bedienelemente fassten die Studierenden zur Mitte des Gerätes zusammen und trennten sie durch einen kleinen Aufsatz zusätzlich vom Rest. Ein Interface auf der Oberseite des Gerätes gibt Aufschluss über Fahrtrichtung und Handlungsabläufe bei der Bedienung.

Das patentierte neue Konzept bietet nun eine Sicherheits-Funkfernsteuerung, die von allen Seiten präzise steuerbar ist. Das ebenfalls patentierte Aufnahmesystem mit automatischer Radgrößenanpassung ermöglicht ein schnelles und einfaches Aufnehmen des Bugrades, ohne umständliches Verzurren oder Ankuppeln. Das Flugzeug kann auf der Stelle gedreht werden, ohne dass der Lagerbolzen an der Bugradfederung entfernt werden muss. Durch ein langsames Anfahren werden Unfälle und Beschädigungen vermieden. Die BleiGel-Akkus sind langlebig, die Betriebs-, Wartungs- und Servicekosten des Schleppers gering. Die Arbeit der Studierenden hatte rundum überzeugt!

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