Beratung kompakt

Tarife im Stückgutbereich

Steinbeis begleitet Entwicklung eines neuen Kostenindex

Die Vereinigung der Sammelgutspediteure (VERSA) hat im März erstmalig den „Kostenindex für systembasierte Sammelgutverkehre“ vorgelegt. Der Kostenindex tritt an die Stelle des „Mittelstandsempfehlung“ genannten Haus-Haus-Vorschlagstarifes. Zum einen handelte es sich dabei um von außen vorgeschlagene Preise für betriebliche Leistungen, die regelmäßig über eine Margierung deutlich unterschritten  wurden. Zum anderen hatte die Struktur dieses Tarifes gravierende  Mängel, insbesondere weil eine Prozessbetrachtung dabei unterblieben ist. Die wissenschaftliche Begleitung bei der Erstellung des Index  hatte Professor Dr. Dirk Lohre inne, Leiter des Steinbeis-Beratungszentrums Spedition und Logistik an der Hochschule Heilbronn.

Der neue Kostenindex orientiert sich am Prozess der Leistungserstellung im Systemverkehr und lässt sich grundsätzlich auf alle Tarifformen anwenden. Zur Ermittlung wurden die wesentlichen Kostenkategorien bestimmt und  ihre Anteile am Abwicklungsprozess einer Sammelgutsendung ermittelt. Die Maut wurde dabei aufgrund ihres Charakters explizit nicht berücksichtigt. Das Ergebnis: Von 2011 auf 2012 sind die Kosten der Abwicklung einer Sammelgutsendung um 3,37% gestiegen. In den einzelnen Kategorien sind  die Personalkosten um 3,03%, die Treibstoffkosten um 4,50% und die  Sachkosten um 3,29% gestiegen.

Der Vorteil des Kostenindex liegt auf der Hand: Er ermöglicht den Bezug zu  den eigenen, individuellen Tarifstrukturen. Bei den bisherigen Vorschlagstarifen war dies nicht möglich. Über den Index dokumentierte Kostenentwicklungen können darüber hinaus in Preisgesprächen eine bessere Orientierung bieten.

Qualifiziertes Jobcoaching

Steinbeis unterstützt Mütter beim Wiedereinstieg nach der Elternzeit

Drei Jahre lang hat das Steinbeis-Beratungszentrum Systeme – Projekte – Potenziale im Auftrag des Bundesfamilienministeriums in einem Modellprogramm Mütter aus der Familienphase in den Arbeitsmarkt begleitet. Mit großem Erfolg: Vier von fünf Frauen sind erfolgreich angekommen!

Dieser Schwung wird nun weiter genutzt! Der Landkreis Böblingen beauftragte die beiden Beraterinnen Verena Burgbacher und Heidi Boner- Schilling weiterhin, die Startphase von Frauen und Männern nach Erziehungszeit bzw. Pflege zu unterstützen. Dazu bietet die Agentur für Arbeit Stuttgart das Anschlussprogramm. Wer sich bei der Agentur als Berufsrückkehrerin meldet, bekommt die Chance den zertifizierten Coachingprozess „VIVA WORK“ im Steinbeis-Beratungszentrum in Böblingen zu absolvieren.

Die über Jahre bewährte und erfolgreiche Kooperation zwischen Landkreis, Arbeitsagentur und Steinbeis leistet damit wichtige Feldarbeit in Richtung Aktivierung der sogenannten stillen Reserve gut ausgebildeter Frauen. Verena Burgbacher und Heidi Boner-Schilling unterstützen Frauen und Männer mit Know-how und über die Jahre selbst entwickelten Konzepten. „Die beiden Systeme Familie und Arbeitswelt gilt es in ihrer Komplexität zu verstehen und eine individuelle Form einer Kompatibilität herzustellen“, so die beiden Expertinnen. Der Vermittlungserfolg der letzten Jahre gibt den beiden Recht.

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