Von einer, die auszog, Vortragsrednerin zu werden

Erfahrungsbericht einer Teilnehmerin eines SHB-Zertifikatslehrgangs

Vorträge zu halten ist Dr. Christiane Nill-Theobald nicht fremd. Im Gegenteil: Sie führt ihre eigene strategische Kommunikationsberatung, ist mit Leib und Seele im Beratungs- und Coachinggeschäft tätig. Trainings und Seminare sind ihr tägliches Brot. Sie entwickelt Konzepte und maßgeschneiderte Lösungen für Unternehmen, ist Dozentin, Sparringspartnerin für Personalentwickler und der Unternehmensführung sowie analytische Beobachterin in Personalunion. Und dennoch stand für sie seit längerem fest, dass sie auf die „große Bühne“ möchte: um Menschen zu motivieren und zu begeistern, Veranstaltungen Power und den letzten Schliff zu verleihen. Als Teilnehmerin des Zertifikatslehrgangs „Professional Speaking“ an der Steinbeis-Hochschule Berlin schildert sie ihre Eindrücke und Erfahrungen zurück auf der (Hoch)schulbank.

Der Zertifikatslehrgang „Professional Speaking“ war noch nicht aus der Taufe gehoben, als mir qua Flurfunk zu Ohren kam, welch ehrgeiziges Projekt die German Speakers Association (GSA) plante: „Speaking“ sollte ein Hochschulfach werden, „Vortragsredner“ ein Ausbildungsberuf. Und zwar in Kooperation mit einer Hochschule und einer herausfordernden Abschlussprüfung. So weit, so gut.

Anfänglich war mir nicht ganz klar, was sich hinter einer „Speakerausbildung“ verbergen sollte, da ich selbst jahrelang schon Vorträge halte und schließlich nicht bei „Null“ starte. Doch die einschlägigen Informationen überzeugten mich schnell im doppelten Sinn: zum einen durch die geballte Professionalität, mit der der Lehrgang konzipiert ist, zum anderen durch die Umfänglichkeit des Programms: 26 Module an acht vollgepackten Wochenenden über ein ganzes Jahr verteilt, ein nicht unerhebliches Preisschild und als Prüfung ein Businessplan für ein Vortragsrednergeschäft und Entwicklung und Vortrag einer Keynote. Wichtiger Gesprächspartner war für mich Markus Hofmann, renommierter Gedächtnistrainer, Keynote-Speaker und Direktor des Steinbeis-Transfer-Instituts „Professional Speaking“. Sein Rat war eindeutig: „Wenn Du Dich schon länger mit dem Gedanken trägst, professionell als Referentin ins Geschäft einzusteigen, dann mach’ die Ausbildung.“ Heute kann ich sagen: Diese Ausbildung ist das Beste, was der Markt zu bieten hat. Kosten und Aufwand haben sich für mich längst relativiert. Ich habe meine Entscheidung noch keine Sekunde bereut.

Doch zurück zur Umsetzung meines Entschlusses. Voller Erwartung unterbrach ich für das erste Modul sogar meinen Urlaub, weil ich von Anfang an dabei sein wollte. Das erwies sich als kluge Entscheidung. Auf Anhieb spürte ich bei allen Teilnehmern eine unglaubliche Offenheit. Der Lehrgang war von der ersten Minute von einem ganz besonderen „Spirit“ geprägt: Wir fanden schnell zueinander, ein Gefühl des „Wieder-Student- Seins“, der kollektiven Verjüngung erfasste uns. Dazu kam, dass wir alle in einen unglaublichen Flow gerieten. Das war auch unseren Dozenten zuzuschreiben. Klar, sie verlangten uns alles ab, von morgens um neun bis in die späten Abendstunden: Körpersprache, Stimmübungen, Umgang mit Stress und Lampenfieber, die Kunst der Improvisation, Authentizität auf der Bühne und seit dem Beginn des zweiten Blockes Marketing, Sales, Positionierung und Vertriebsstrategien. Alle Dozenten sind Meister ihres Faches, alle sind auf ihre Art anspruchsvoll und bereit, das Letzte aus sich heraus zu holen.

Neben den Dozenten gibt es aber weitere Mentoren, auf die ich nicht verzichten möchte und die unbezahlbar sind: meine Kommilitonen. Mit fünf von ihnen habe ich unsere Master-Mind-Gruppe gegründet. Was wir nämlich ziemlich schnell erkannt haben: Auch wir sind alle Experten in unseren Themenfeldern. Und warum auch nicht davon noch profitieren? Jetzt treffen wir uns regelmäßig einmal im Monat, um uns auszutauschen, unsere Reden für die Abschlussprüfung zu üben und natürlich, um zu netzwerken.

Ich bin mir durchaus bewusst, dass ich anderen Akteuren im Weiterbildungsmarkt nach meiner Prüfung einen ernstzunehmenden Schritt voraus sein werde und das motiviert mich enorm. Mein Fazit meiner Entscheidung für den Lehrgang: Eine der besten Entscheidungen meines Lebens!

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