Kompetenzpreis Baden-Württemberg für die Balluff GmbH

Technische Grenzen überschreiten – Kundennutzen steigern

Im Rahmen der Fachmesse „Control“ im Mai in Stuttgart wurde zum zweiten Mal der „Kompetenzpreis für Innovation und Qualität Baden-Württemberg“ verliehen. Diesjähriger Preisträger ist die Neuhausener Balluff GmbH, die seit über 50 Jahren weltweit führend in der Herstellung von Sensortechnik ist. Die unter der Schirmherrschaft der Steinbeis-Stiftung für Wirtschaftsförderung stehende Auszeichnung wurde 2008 von der P. E. Schall GmbH & Co. KG und dem TQU ins Leben gerufen.

Mit diesem Preis zeichnen die Initiatoren gerade in einem Bundesland, das wie kein anderes von der Innovationskraft in vielen Wirtschaftsbereichen geprägt ist, jene Unternehmen aus, die Hervorragendes leisten – auch in schwierigen Zeiten. Wobei die Jury großen Wert darauf gelegt hat, dass die Unternehmen „mit ihrer Bewerbung um den Kompetenzpreis Baden-Württemberg ein Zeichen setzen“, machte Helmut Bayer, Jury- Mitglied und TQU Business-Geschäftsführer, bei der Preisverleihung deutlich.

„Die Bewerbung der Firma Balluff hat uns dies aufgezeigt“, sagte Professor Dr. Heinz Trasch, Vorstandsvorsitzender der Steinbeis- Stiftung und Laudator. „Als schwäbisches, eigentümergeführtes Unternehmen, in welchem man schon der Herkunft wegen großen Wert auf Qualität legt, hat man sich nicht auf seiner herausragenden Marktposition ausgeruht, sondern ist den Weg der Verbesserung gegangen.“

So hat die Jury im Besonderen die Tatsache gewürdigt, dass die Balluff GmbH nicht „aus der Not heraus“ gehandelt, sondern selbst als Marktführer ihre eigenen Produkte und Prozesse aus dem Blickwinkel des Kunden hinterfragt und entsprechende Verfahren entwickelt habe, die zu einem hohen Maß an Qualitätssicherheit führe. Gerade in diesem Bereich habe Balluff ein neues Verfahren zur Beurteilung und Bewertung der langfristigen Zuverlässigkeit und des Ausfallverhaltens über die Lebensdauer der Produkte gesucht, um den Kundennutzen weiter zu steigern. Mit dem so genannten HALT-Prüfverfahren ist eine Vorgehensweise gewählt worden, die bewusst die technischen Spezifikationsgrenzen überschreitet, was zu einer wesentlichen Steigerung des Kundennutzens beigetragen habe. „Dadurch wurde im ersten Schritt ein neues Spannungsfeld geschaffen, welches dann durch die organisatorischen Handlungsschritte gelöst wurde, um dem Kunden Mehrwert bieten zu können“, lobte die Jury unisono.

Besonders hervorgehoben wurde auch die Umstellung der Philosophie von „Wir beweisen, dass unsere Produkte in Ordnung sind“ auf „Wir suchen nach technischen Schwachstellen in unseren Produkten, die unseren Kunden Schwierigkeiten in der Zukunft verursachen können“. In Summe habe die Balluff GmbH ein Paket entwickelt, das zuverlässig funktionierende Produkte garantiert, den störungsfreien Betrieb der Kundenanlagen sichert, kostenintensive Serviceeinsätze verringert und zu einem Wettbewerbsvorteil und einer Steigerung der Marktanteile führt.

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