Aktuell

Nachruf

Professor Rolf Ehnert (Jg. 1944) war Leiter des Steinbeis-Transferzentrums Qualität und Umwelt in Chemnitz. Er verstarb im Juni dieses Jahres.

Rolf Ehnert studierte Fertigungstechnik und Qualitätssicherung an der Technischen Hochschule Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz). 1971 absolvierte er zum Diplom-Ingenieur, 1973 zum Fachübersetzer englisch-deutsch. Von 1973 bis 1987 war Rolf Ehnert Abteilungsleiter Zentrale QS sowie Direktor Qualität im VEB Textilprojekt Karl-Marx-Stadt.

1975 promovierte Rolf Ehnert zum Dr.-Ing. und habilitierte im Jahr 1984. Seit 1987 war er Hochschuldozent an der TU Chemnitz im Fachgebiet Qualitätssicherung, an der er 1992 das Steinbeis-Transferzentrum Qualität und Umwelt gründete. In seinem STZ wurden unter anderem Gutachten zu Qualitätsmanagement und Qualitätssicherungssystemen erstellt, statistische Methoden zur Qualitätssicherung entwickelt sowie Längen-, Winkel-, Gewinde- und Zahnradmessungen vorgenommen.

Kontakt

Steinbeis-Stiftung (Stuttgart)
stw@stw.de

Auszeichnung für die TQI Akademie

Anerkannter Träger für die berufliche Weiterbildung nach AZWV

Die gezielte Mitarbeiterqualifikation und die Weiterbildung von Führungskräften stehen im Fokus der Akademie des regionalen TQI Innovationszentrums Gosheim, einem Unternehmen im Steinbeis-Verbund. Das Zertifikat „Qualitätsmanagement ISO 9001 mit Anerkennungs- und Zulassungsverordnung Weiterbildung (AZWV)“ bescheinigt der TQI Akademie ein professionelles Schulungskonzept, die damit zugelassener Träger für die Lehre der beruflichen Weiterbildung nach dem Recht der Arbeitsförderung ist.

Die TQI Akademie bietet seit vielen Jahren ein breit angelegtes Bildungskonzept für Unternehmen in der verarbeitenden Industrie. Vor allem die regelmäßige Inhaltskontrolle und die Optimierung der Seminare erfüllen die Kriterien der AZWV.

Das Weiterbildungskonzept ist eng auf die lerntypischen Bedürfnisse und Ansprüche in den Unternehmen abgestimmt. Die Integration firmenspezifischer Inhalte sowie ein starker Praxisbezug stärken den Lernerfolg und die Umsetzung des neuen Wissens im Unternehmen.

Dazu zählt die Ausbildung zum Prüf- und Messtechniker mit Praxisbezug im akkreditierten eigenen TQI Messzentrum, die im süddeutschen Raum sehr stark nachgefragt ist. Die DGQ Lizenzlehrgänge „Qualitätsfachkraft und Qualitätsassistent“, „Qualitätsbeauftragter und Qualitätsmanager“ sowie verschiedene Lizenzlehrgänge des Verbandes der Deutschen Automobilindustrie (VDA) zum Prozessauditor nach VDA 6.3 oder die ISO/TS 16949 Qualifikation für 1st /2nd Party Auditoren sind weitere zertifizierte Maßnahmen. Lehrgänge mit Erwerb von Hochschulzertifikaten und der berufsbegleitende Studiengang „Bachelor of Engineering“ der Steinbeis-Hochschule Berlin runden das Angebot ab.

Wissen aufbauen und über den Tellerrand schauen, so Dipl.-Ing. (FH) Petra Ohlhauser, Leiterin des TQI Innovationszentrum und Direktorin des Steinbeis-Transfer-Institutes IQU, sind entscheidend für den Lernerfolg.

Kunst trifft Digital Signage

netvico-Installation im Museum Ritter

Mit der Installation von 32“-Displays für das Museum Ritter in Waldenbuch zeigt netvico, ein Unternehmen mit Steinbeis-Beteiligung, eindrucksvoll die Symbiose von Kunst, öffentlicher Architektur und digitalen Medien. Seit Mitte Mai sorgen die Bildschirme unter kunstinteressierten Besuchern für Orientierung und Information.

Um dem geometrisch gehaltenen Museumsneubau von Max Dudler gerecht zu werden, integrierte netvico die Displays von innen dezent an die Glasschiebetür des Seiteneingangs im Foyer. Eingebettet in Passepartouts leiten die digitalen Medien die Besucher zum Haupteingang und geben Einblick in das aktuelle Ausstellungsprogramm.

Die Inhalte wurden farblich und gestalterisch dem Museum Ritter angepasst. Die benutzerfreundliche Softwaretechnologie „PlayEverywhere“ gewährleistet, dass der Kunde die Inhalte schnell und flexibel ändern und aktualisieren kann.

Das Museum Ritter wurde für die umfangreiche Kunstsammlung von Marli Hoppe- Ritter, der Miteigentümerin der Firma Ritter Sport, gegründet und im September 2005 eröffnet.

Steinbeis-Mitarbeiterinnen über die Schulter geschaut

Steinbeis-Europa-Zentrum unterstützt Initiative der EU 

Die Shadowing-Initiative der Europäischen Kommission will junge Frauen für Ingenieurberufe und Naturwissenschaften begeistern. „Bis zum Jahr 2013 werden voraussichtlich 330.000 Akademikerinnen und Akademiker fehlen, davon allein rund 70.000 aus dem Bereich der Naturwissenschaften und rund 85.000 aus den Ingenieurwissenschaften. Angesichts dieses Fachkräftemangels können wir es uns umso weniger leisten, auf das Potenzial von Frauen zu verzichten“, erklärt Petra Püchner, Geschäftsführerin des Steinbeis-Europa-Zentrums in Stuttgart.

Püchner selbst ist promovierte Ingenieurin und hat ein naturwissenschaftliches Studium in Biologie absolviert. Seit Sommer 2008 ist sie im Vorstand des neu gegründeten European Centre for Women and Technology (Drammen, Norwegen), das auch unter anderem darauf abzielt, mehr Mädchen für technologische Ausbildungen zu begeistern.

„Wir beteiligen uns aktiv an der Shadowing- Initiative der Europäischen Kommission und haben Schülerinnen aus Stuttgarter Schulen ans Steinbeis-Europa-Zentrum eingeladen, die einen Tag lang Mitarbeiterinnen mit natur- oder ingenieurwissenschaftlichem Studienabschluss begleiten und ihnen bei der Arbeit über die Schulter schauen. Die Schülerinnen erhalten einen Einblick in einige Facetten, die ein naturwissenschaftliches Studium für eine spätere Berufsausübung bietet.“ Dieser Tag soll den Bereich Technologie und Naturwissenschaften als Ausbildungsziel von den häufigen Stereotypen befreien und aufzeigen, dass Frauen mit dieser Ausbildung sehr interessante Berufe ausüben.

Die Europäische Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien, Viviane Reding, hat die „Shadowing-Initiative“ ins Leben gerufen, um jungen Mädchen von 14 bis 16 Jahren Berufe aus den Natur- und Ingenieurwissenschaften näher zu bringen. Das Steinbeis-Europa-Zentrum unterstützt diese Initiative.

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