Aktuell

Junge Forscher pauken Management

Mehr als 60 junge Wissenschaftler aus 13 europäischen Ländern besuchten Anfang Mai eine Seminarwoche zum Thema Wissenschaftsmanagement in Erkner. Die Workshops waren Kern des EU-Projektes TRAYSS PRIME und erweiterten das fachliche Wissen der Teilnehmer um Management- und Führungsfähigkeiten. Das Steinbeis-Forschungszentrum Technologie-Management Nordost in Rostock ist Koordinator dieses Nachwuchsförderprogramms.

Neben dem Projektmanagement in der Forschung, den Nutzungsmöglichkeiten geistigen Eigentums und Bewerbungen um EUForschungsfinanzierungen waren Zeit- und Konfliktmanagement Themen der Workshops. Besuche bei Bayer Health Care und im Forschungsausschuss des Bundestages rundeten das Programm ab. Die Teilnehmer hatten die Gelegenheit, intensive fachliche Kontakte zu knüpfen und mögliche zukünftige Kooperationen einzuleiten. Die Seminarwoche wurde von der Lübecker ProSciencia Beratungs-GmbH in Zusammenarbeit mit den Projektpartnern Steinbeis-Forschungszentrum Technologie-Management Nordost und dem internationalen Biotechnologie- Netzwerk ScanBalt organisiert.

Die slowakische Doktorandin Zuzana Hugonin arbeitet wissenschaftlich im Bereich der Anorganischen Chemie an der Universität Stockholm. Der Nutzen der Seminarwoche liegt für sie auf der Hand: „Ich habe nicht gewusst, wie viele vermeidbare Fehler ich in Projekten gemacht habe. Ich werde diese neuen Aspekte in die wissenschaftliche Arbeit einfließen lassen und bin mir sicher, dass eine klügere Vorbereitung und Organisation der anstehenden Aufgaben mehr Zeit und Flexibilität für die wissenschaftliche Arbeit bringt.“

Frank Graage, Leiter des Steinbeis-Forschungszentrums Technologie-Management Nordost, resümiert: „Das Feedback der Seminarteilnehmer und auch einzelne Gespräche mit dem Nachwuchs in den Lebenswissenschaften zeigen, dass die Idee von Managementseminaren den Puls der Zeit trifft.“ Der nächste Schritt sei nun, das Konzept vor allem in Graduiertenschulen und Forschungseinrichtungen zu implementieren.

Hightech Award CyberOne für die Gründler GmbH

Der Platz in der Trophäen-Vitrine der Gründler GmbH wird langsam knapp. Nachdem das junge Freudenstädter Unternehmen mit Steinbeis-Beteiligung im vergangenen Jahr schon mit dem Innovationspreis des Landes Baden- Württemberg ausgezeichnet worden war (siehe Transfermagazin 4/07), erhielt es jetzt den zweiten Preis des bwcon: Hightech Award CyberOne.

Die Gründler GmbH beschäftigt sich mit der Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Systemen für die Intensivmedizin. Im Jahr 2000 gegründet, arbeiten am Unternehmenssitz im Schwarzwald inzwischen 15 Mitarbeiter. Ausgezeichnet wurde Gründler für den medizinischen Atemgasbefeuchter HumiCare. Das Gerät kann die künstliche Beatmung an natürliche physiologische Verhältnisse anpassen und stellt eine wesentliche Innovation in der Intensivmedizin dar. Schädliche Nebenwirkungen und Komplikationen bei der künstlichen Beatmung können durch den Einsatz des Gerätes drastisch reduziert werden, gleichzeitig ist eine konstantere und zuverlässigere Leistung der Beatmung gewährleistet.

Der Hightech Award CyberOne ist der von der Wirtschaftsinitiative Baden-Württemberg: Connected e. V. (bwcon) vergebene Technologiepreis. Er zeichnet innovative und erfolgreiche Lösungen und Geschäftskonzepte von jungen und expandierenden Unternehmen aus Baden-Württemberg aus. Ziel ist neben der Förderung der jungen Unternehmen diesen den Zugang zu Venture- Capital-Gesellschaften zu erleichtern.

Kontakt

Markus Gründler
Dr. Christoph Gründler
Gründler GmbH (Freudenstadt)
info@gruendler-stiftung.org

Up-Date in New Media: Holtzbrinck und SHB starten “New Media Campus”

Die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck hat ein neues Weiterbildungsangebot speziell für den Bereich New Media aufgelegt. Akademischer Partner der Initiative ist die School of Management and Innovation (SMI) an der Steinbeis-Hochschule Berlin, die das Programm mitentwickelt hat.

„Mit den Themen des New Media Campus reagieren wir auf die wichtigsten Innovationen und Entwicklungen der Medienwirtschaft. Wir geben eine gezielte Antwort auf neue Technologien und veränderte Nutzergewohnheiten und wollen uns als führende Adresse für Gründer im New Media-Bereich positionieren“, erklärt Dr. Stefan von Holtzbrinck, Vorsitzender der Geschäftsführung und Gesellschafter der Verlagsgruppe.

Der New Media Campus spricht als Zielgruppe die Mitarbeiter aller Unternehmen der Verlagsgruppe an: von jungen Start-ups, etablierten New Media Unternehmen bis hin zu traditionellen Buch- und Zeitungsverlagen. Er bietet jeder Beteiligung genau die Inhalte, die sie braucht, um bei den rasanten Entwicklungen in der Medienbranche auf dem neuesten Stand zu sein. Die Weiterbildungsinitiative will ein verbessertes Kundenverständnis entwickeln, um die relevanten Entwicklungen für den eigenen Markt zu erkennen und Innovationen vorantreiben zu können.

„Der New Media Campus verabschiedet sich bewusst von klassischen Weiterbildungskonzepten: Hier werden Dinge angepackt, hier werden Trends aufgespürt. Und wir wollen Kompetenzentwicklung über innovative Formate fördern, bei der die Mitarbeiter und Führungskräfte der Verlagsgruppe voneinander und miteinander lernen“, so Carsten Rasner, Direktor der School of Management and Innovation. Zu diesen Formaten zählen beispielsweise Trainings zu „Management und Leadership“ sowie „New Media Markets and Technologies“, erlebnisbasierte Workshops mit Peer Groups, um das Kundenverständnis zu fördern, Netzwerk-Veranstaltungen und interaktive Plattformen für den fachlichen Austausch untereinander, aber auch mit Wettbewerbern und anderen Industrien. Die Dozenten des New Media Campus sind nationale und internationale Experten aus Wissenschaft und Medien-Praxis.

Die SMI ist seit einigen Jahren akademischer Partner der Stuttgarter Verlagsgruppe und hat verschiedene Research Center auf den Gebieten Innovationsmanagement sowie Medien- und Konvergenzmanagement etabliert. Überzeugt hat die Verantwortlichen bei Holtzbrinck die Verknüpfung von Wissenschaft und Wirtschaft. „Die SMI kennt sehr gut die Anforderungen der Wirtschaft und kann diese mit praxisorientierten Top-Dozenten bedienen. Sie ist deshalb ein idealer Partner,“ bekräftigt Cathrin Vischer, Leiterin Personalentwicklung und -marketing, die auf Verlagsseite für den New Media Campus verantwortlich ist.

Innovationspreis für Steinbeis Projekt

Bayerns Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein hat im Juni den Bayerischen Innovationspreis 2008 an die Continental AG und die Fachhochschule Ingolstadt verliehen. Einer der zehn Anerkennungspreise ging an Prof. Dr. Christian Kipfelsberger, Leiter des Steinbeis-Transferzentrums Kunststofftechnik – Verbundwerkstofftechnik in Naila und an seine Projektpartner SGL Technologies GmbH sowie Saint-Gobain Rigips GmbH.

Mit seinen Partnern hatte Kipfelsberger eine Gipskartonplatte entwickelt, die Wärme so gut wie Wasser leitet und vor elektromagnetischen Strahlen schützt. Beckstein würdigte, dass alle Preisträger „die Kunst bewiesen, aus herausragenden Ideen mit mutigen Partnern neuartige Produkte zu gestalten“.

Der Bayerische Innovationspreis wird seit 1996 verliehen und ist nach dem Preis des Bundespräsidenten der höchstdotierte staatliche Innovationspreis dieser Art in Deutschland. Mit dem Preis will die Bayerische Staatsregierung herausragende technische Innovationen als Vorbild und Leuchttürme im Land herausheben, um Eigeninitiative und Mut zu fördern. In der Jury sind Mitglieder des Wissenschaftlich- Technischen Beirats der Bayerischen Staatsregierung sowie der Bayerischen Akademie der Wissenschaften vertreten.

Renommierter Lehrbuchpreis für SHB-Professor Helmut Schneider

Hohe Auszeichnung für Professor Helmut Schneider, Inhaber des Lehrstuhls für Marketing und Dialogmarketing der School of Management and Innovation an der Steinbeis-Hochschule Berlin: gemeinsam mit seinem Kollegen Professor Klaus Backhaus (Universität Münster) erhielt er den Lehrbuchpreis des Verbands der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft e.V. (VHB).

Die Auszeichnung für das 2007 im Schäffer- Poeschel Verlag erschienene Lehrbuch „Strategisches Marketing“ wurde im Rahmen der Pfingsttagung des Verbands, die dieses Jahr an der Freien Universität Berlin stattfand, verliehen. Der VHB würdigte mit diesem Preis zum nun fünften Mal die Bedeutung wissenschaftlich fundierter Lehre im Fach Betriebswirtschaft.

Der Laudator, Professor Michael Kleinaltenkamp (Freie Universität Berlin), lobte in seiner Rede vor allem den didaktischen Aufbau des Buches: „Die Autoren haben es geschafft, das strategischeMarketing mit durchgängigen Analogien zum Leistungssport ausführlich und gut nachvollziehbar für den Leser darzustellen und zu erläutern.“

Der VHB bemüht sich um die Förderung der betriebswirtschaftlichen Forschung, Lehre und Nachwuchsförderung sowie die Kontaktpflege zwischen den Mitgliedern, zur Praxis sowie zu ähnlichen in- und ausländischen Institutionen. Der international orientierte Verband setzt sich aus über 1.600 Mitgliedern zusammen, die sich wissenschaftlich auf dem Gebiet der Betriebswirtschaftslehre betätigen.

Landesverdienstmedaille für Johann Löhn

Im Rahmen eines Festaktes verlieh der baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger im April die Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg an Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Johann Löhn als einen von 26 neuen Ordensträgern. Johann Löhn war bis 2004 Vorstandsvorsitzender der Steinbeis-Stiftung und ist amtierender Präsident der Steinbeis-Hochschule Berlin. Er erhielt die hohe Auszeichnung für seinen Einsatz für den Technologiestandort Baden- Württemberg.

Die Verdienstmedaille ehrt hervorragende Verdienste um das Land und seine Bevölkerung. Sie ist „[...] ein Zeichen der besonderen Wertschätzung und des Dankes an Ihre außergewöhnlichen Leistungen. Und sie ist auch Ausdruck der besonderen Verbundenheit mit unserem Land. [...] Mit Ihrer Leistung und Ihrem Einsatz, mit Ihrem Charakter und Ihrer Persönlichkeit, mit Ihrem Amtsverständnis und Berufsethos haben Sie sich um unser Gemeinwesen außerordentlich verdient gemacht“, so Oettinger in seiner Ansprache zu den ausgezeichneten Persönlichkeiten.

Die Medaille wird auf Vorschlag von Landtagspräsident und Regierungsmitgliedern und entsprechender Entscheidung des Ministerpräsidenten verliehen. Die Zahl der Ordensträger ist nach dem Stiftungsstatut auf 1.000 lebende Ordensträger begrenzt.

Kontakt

Anja Reinhardt
Steinbeis-Stiftung (Stuttgart)
anja.reinhardt@stw.de

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