Theorie trifft Praxis

20. Praxisforum an der Hochschule Karlsruhe

Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sind die Stärken der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften. Damit das kein hehres Ziel bleibt, sondern Studenten tatsächlich davon in ihrer Ausbildung profitieren, braucht es engagierte Professoren. An der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft forciert Professor Klaus Gremminger im Fachgebiet Informatik schon seit Mitte der 90er-Jahre den Praxisbezug. Eines der Projekte des Steinbeis-Leiters ist das „Praxisforum“, das Ende 2011 schon zum 20. Mal stattfand.

Neben der Veranstaltung, in der Studenten direkten Kontakt zu Unternehmen bekommen, bietet die Hochschule zahlreiche weitere Zusatzveranstaltungen und Leistungen für Studierende: eine Praxisbörse zur Vermittlung von externen Arbeiten oder der „Thematische Track“, der eine Vortragsreihe mit praxisnahen Schwerpunkten darstellt, sind nur zwei von vielen Beispielen.

Allen gemein ist der Ansatz, möglichst viel Praxisluft in den Hörsaal zu bringen. Beim 20. Praxisforum fasste Dekan Prof. Dr. Lothar Gmeiner das unter dem Motto „So viel Theorie wie nötig, so viel Praxis wie möglich“ zusammen. Gmeiner wie auch Kurator Karl Linder waren sich einig, dass Projektarbeiten und Abschlussarbeiten aus der realen Unternehmenswelt unersetzlich sind und helfen ein Netzwerk aufzubauen, mit dem der Einstieg ins Berufsleben einfacher wird.

Den Anspruch „Theorie trifft Praxis“ verfolgt Prof. Klaus Gremminger auch im Steinbeis- Transferzentrum Innovation > Development > Application (IDA) seit 1989. Als eines von heute rund 850 Zentren im Steinbeis- Verbund, davon 20 an der Hochschule Karlsruhe, trägt er mit seinen Kollegen und Mitarbeitern zum erfolgreichen Transfer von aktuellem Fachwissen in die Unternehmen vor Ort bei. „Diese enge Verbundenheit mit der Praxis wirkt sich positiv sowohl auf die Studierenden als auch auf die Professoren aus, da beide Seiten durch die anwendungsbezogene Transferarbeit profitieren“, so Prof. Dr. Michael Auer, Vorstand der Steinbeis- Stiftung, beim Praxisforum. Der harte Schock der Praxisrealität kann vermieden werden, Studierende können früh lernen, wozu eintheoretisches Wissen tatsächlich nützlich ist und welchen Praxisbezug es hat. Professoren können im konkreten Transfer erfolgreich wirken und das „geschaffene Wissen“ in der Lehre wie auch in der Praxis konkret anwenden. Ganz wesentlich dabei ist: neben der Schaffung und Vermittlung von Wissen bedarf es der Entwicklung von Kompetenzen, die letztendlich für den Erfolg, also auch für die notwendige Effizienz und hinreichende Effektivität entscheidend sind. Theorie trifft Praxis dann erfolgreich, wenn es eben nicht genug ist zu wissen, sondern Wissen auch erfolgreich angewendet wird.

Den Abschluss des Praxisforums bildete eine Podiumsdiskussion zwischen Vertretern aus Unternehmen und den Moderatoren Prof. Klaus Gremminger und Prof. Holger Vogelsang mit zahlreichen Fragen aus deminteressierten Auditorium. Wie macht sich der Unterschied zwischen Bachelor- und Masterabsolvent in der Praxis bemerkbar? Welche Qualifikationen werden zukünftig von Mitarbeitern erwartet? Entscheidet im Bewerbungsgespräch Studienabschluss oder Persönlichkeit? Die Vielzahl an Fragen machte denn auch deutlich, dass an der Fortführung des Praxisforums kein Zweifel bestehen sollte – schon im Mai findet das nächste Forum zwischen Unternehmen und Studenten statt.

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