Aktuell

„Top Jobs“ gibt’s bei TZM

Steinbeis-Transferzentrum zählt zu den besten Arbeitgebern 2011

Mit dem bundesweiten Unternehmensvergleich „Top Job“ zeichnet die compamedia GmbH die besten Arbeitgeber Deutschlands aus. Dazu befragte im Mai 2010 die Universität St. Gallen die Mitarbeiter des Steinbeis-Transferzentrums Mikroelektronik (TZM) und untersuchte das Personalmanagement des Unternehmens. Das Ergebnis: Das Zentrum erhielt im Januar von Mentor Wolfgang Clement in Duisburg das Gütesiegel „Top Job“ und steht damit in der Liste der besten Arbeitgeber Deutschlands.

Das Steinbeis-Transferzentrum bietet Engineeringdienstleistungen sowie Softwareentwicklungen für die Automobilindustrie und die Medizintechnik an und arbeitet damit in Zukunftsbranchen. Deshalb ist die Geschäftsleitung auch bereit, überdurchschnittlich in die persönliche und fachliche Entwicklung der Mitarbeiter zu investieren: „Gerade in der Entwicklungsarbeit ist das Know-how der Mitarbeiter der Schlüssel zum Unternehmenserfolg“, erklärt Personalleiterin Sandra Welter.

Als Entwicklungsdienstleister wollen die Göppinger weiter systematisch wachsen. „Aber nicht um jeden Preis“, macht Welter deutlich. „Das Menschliche darf dabei nicht auf der Strecke bleiben.“ In diesem Sinne soll das Unternehmen auch künftig positioniert werden – eine Vision, die durch das Führungspersonal mitgetragen wird. So herrscht in Göppingen beispielsweise ein ergebnisorientierter Führungsstil, etwa in den jährlich stattfindenden Mitarbeitergesprächen. Darin wir die Leistung jedes Einzelnen anhand von 18 Kriterien beurteilt. Genauso fließt aber auch das Feedback von Kollegen und Kunden mit ein.

Prof. Dr. Heike Bruch und ihr Team vom Institut für Führung und Personalmanagement der Universität St. Gallen untersuchten die Arbeit von 169 Personalabteilungen mittelständischer deutscher Firmen aller Branchen. Die 72 besten tragen das Gütesiegel „Top Job“ nun für ein Jahr.

„Die Auszeichnung basiert auf der Meinung unserer Mitarbeiter, das macht uns schon stolz“, sagt Welter. „Außerdem wissen wir nun, was die Belegschaft über unser Arbeitsklima denkt. Das war uns wichtig, denn nur so können wir uns als guter Arbeitgeber langfristig weiterentwickeln und die richtigen Maßnahmen einleiten.“

Burnout in der Erschöpfungsgesellschaft

Steinbeis-Informationsabend in Herrenberg

Mehr als 100 Zuhörer kamen zum Herrenberger Informationsabend des Steinbeis-Beratungszentrums Betriebliches Gesundheitsmanagement in Kooperation mit Dr. Jürgen Bauer und dem Netzwerk Gesundheit Herrenberg und Gäumed. Thema des Abends war Burnout und Burnout-Prophylaxe und die Frage „Wie kann es gelingen, die täglichen Herausforderungen energie-, humor- und lustvoller anzugehen?“.

Mit dieser Frage beschäftigte sich der Vortrag von Dr. Carsten Till, Facharzt für Innere Medizin, Psychotherapeut und Betriebswirt und seit 1999 Chefarzt der AHG Klinik Hardberg. Sein Credo: Entschleunigung und ein humorvoller und verständnisvoller Umgang mit sich selbst und den eigenen Stärken und Schwächen.

Carsten Till nennt zur Einführung erschreckende Zahlen. Ein Drittel aller Arbeitnehmer geben „starke psychische Belastungen“ an, mehr als zwei Drittel „allgemeine psychische und psychosomatische Symptome“. Die gesellschaftlichen Kosten der Gesundheitsschäden durch Produktivitätsausfälle, medizinische und therapeutische Behandlungen, Krankengeld und Rentenzahlungen sind enorm.

Den Schwerpunkt seines Vortrags legt Carsten Till, Vater von vier Kindern mit zwei verschiedenen Jobs an zwei Kliniken und reichhaltiger Selbsterfahrung im Balancieren, allerdings auf die Fragestellung, wie „genussvolle und kreative Lebensbalance auch in schwierigen Zeiten" gelingen kann. Seine Empfehlungen:

  • Einen Ausgleich zum Alltag und zur Pflichterfüllung in der Natur zu suchen. Sie helfe dabei, immer wieder zwischen Nichtigem und Wichtigem zu unterscheiden und eine Angemessenheit in den Dingen des täglichen Lebens zu erreichen, was gleichzeitig helfe, Prioritäten zu setzen.
  • Von der Außenschau gelegentlich die Aufmerksamkeit vermehrt nach innen zu richten und inneren Werten, Anlagen und Vorstellungen zu folgen.
  • Zwischen beruflichen Pflichten und privaten Herausforderungen immer wieder ein Gleichgewicht herzustellen.
  • Einen Ausgleich zwischen Geben und Nehmen anzustreben.
  • Zu unterscheiden zwischen Gegebenheiten, die sich nicht ändern lassen und zwischen Problemen, für die es eine Lösung gibt.
  • Perfektionisten empfiehlt Dr. Till, sich schon mit dem Erreichen und Umsetzen von 65 bis 70% der gesteckten Ziele zufrieden zu geben.
  • Fehler sollten als Lernfeld erkannt werden, um neue Sichtweisen und Lösungsmöglichkeiten hervorzubringen.
  • Gelegentlich sei es sinnvoll und bereichernd immer wieder Erfahrungen außerhalb des Gewohnten und Bekannten zu suchen, also einen Perspektivenwechsel einzunehmen.
  • Arbeitgeber sollten Mitarbeiter neben ihren fachlichen Kompetenzen nach Werten aussuchen, die der Wertehaltung des Unternehmens und der Mitarbeiterschaft entsprechen. Ziele müssen von der Geschäftsleitung klar definiert sein. Gleichzeitig müsse ein angemessener Handlungsspielraum gewährleistet werden, in welchem dem Einzelnen Art und Weise des Umsetzens und Erfüllens von Zielevorgaben weitestgehend selbst überlassen sei.

Der Abend gab allen Anwesenden zahlreiche Anregungen zur Selbstentwicklung und Kontaktmöglichkeiten zu Therapeuten und Fachleuten. Der Vortrag von Carsten Till kann per Mail beim Steinbeis-Beratungszentrum Betriebliches Gesundheitsmanagement angefordert werden.

Botschafterin für Unternehmerinnen

 

Das Steinbeis-Europa-Zentrum will mehr Frauen für Gründungen gewinnen 

Botschafterin für Unternehmerinnen werden, Gründerinnen unterstützen und die eigenen Erfahrungen weitergeben – das möchte das bundesweite Botschafterinnennetzwerk, das vom Steinbeis-Europa-Zentrum (SEZ) aufgebaut wurde.

„Wir möchten Frauen zu mehr Verantwortung und Eigeninitiative ermutigen. Dabei werden die Botschafterinnen eine wichtige Rolle als Impulsgeberin spielen und ihre Erfahrungen weitergeben“, so Dr. Petra Püchner, Geschäftsführerin des Steinbeis-Europa-Zentrums Stuttgart. Europaweit wurden erfolgreiche Unternehmerinnen dafür gewonnen, sich als Botschafterin zur Verfügung zu stellen. Sie engagieren sich, um in Schulen, Hochschulen oder zu Veranstaltungen zu gehen und Mädchen und Frauen Mut zu machen, die Karriere einer Unternehmerin in Betracht zu ziehen.

Die Botschafterinnen begeistern durch ihre eigene Biografie und ihre authentischen Erlebnisse. Sie kommen aus den verschiedensten Fachbereichen und haben unterschiedli che Ausbildungen. Das SEZ konnte für Deutschland bereits 65 Botschafterinnen aus 13 Bundesländern gewinnen. Alle Botschafterinnen erhalten den Titel „Ambassador of the European Network of Female Entrepreneurship Ambassadors“.

Im Dezember 2010 hatten die belgische Ministerin für Mittelstand und Landwirtschaft, Sabine Laruelle und Antonio Tajani, Vizepräsident der Europäischen Kommission, über 200 Unternehmensbotschafterinnen aus 20 Ländern zu einem europaweiten Netzwerktreffen nach Brüssel eingeladen, darunter zehn Botschafterinnen aus Deutschland.

Die Idee, dass Unternehmensbotschafterinnen Frauen ermutigen und motivieren eine Unternehmensgründung als Berufsweg zu wählen, wurde erstmals in Großbritannien und Schweden verwirklicht. In Deutschland wird das Netzwerk nun von der Europäischen Kommission und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung zu jeweils 50 Prozent für zwei Jahre gefördert. Weitere Partner sind Handwerk International Baden- Württemberg und das Euro Info Centre Trier. Das Steinbeis-Europa-Zentrum koordiniert das Netzwerk und pflegt den Kontakt zu den Schwesternetzen in Europa.

Kontakt

Dr. Petra Püchner
Tracey French

Steinbeis-Europa-Zentrum Stuttgart
su1216@stw.de

Ausgezeichnete Ausstellung

iF communication design award 2011 für das i/i/d

Das Steinbeis-Transferzentrum Institut für Integriertes Design (i/i/d) erhält für die Ausstellung „Stille Stars – extreme Materialien in extremen Anwendungen“ den begehrten iF communication design award 2011. Die Auszeichnung erhält das i/i/d für die im Auftrag der Wirtschaftsförderung Bremen entwickelte Konzeption, Gestaltung und Realisierung der Ausstellung, die im Wilhelm Wagenfeld Haus in Bremen zu sehen war.

Die sehr positiv von Fachpublikum, Unternehmen und der Öffentlichkeit aufgenommene Ausstellung, präsentiert und ehrt die besonderen, trotz herausragender Eigenschaften oft im verborgenen bleibenden Materialien, ohne die innovative, gut gestaltete Produkte nicht möglich wären. Es werden über 120 Produkte für das tägliche Leben, für die Gesundheit, die Industrie, Produktion, Sport und Freizeit oder Mobilität gezeigt.

Gegliedert ist die Ausstellung nach Gegensatzpaaren von Materialeigenschaften, wie beispielsweise „leicht und schwer“, „heiß und kalt“ oder „hart und weich“. Präsentiert werden die Exponate auf überkragenden, lebendig angeordneten und modular kombinierbaren Polyedern. Ein roter Faden in Form eines durch die gesamte Ausstellung gespannten Seiles schafft Orientierung und hält die zweite Informationsebene mit ausführlichem Hintergrundwissen und Beschreibungen bereit. So wird der Besucher sicher und informativ durch die Ausstellung geführt. Die Objekte dürfen angefasst, ausprobiert und im wahrsten Sinne des Wortes begriffen werden.

Hervorragende Leistungen

Steinbeis-Preis für Ravensburger Studentin

Das Steinbeis-Transferzentrum Korrosion und Korrosionsschutz an der Hochschule Ravensburg-Weingarten hat im Wintersemester 2010/11 den ersten Steinbeis-Preis vergeben. Er würdigt herausragende Leistungen und Studienabschlüsse von Studierenden und Absolventen des Fachbereichs Maschinenbau und ist mit 500 Euro dotiert. Erste Preisträgerin ist Huriye Cengiz. 

Als besonders preiswürdig werden Leistungen betrachtet, die mit überdurchschnittlichem Erfolg abgeschlossen wurden. Die bringt Huriye Cengiz mit: Sie hatte bei der ZF Friedrichshafen AG ihre Masterthesis zur „Eignung des Nitrocarburierens als Ersatz für das Einsatzhärten verzugskritischer Teile“ geschrieben, sich tiefgehend in die Wärmebehandlung moderner Stahlwerkstoffe eingearbeitet und ihr Masterstudium außerordentlich straff organisiert und in der Regelstudienzeit vorbildlich absolviert. Das Zusammenspiel aus wissenschaftlichem und industriebezogenem Anspruch in ihrer Arbeit hat mit den Ausschlag für die Preisvergabe an sie gegeben, denn eben diesen Anspruch vertreten die rund 800 Unternehmen im Steinbeis-Verbund.

Die Auszeichnung soll Ansporn für alle Studierenden der Hochschule sein. Über die Preisvergabe entscheidet eine Auswahlkom mission, der der Dekan des Fachbereichs Maschinenbau, der Leiter des Steinbeis-Transferzentrums Korrosion & Korrosionsschutz und der Prodekan der Fakultät angehören.

Das Steinbeis-Transferzentrum Korrosion und Korrosionsschutz wurde 1996 gegründet. Zu den Dienstleistungen des Unternehmens gehören Werkstoffanalytik, Prüfung von Beschichtungen und Verschleißprüfungen.

Hohe Ehre für Saarbrücker Materialforscher

Steinbeis-Leiter wird Ehrenmitglied der „Alpha Sigma Mu“

Prof. Dr.-Ing. Frank Mücklich, Saarbrücker Materialforscher und Leiter des Steinbeis-Forschungszentrums Material Engineering Center Saarland (MECS), ist als Fellow Member in die amerikanische Vereinigung der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik „Alpha Sigma Mu“ aufgenommen worden. Die griechischen Buchstaben stehen für „Art and Science of Materials“. Im Zuge der weltweiten Öffnung dieser Gesellschaft ist Frank Mücklich der erste deutsche Wissenschaftler, dem diese Ehre zuteil wurde.

Die Vereinigung wurde 1932 an der University of Michigan gegründet und ist heute an allen großen Universitäten in den USA vertreten. Ziel der Vereinigung ist es, herausragende Forschung und das internationale Netzwerk auf dem Gebiet der Materialwissenschaft zu fördern.

Frank Mücklich ist seit 1995 Professor für Funktionswerkstoffe der Universität des Saarlandes. Seit zwei Jahren leitet er außerdem das von ihm gegründete Steinbeis-Forschungszentrum Material Engineering Center Saarland (MECS). In den USA wurde der Saarbrücker Wissenschaftler jetzt nicht nur für seine exzellente Forschung ausgezeichnet, sondern auch wegen seines Engagements für den akademischen Nachwuchs. Vor zwei Jahren gründete er die Europäische Schule für Materialforschung (Eusmat), in der mehrere internationale Studiengänge der Saarbrücker Materialwissenschaft und Werkstofftechnik koordiniert und vermarktet werden. Frank Mücklich hat außerdem das Juniorstudium an der Universität des Saarlandes aufgebaut, das begabten Schülern schon vor dem Abitur Einblick in ein Universitätsstudium ermöglicht.

Bei seinen Forschungen beschäftigt sich Frank Mücklich zum einen mit der sogenannten Nano-Tomographie, die einen äußerst präzisen Einblick in das Innere von Werkstoffen ermöglicht. Mit diesen Erkenntnissen wollen die Saarbrücker Materialforscher nun neue Materialien entwickeln, denen die kurzzeitige extreme Hitze nichts ausmacht. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt von Frank Mücklich ist die Laserinterferenz- Technologie. Die Laserstrahlen erzeugen dreidimensionale mikroskopische Muster und verändern die innere Struktur der Materialien an der Oberfläche in einer nur hauchdünnen Schicht. Dadurch werden Materialoberflächen zum Beispiel reibungsarm und weniger anfällig für Verschleiß. Dies spielt für viele Bauteile von der Mikrosystemtechnik über die Automobilindustrie bis zum Maschinenbau eine wichtige Rolle.

Frank Mücklich wurde schon mehrfach mit hohen Auszeichnungen geehrt, darunter der mit einer Million Euro dotierte Alfried Krupp- Preis.

Seite teilen