Intelligente Angebotskalkulation

Projekte webbasiert verwalten, kalkulieren und analysieren

Die deutsche Automobilindustrie macht derzeit einen tief greifenden Wandlungsprozess durch. Automobilhersteller verlagern die Komplexität des Entwicklungs- und Produktionsprozesses zu den Zulieferbetrieben. Daraus resultieren stetig steigende Anforderungen an die Zulieferer, die nicht nur immer größere Module herstellen, sondern auch für die Entwicklung und das Projektmanagement verantwortlich sind. Durch den zunehmenden Wettbewerbsdruck kommt dem Kostenmanagement eine integrale Schlüsselrolle zu.

Angebote müssen häufig bereits vor Beginn der Entwicklungsphase erstellt werden. Eine frühe transparente, kundenspezifische Angebotskalkulation ist aber oft schwierig, da die Standard-IT-Systeme hierfür kaum Funktionalitäten bieten. Das Steinbeis-Transferzentrum Betriebliche Prozesse und IT-Systeme (BITS) in Weingarten hat dafür eine webbasierte Lösung entwickelt.

Die Mitarbeiter am Zentrum beschäftigen sich mit der Optimierung von Geschäftsprozessen und deren Abbildung in betriebswirtschaftlichen Softwareanwendungen. Sie haben eine spezielle webbasierte Systemumgebung entwickelt, die es erlaubt, einfach, schnell und flexibel Geschäftsanwendungen zu erstellen. Auf diese Weise können vielfältige Lösungen direkt im Browser entwickelt werden. Dem Systementwickler werden kleinste Standardbausteine für Dialogmasken zur Verfügung gestellt, so dass Anwender statt Programmierer nach einer Schulung von wenigen Tagen ihre eigenen Applikationen aufbauen können.

Auf dieser Basis hat das Transferzentrum BITS eine Webanwendung zur Angebotskalkulation für Automobilzulieferbetriebe erstellt. Das System ermöglicht nicht nur das übliche Anzeigen von Daten und ein Reporting, vielmehr ist es ein flexibles Kalkulationssystem, in dem auch das Stammdatenmanagement integriert ist. Zulieferbetriebe können vor und während des Entwicklungsprozesses projektbezogen Stammdaten pflegen, Stücklisten und Arbeitspläne aufbauen und fundiert Angebote kalkulieren. Die Stücklisten und Arbeitspläne werden im frühen Stadium als qualifizierte Schätzungen angegeben und mit fortschreitender Entwicklung konkretisiert.

Die wesentlichen Vorzüge eines webbasierten Systems liegen auf der Hand. Die Nutzung des Internetbrowsers macht eine zusätzliche Administration lokaler Software überflüssig. Durch die flexible, verteilte Datenpflege kann jeder autorisierte Nutzer an jedem internetfähigen Computer an den Projekten arbeiten. Außerdem können Systemanpassungen direkt über den Browser von Fachpersonal implementiert werden. Das reduziert den Aufwand für ein Customizing auf ein Minimum an Ressourceneinsatz.

Das System zur Steuerung der betrieblichen Abläufe stellt eine flexibel und vielseitig einsetzbare Plattform dar. Die Erstellung von Anwendungen erfolgt stark nutzerorientiert und die Integration in die im Unternehmen vorhandene IT-Welt ist über die Standard-Datenbankschnittstellen einfach umsetzbar. Dadurch wird ein rapid Enterprise Application Integration (rEAI) im Sinne einer schnellen Integration aller Vorsysteme und der einfachen Applikationserstellung erstmals auch mit den im Mittelstand verfügbaren personellen und finanziellen Ressourcen möglich.

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