Steinbeis Transfermagazin | Ausgabe 04/2015

Liebe Leserinnen und Leser,

überall wo etwas bewegt werden muss, kann die elektrische Antriebstechnik eingesetzt werden. In der modernen elektrischen Antriebstechnik werden mit leistungselektronischen Schaltungen elektrische Maschinen so gespeist, dass der angetriebene Prozess mit der gewünschten Drehzahl oder dem erforderlichen Drehmoment betrieben wird. Eine effiziente und leistungsfähige Antriebstechnik ermöglicht so in vielen Industriefeldern eine Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz. Dies macht die elektrische Antriebstechnik zu einer wichtigen Querschnittstechnologie für die europäische Wirtschaft.

Unternehmen, engagiert euch! | Entrepreneur sein kann man lernen. Dafür ist Verantwortungsbewusstsein der Etablierten von Nöten.

Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum es große Unternehmen von einst, die mal die Spitzenreiter auf ihrem jeweiligen Sektor waren, heute nicht mehr gibt? Beispiel: Das Nokia 1100 war mit 250 Millionen Verkäufen das meistverkaufte Handy der Welt und trotzdem gibt es diese Firma heute nicht mehr. Commodore Computers war einer der Pioniere auf dem Computermarkt und dominierte in den 1980er-Jahren die Konkurrenz. Vom C64 wurden damals jährlich zwei Millionen Stück verkauft, das bedeutete 50 Prozent Marktanteil. Trotzdem ging die Firma 1994 in die Insolvenz. Beide Unternehmen sind gescheitert. Warum?

Ressourceneffizienz auf betrieblicher Ebene

Welche Wertschöpfung geht Unternehmen durch Reststoffe, Abfälle und Fehlerprodukte verloren? Die Materialflusskostenrechnung nach der ISO 14051-Norm gibt Antwort darauf. Sie stellt eine Sonderauswertung der betrieblichen Kosten dar und basiert auf einer Analyse der Energie- und Materialflüsse, die in einem Unternehmen auftreten. Sie ist damit nicht nur Grundlage für eine Kostenbetrachtung, sondern erlaubt auch ökologische Bilanzen, z. B. einen Carbon Footprint eines Unternehmens. Das Steinbeis-Transferzentrum Marketing, Logistik und Unternehmensführung bietet basierend darauf Schulungen zur Ressourceneffizienz an.

Bildung für nachhaltige Entwicklung ist unabdingbar

Die Transport- und Logistikbranche zählt zu den wichtigsten Wirtschaftsbereichen in Deutschland und nimmt hinter der Automobilindustrie und dem Gesundheitswesen eine volkswirtschaftliche Spitzenposition ein. Betrachtet man in diesem Zusammenhang die Aktivitäten der mittelständisch geprägten Branche im Bereich von Energieeffizienz und Nachhaltigkeit, so zeigt sich, dass es noch eine Vielzahl von Ansatzpunkten gibt, entsprechende Aktivitäten in den Betrieben in Angriff zu nehmen und hierbei die Mitarbeiter aktiv einzubeziehen. Wie die Umsetzung in der Praxis aussehen kann, zeigt das Steinbeis-Innovationszentrum Logistik und Nachhaltigkeit.

Ressourceneffizienzmaßnahmen in der Produktion

Das Thema Energieeffizienz ist speziell durch das neue Energiedienstleistungsgesetz in den Vordergrund gerückt. Dabei wird oft übersehen, dass der größte Kostenblock im verarbeitenden Gewerbe Ausgaben für Materialien darstellen. Um Kostensenkungspotenziale zu nutzen und die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen, müssen Unternehmen daher konsequent auch alle Materialströme betrachten. Dabei stellt sich die Frage, wie ein Ressourceneffizienzprojekt strategisch und operativ angegangen werden kann. Das Steinbeis-Transferzentrum Energieund Umweltverfahrenstechnik, Eco-Management zeigt, welche Möglichkeiten im Bereich Ressourceneffizienz im produzierenden Gewerbe bestehen und dass es sich lohnt, hier genauer hinzusehen.

Strukturierte und zuverlässige Abwicklung mit Hilfe der Software CC Pro

Das Thema Rechtskonformität im Umweltbereich hat im Rahmen des VW-Skandals die Schlagzeilen nicht nur in den deutschen Medien bestimmt. Zum Austricksen von Prüfverfahren zur Emissionskontrolle von Dieselmotoren wurde Software entwickelt. Die Förderung des Gemeinwohls und der nachhaltige Schutz der Umwelt waren zweifelsfrei kein Ziel der Entwickler. Im Gegensatz dazu hat sich das Steinbeis- Innovationszentrum IVO - Informationssysteme für Verantwortungsbewusste Organisationen mit seiner CCPro-Software die Erforschung und Entwicklung innovativer Informationssysteme für das betriebliche Umweltmanagement und den Umweltschutz auf die Fahne geschrieben.

Steinbeis-Experten unterstützen nachhaltige Stadtentwicklung

Seit einigen Jahren wirkt das Steinbeis-Europa-Zentrum (SEZ) bei Projekten zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung in Europa mit. In diesen Projekten unterstützt es europäische Städte bei der Nachahmung urbaner nachhaltiger Konzepte auf dem Weg zu einer „Smart City“. Das SEZ kümmert sich darum, dass erfolgreiche Konzepte und nachhaltige Technologien weiter verbreitet und genutzt werden. Auch Unternehmen und Forschungseinrichtungen im Energiebereich begleitet das SEZ bei der Nutzung vorhandener Technologien.

Im Gespräch mit Heinz Pöhler, Leiter des Steinbeis-Beratungszentrums 4IES

Heinz Pöhler erklärt im Interview, warum er vom Thema Energie so fasziniert ist und welche Rolle nachhaltige Energiekonzepte in der Industrie und im Gebäudebereich spielen. Er denkt auch über die Zukunftsstrategie in diesem Bereich nach.

Im Gespräch mit Professor Dr.-Ing. Matthias Stripf, Leiter des Steinbeis-Transferzentrums Thermofluiddynamik und effiziente Energiewandlung

Professor Dr.-Ing. Matthias Stripf spricht mit der TRANSFER über effiziente Energieumwandlung und den momentanen Infrastrukturwandel des deutschen Energiesystems. Er geht auch der Frage nach, welche Herausforderungen dieser Prozess für alle Beteiligten bringen wird.

Ein wesentlicher Baustein zur Sicherstellung der Ressourceneffizienz

Es vergeht kaum ein Tag, an dem wir nicht mit dem Schlagwort „Energieeffizienz“ konfrontiert werden. Energieeffizienzlabel prangen uns beim Besuch entsprechender Fachabteilungen in Kaufhäusern entgegen, in denen Haushaltsgeräte und Elektronikartikel ihren Weg zum Konsumenten suchen. Auch im industriellen und gewerblichen Umfeld begleitet das Thema Energieeffizienz nahezu allgegenwärtig unsere Entscheidungsprozesse. Prof. Dr. Georg Kleiser, Leiter des Steinbeis-Beratungszentrums Energieeffiziente Produktion, erklärt, welche Aspekte Unternehmen dabei berücksichtigen sollen.

Im Gespräch mit Dr. Bertram Lohmüller, Leiter des Steinbeis-Innovationszentrums Nachhaltige Ressourcennutzung und Energiebewirtschaftung

Dr. Bertram Lohmüller setzt sich in der TRANSFER mit dem Thema nachhaltige und effiziente Ressourcennutzung auseinander und geht der Frage nach, welche Rolle die sozialen Aspekte dabei spielen. Er denkt auch über die zukünftige Entwicklung in diesem Bereich nach.

Im Gespräch mit Dietmar Ausländer, Leiter des Steinbeis-Transferzentrums Logistik und Fabrikplanung

Die Fabrik der Zukunft muss ressourceneffizient sein: Welche Aspekte spielen dabei die entscheidende Rolle? Welche Funktion übernimmt die Logistik bei der ressourceneffizienten Fabrikplanung? Dies und mehr erläutert Dietmar Ausländer im Interview.

Im Gespräch mit Professor Gerd Heilscher, Leiter des Steinbeis-Transferzentrums Dezentrale Regenerative Energiesysteme

Professor Gerd Heilscher gibt im Gespräch mit der TRANSFER einen Überblick über die wesentlichen Entwicklungen auf dem Gebiet der regenerativen Energiesysteme und spricht über die Bedeutung von Smart Grids in der aktuellen Transformation des Energiesystems. Er spricht über nachhaltige Energieversorgung und wagt eine Prognose für unsere „Energiezukunft“.

Arena Industrie 4.0 – Kontaktplattform – Steinbeis-Workshops – Vernissage

Gleich zwei Neuerungen brachte der Steinbeis-Tag 2015 mit sich, und beide erhielten von den Gästen Bestnoten. Am traditionellen „Steinbeis-Tag-Freitag“, sprich dem letzten im September, kamen dieses Jahr rund 500 Gäste erstmals ans Steinbeis-Haus für Management und Technologie (SHMT) in Stuttgart-Plieningen. Sie erlebten eine runderneuerte Programmvielfalt, die den Fokus auf Kommunikation, netzwerken und Kontakte knüpfen legte – und dafür scheint der neue Veranstaltungsort wie geschaffen.

Transferpreis der Steinbeis-Stiftung – Mitarbeiterehrung – Premiere „Early Birds“

Tradition trifft Vision, dies galt bei der Abendveranstaltung des Steinbeis-Tags, zu der rund 600 in- und ausländische Gäste in den Beethovensaal des Kultur- und Kongresszentrums Liederhalle in Stuttgart geladen waren. Den Abend prägten die Ehrung langjähriger Mitarbeiter im Steinbeis-Verbund, die Verleihung des Transferpreises der Steinbeis-Stiftung – Löhn-Preis sowie die Premiere des Steinbeis- Films „Early Birds“.

Transferpreis der Steinbeis-Stiftung 2015 | Preisträger I

Die Prüfung des Kontrastsehens mit Kontrasttafeln – speziellen Sehzeichentafeln mit abgestuftem Kontrast – ist in der täglichen klinischen Routine der Augenheilkunde in der Begutachtung der Fahreignung sowie in klinischen Studien zur Prüfung neuer Therapien für Augenerkrankungen wichtig. Das Steinbeis-Transferzentrum eyetrial am Department für Augenheilkunde in Tübingen hat gemeinsam mit der VISUS GmbH in Herrenberg standardisierte Bedingungen für die Prüfung des Kontrastsehens entwickelt. Für diese erfolgreiche Kooperation werden beide Projektpartner mit dem Transferpreis der Steinbeis-Stiftung ausgezeichnet.

Transferpreis der Steinbeis-Stiftung 2015 | Preisträger II

Um den elektrischen Energieverbrauch in der Industrie, im Haushalt und im Straßenverkehr zu senken, steigen die Anforderungen an die Energieeffizienz von elektrischen Antrieben stetig. Für eine Beurteilung der Optimierungsmaßnahmen zur Effizienzsteigerung bei elektrischen Maschinen und Stromrichtern sind präzise Messgeräte, Messmethoden und Analyseverfahren notwendig. Getrieben durch hohe Kundenanforderungen aus der Praxis und von dem Ziel, elektrische und mechanische Messwerte simultan und in Echtzeit zu erfassen und zu verarbeiten, haben das Steinbeis-Transferzentrum Energieeffiziente Leistungselektronik für elektrische Antriebe und Speicher an der Hochschule Aschaffenburg und die Hottinger Baldwin Messtechnik GmbH mit Sitz in Darmstadt gemeinsam die Spezifikationen der Messgeräte und der Datenanalyse abgeleitet und praktisch umgesetzt. Für die Rohdatenanalyse und präzise Effizienzmessung an elektrischen Antrieben erhalten die beiden Partner den Transferpreis der Steinbeis-Stiftung.

Transferpreis der Steinbeis-Stiftung 2015 | Preisträger III

Mit der Entwicklung von kollisionsmindernden und -vermeidenden Fahrerassistenzsystemen steigt die Nachfrage nach Ressourcen zum fahrmanöverbasierten Test der Fahrassistenzsteuergeräte im Labor. Im Fahrzeug ist ein umfassender Test der Softwarealgorithmen unter erschwerten Bedingungen möglich, da die Szenarien nur in speziellen Umgebungen und unter erheblicher Belastung der Testfahrer durchgeführt werden können. Spätestens seit der Serienentwicklung von ESP®-Steuergeräten hat sich in der Automobilindustrie der automatisierte Test von Fahrerassistenzsystemen in Hardware-in-the-Loop (HiL) Testumgebungen, in der die Umwelt virtuell nachgebildet ist, etabliert. Die Daimler AG, vertreten durch Mercedes Benz Cars Research and Development in Sindelfingen, beauftragte daher die Steinbeis Interagierende Systeme GmbH mit der Konzeption und Realisierung eines Systems, das es ermöglicht, ein Fahrzeug-Steuergerät für eine Fahrerassistenzfunktion an einem handelsüblichen PC zu betreiben und auf der Basis virtueller Fahrten zu testen. Für dieses Kooperationsprojekt geht der Transferpreis der Steinbeis-Stiftung 2015 an die beiden Unternehmen.

Transferpreis der Steinbeis-Stiftung 2015 | Sonderpreis

Prof. Dr. habil. Hans Jobst Pleitner erhält einen Sonderpreis der Steinbeis-Stiftung für seine langjährigen herausragenden Leistungen im Wissens- und Technologietransfer für den Steinbeis-Verbund. Die Stiftung ehrt ihn als Vorbild für gelebte Werte in Wissenschaft, Transfer und Gesellschaft.

Steinbeis-Studie weist data-driven HR als Werttreiber in Unternehmen aus

Seit 2009 führen die Steinbeis-Hochschule Berlin (SHB) und die Managementberatung zeb im zweijährigen Turnus eine Personalstudie durch. Befragt werden Personalverantwortliche, Geschäftsführer und Linien-Führungskräfte aus Kreditinstituten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die aktuell erschienene Längsschnittstudie entstand unter Leitung des Steinbeis-Transfer-Instituts zeb/business. school und wurde unterstützt durch Studienarbeiten an der School of International Business & Entrepreneurship (SIBE) der SHB.

Steinbeis-Team entwickelt mit Partnern Verfahren für den Schutz von Lastenfahrrädern

Elektronische Schutzeinrichtungen, im Volksmund als „Wegfahrsperren“ bezeichnet, sichern in Kraftfahrzeugen den Einsatz von elektronischen Autoschlüsseln oder „KeylessGo“-Mechanismen ab. Dass diese Schutzeinrichtungen fehlerbehaftet sein können, zeigen Erfahrungen aus den USA: Rund 150 Millionen Fahrzeuge lassen sich mithilfe „einfachster technischer Mittel“ auch unerlaubt in Betrieb setzen. Grund genug für das Steinbeis-Transferzentrum Identifikationsmedien & Identifikationsmanagement, gemeinsam mit drei Partnern eine geräteunabhängige technische Lösung umzusetzen.

Steinbeis-Team entwickelt Online-Notenverwaltung „digischule“ für Schulen und Lehrer

Cloud-Software ist inzwischen auch in Deutschland im Alltag angekommen. Zunehmend setzen Unternehmen und Behörden auf Lösungen aus dem Internet, die keinen lokalen Administrationsaufwand mit sich bringen. Dadurch lassen sich Zeit und Kosten sparen, und gleichzeitig die Sicherheit der Daten gewährleisten. Auch das Privatgymnasium Schwetzingen hat diesen Trend erkannt und setzt seit geraumer Zeit Cloud-Software ein – nun auch die Notenverwaltung „digischule“ des Steinbeis-Beratungszentrums Digitale Schule.

Das Steinbeis-Europa-Zentrum unterstützt bei der Entwicklung von Zukunftsstrategien

Die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen, insbesondere von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), hängt wesentlich von der Fähigkeit ab, Innovationen zu generieren, zu entwickeln und erfolgreich am Markt umzusetzen. Dabei spielt das Innovationsmanagement eine wichtige Rolle, bei dem das Steinbeis-Europa-Zentrum (SEZ) unterstützt. Zahlreiche Unternehmen in Baden-Württemberg haben davon schon profitiert und gemeinsam mit dem SEZ passgenaue Zukunftsstrategien entwickelt.Sommer2015

Steinbeis-Forschungszentrum Simulation entwickelt innovative Low-Cost-Dosieranlage

Ausnahmslos zufriedene Gesichter – das fand Ruben Maier, Leiter des Steinbeis-Forschungszentrums Simulation, bei seinem Besuch der internationalen Fachmesse für Klebetechnologien „Bondexpo“ in Stuttgart am Stand der Kübler GmbH vor. Als Initiator eines Entwicklungsprojektes von Kübler und Entwicklungsleiter der Dos.Base, hat Ruben Maier mit seiner innovativen Low-Cost Dosieranlage den Zahn der Zeit getroffen.

Steinbeis Transfermagazin

Transfer 04/2015

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