Forschung kompakt

IMMODGEL: Innovative Systeme für Immunmodulation bei Implantaten

Steinbeis ist Partner im EU-Projekt

Trans- und Implantationen misslingen oftmals durch die unkontrollierte Immunantwort des Empfängers. Ein transnationales Forscherteam mit Beteiligung des Steinbeis-Europa-Zentrums Karlsruhe stellt sich im EU-Forschungsprojekt IMMODGEL nun dieser Herausforderung.

Die internationalen Projektpartner konzentrieren sich auf Zahn- und Kehlkopfimplantate aus Titan. Sie untersuchen die lokale Immunmodulation in der Implantatumgebung durch innovative hydrogelbasierte Systeme. Ziel ist es, die häufigen unerwünschten Immunreaktionen, die Implantationen zur Folge haben, zu vermeiden. Ein innovatives System aus chemischen und biologischen Komponenten soll diese Reaktionen verringern. Das Design soll so anpassungsfähig sein, dass es für beliebige Implantate, medizinische Geräte oder Transplantate eingesetzt werden kann.

Darüber hinaus wird ein diagnostischer Test entwickelt, der die Immunreaktionen von Patienten auf Implantatmaterialien vorhersagen kann. Daraufhin werden die chemischen und physikalischen Eigenschaften des Designs so verändert, dass Abstoßungsreaktionen vermieden werden. Somit werden dank IMMODGEL Implantate zum ersten Mal individuell angepasst und unerwünschte Reaktionen minimiert.

Das Steinbeis-Europa-Zentrum übernimmt das administrative und finanzielle Projektmanagement und ist für die Bekanntmachung des Projekts, die Verbreitung der Projektergebnisse sowie für das Management der Kommunikationsaktivitäten und der geistigen Eigentumsrechte verantwortlich. Als Projektkoordinator agiert das SEZ zudem als Vermittler zwischen der Europäischen Kommission und den involvierten KMU und wissenschaftlichen Partnern.

Kontakt

Dr. Jonathan Loeffler, Dr. Mercedes Dragovits
Steinbeis-Europa-Zentrum Karlsruhe (Karlsruhe)
mercedes.dragovits@stw.de

Virtueller Prüfstand für die Gebäudeperformance

Steinbeis entwickelt an Software-Plattform mit

Als Hauptverursacher von CO2-Emmissionen spielen Gebäude eine Hauptrolle im Kampf gegen den Klimawandel. Eine entscheidende Schlüsseltechnologie wird die Gebäudeautomation sein, die heute das zentrale Nervensystem zur Steuerung aller gebäudetechnischen Anlagen bildet. Das Steinbeis-Innovationszentrum energie+ ist Partner bei der wissenschaftlich begleiteten Markteinführung der ersten Software für einen effektiven Controlling-Prozess für die Gebäudeautomation.

Gerade hier liegt eines der größten Defizite im Bauwesen: Für die Gebäudeautomation gibt es bisher keine Methodik zur exakten Spezifikation von Funktionen und ihrer Überprüfung. Im Ergebnis liegt die Energieeffizienz von Gebäuden im Betrieb 5-30% unter den konzeptionell möglichen Zielwerten.

In Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Braunschweig, der RWTH Aachen und der synavision GmbH, Aachen, stellt das Steinbeis- Innovationszentrum moderne Gebäude und Anlagen auf einen virtuellen Prüfstand. Auf der Software-Plattform „energie navigator“ können Automationsfunktionen präzise beschrieben und die Daten aus dem Betrieb mit dem Kennwert „Betriebsgüte“ bewertet werden. Damit liegt erstmals ein vertragsfester Indikator vor, der für die Abnahme und Überwachung von Automationsanlagen geeignet ist. Die zu erwartenden Einsparungen durch den Einsatz des virtuellen Prüfstands liegen nach ersten Erfahrungen in der Praxis bei rund 10% und mehr.

Das Steinbeis-Innovationszentrum energie+ wird im Feldtest die Evaluation der festgestellten Betriebsgüte und der identifizierten Betriebsfehler durchführen. Eigentümer von Bestandsgebäuden und -anlagen, die ihre Objekte testen wollen, können an der wissenschaftlich begleiteten Markteinführungsphase teilnehmen.

winLIFE auf dem neuesten Stand

Steinbeis-Forscher implementieren Richtlinie

Das Steinbeis-Transferzentrum Neue Technologien in der Verkehrstechnik macht mit der Software winLIFE in Verbindung mit Finiten Elementen eine rechnerische Lebensdauerabschätzung für komplexe Problemstellungen möglich. Die Software wurde nun um ein Modul zum statischen und Ermüdungsfestigkeitsnachweis nach Richtlinie des Forschungskuratoriums Maschinenbau e.V. (FKM) erweitert.

Die Analyse kann dabei nur für den „Nachweispunkt“ erfolgen, Spannungen können durch den Benutzer manuell (ohne FEM) eingegeben werden. Alle FKM-Beispiele können daher exakt nachvollzogen werden ohne, dass Rundungs- oder Vernetzungsprobleme aus der FE-Analyse Zweifel aufwerfen. Sobald sich der Benutzer mit dem System vertraut gemacht hat, wird er von der Möglichkeit der Datenübernahme aus FEProgrammen Gebrauch machen und nicht nur den Nachweispunkt errechnen sondern letztlich alle Punkte der Oberfläche, für die dann der Auslastungsgrad dargestellt wird. Damit ist eine hohe Flexibilität des Programms gegeben.

Die bisherigen weiteren winLIFE-Module stehen weiterhin zu Verfügung, die Einarbeitung wird durch zusätzlich geschaffene Seminarangebote erleichtert. Die Softwareerweiterung zur FKM-Richtlinie wird seit Juni ausgeliefert.

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