Bildung kompakt

Zertifikatslehrgang „Fachmediator/in für Großgruppen und Planungsprozesse“

Steinbeis-Transfer-Institut kooperiert mit dem VBI

Der demografische Wandel, der Weg hin zu einer nachhaltigen Stadt und die Energiewende sind nur einige der Herausforderungen, vor denen Mitarbeiter in Planungsbehörden stehen. Die Planer, ob in öffentlichen Stellen oder als beratende Ingenieure, sind oft damit konfrontiert mit divergierenden Interessen im Planungsprozess umzugehen. Dabei ist der Ausgleich von Konflikten Bestandteil ihrer Arbeit. Hinzu kommt, dass eine aktive Bürgerbeteiligung immer mehr als wichtiger Bestandteil einer erfolgreichen Stadtplanung wahrgenommen wird. Zusammen mit dem Verband beratender Ingenieure (VBI) hat das Steinbeis-Transfer-Institut Akademie für Soziales und Recht der Steinbeis-Hochschule Berlin daher die Ausbildung zum Fachmediator in Großgruppen und Planungsprozessen im öffentlichen Raum konzipiert.

Die Energiewende setzt auch die Energiewirtschaft unter einen hohen Veränderungsdruck. Sei es im innerbetrieblichen Bereich aufgrund des hohen Kostendrucks oder durch strukturverändernde Maßnahmen, die die Regulierungsbehörde auferlegt. Dies fördert sowohl Konflikte im innerbetrieblichen Bereich als auch mit Kunden. Aus diesen Gründen ist im Rahmen von öffentlichen Bau- und Planungsprozessen der Umgang mit Bürgerbeteiligungsprozessen und Konflikten stark gestiegen. Viele Kommunen versuchen aktuell schon, eine neue Beteiligungskultur zu etablieren. Bei Veranstaltungen und durch innovative Beteiligungsverfahren wie Online-Dialoge sind die Bürger der Stadt aufgerufen, an deren Gestaltung teilzunehmen.

Die Ausbildung zum Fachmediator in Großgruppen und Planungsprozessen im öffentlichen Raum richtet sich an beratende Planungsingenieure, Projektplaner, Regionalmanager, Mitarbeiter von Planungsbehörden oder aus der Energiewirtschaft. Der erste Ausbildungsgang wurde im November 2014 abgeschlossen, der neue Kurs startete im März in Leipzig.

„Fit for China!“: In drei Schritten zur erfolgreichen Zusammenarbeit

Steinbeis-Transfer-Institut startet Kompetenztraining

Die Zusammenarbeit zwischen deutschen und chinesischen Unternehmen nimmt seit Jahren stetig zu, insbesondere die Kooperationen in Deutschland. Fehlendes Wissen über die kulturellen Unterschiede gefährdet dabei viele Vorhaben oder verteuert sie enorm, da die deutschen Mitarbeiter gar nicht oder zu wenig auf die „Herausforderung China“ vorbereitet sind. Das Steinbeis-Transfer-Institut Management und Kultur in Ostasien an der Steinbeis-Hochschule Berlin wurde im vergangenen Jahr gegründet und entwickelt momentan einen Masterstudiengang Wirtschaftssinologie. Die Ausbildung soll Betriebswirtschaftslehre, Sinologie und Landeskunde vermitteln und Absolventen bestmöglich auf die Zusammenarbeit mit chinesischen Unternehmen vorbereiten.

Als ersten Schritt hat das Institut das Trainingsprogramm „Fit for China!“ entwickelt, das sich an Manager und Nachwuchskräfte richtet, die sich konkret auf einen Chinaaufenthalt oder die Kooperation mit chinesischen Unternehmen vorbereiten wollen. In dem dreistufigen Programm sollen die Teilnehmer China entdecken und verstehen sowie ihre Aktivitäten in China gestalten lernen. Ziel ist der Aufbau einer China-Kompetenz, mit der die Teilnehmer Herausforderungen im China-Business eigenständig bewältigen können und in der Lage sind, ihr eigenes Handeln im Kontext der chinesischen Kultur zu reflektieren.

Das Kompetenztraining beschränkt sich nicht auf die interkulturellen Unterschiede, sondern greift gezielt Fachthemen aus chinesischer Perspektive auf. Dazu zählt zum Beispiel „Innovationsmanagement in China“, „Sourcing“ oder das wichtige Thema „Partnerschaften“. Für das Programm konnte das Institut Experten aus der Wirtschaft gewinnen, die ihre Chinaerfahrung an die Teilnehmer weitergeben. Die sprachlichen Fertigkeiten werden vom Kooperationspartner Konfuzius-Institut in Hamburg vermittelt.

Für Teams beider Nationalitäten gibt es zudem das Angebot eines interkulturellen Workshops, bei dem vor allem eine effiziente Kommunikation im Fokus steht. Das gesamte Trainingsprogramm ist sowohl in öffentlichen Kursen als Einzelteilnehmer buchbar, aber auch als Inhouse- Veranstaltung für Unternehmen.

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