Die intelligente Simulation von Linienbusgetrieben

Preisträger 2004: Voith Turbo GmbH & Co. KG, Steinbeis-Transferzentrum Neue Technologien in der Verkehrstechnik/Ulm

Linienbusse haben einen individuellen Fahrzyklus. Sie starten, beschleunigen und bremsen wieder ab – eine Herausforderung für Motor und Getriebe. Welche Getriebe auf diesem Sektor zukunftweisend sind, testen die Hersteller mit aufwändigen Simulationsprogrammen.

Hersteller von Automatikgetrieben optimieren die Schaltprogramme so, dass der Kraftstoffverbrauch möglichst gering ist. Der Betreiber erwartet niedrige Wartungskosten und eine lange Lebensdauer. Um diese Standards zu erreichen, simulieren die Hersteller vor der Fertigung jedes Getriebeteil und stellen damit die erwartete Belastung des Antriebs dar. 

Bei der Voith Turbo GmbH & Co. KG hat man schon in den 80er Jahren gemeinsam mit dem Steinbeis-Transferzentrum Neue Technologien in der Verkehrstechnik mit Sitz in Ulm ein komplexes Simulationsprogramm speziell für Automatikgetriebe von Linienbussen entwickelt. Dieses Programm wurde in Folgeaufträgen kontinuierlich ergänzt und angepasst. Das so genannte Voith AntriebsStrang Optimierungs-Programm, kurz „VASOP“, zeigt per Mausklick besonders belastete Teile und wie Getriebe optimal angepasst werden können.

Mit Hilfe der Simulation können Lebensdauer, Kraftstoffeinsparungen, neue Materialien, die intelligente Wahl von Gängen, Schaltpunkten und Getriebekoppelstrukturen nachhaltig optimiert werden. Daten und Ergebnisse von VASOP werden heute auch in anderen Bereichen des Unternehmens genutzt, etwa bei der weltweiten Erfassung von Getriebedaten und deren Auswertung – eine wichtige Voraussetzung für die Automatikgetriebe von morgen.

Zuletzt geändert am 17. Oktober, 2011 von roller