Bildung mit Zukunft: Impulse für einen Studiengang Anwendungsinformatik

Bildung ist anerkanntermaßen kein Sachgut, sondern ein Service, bei dem sich ein Erfolg allerdings nur dann einstellt, wenn der oder die zu Bildende selbständig mittut. Die Informations- und Kommunikationstechnologie ist in unserer Zeit eine ähnlich faszinierende und Milliarden Anwender auf der ganzen Welt in ihren Bann ziehende Entwicklung wie der Fahrzeugbau oder die Automobilindustrie des 20. Jahrhunderts. Nach einem Jahrzehnte andauernden Ausdifferenzieren von informatischen Teilgebieten, scheinen sich heutzutage die verschiedenen Bindestrich-Informatiken unter dem Hauptfach Modellierung zu einer einzigen, ganzheitlichen Anwendungsinformatik vereinen zu lassen.

Für den Aufbau einer solchen bildet das begriffliche Dreigestirn Mensch-Organisation-Technik die maßgebliche Orientierung. Denn vielen Bindestrich-Informatiken mangelt es heute sowohl an einer vertieften und thematisch fokussierten Technik als auch am Faktor Mensch. Und dies gilt sowohl für die Konzeption der jeweiligen Studiengänge als auch für deren Durchführung. Nach 40 Jahren ist es daher höchste Zeit, dieses „Bindestrich-Blendwerk“ aufzudecken und zu überwinden. „Wir benötigen mehr Anwendungsinformatiker (m / w) und weniger Programmierer (m / w)“ lautet in Industrie und Administration weltweit das Credo. Ein Studiengang Anwendungsinformatik liegt dabei nicht nur nahe: Eine Hochschule, die im informatischen Umfeld eine zukunftsorientierte Ausbildung bieten will, welche überdies auch diejenigen Studierenden abholt, die ansonsten der Informatik gegenüber eher skeptisch eingestellt sind, kommt an diesem Studiengang nicht vorbei. Wie ein solcher idealerweise aufgebaut sein sollte, damit er auch bei möglichst vielen jungen Menschen das oben erwähnte Mittun auslöst, ist Thema dieses Kurzvortrags.

Loading the player ...

Zuletzt geändert am 13. Dezember, 2011 von HJE