Editorial

Ralf Dillerup

Liebe Leserinnen und Leser,

das Jahr 2011 neigt sich dem Ende zu, und es fällt schwer eine Bilanz zu ziehen. Wir haben ein Jahr mit hohem Wachstumstempo hinter uns, in dem in vielen Fällen an der Kapazitätsgrenze gearbeitet wurde und Rohstoffe sowie Arbeitskräfte knapp wurden. Entsprechend zeigen viele Geschäftsberichte Rekordergebnisse.

Gleichzeitig ist das Jahr 2011 auch geprägt von Umbrüchen, Unsicherheit und Krisen. Dynamik und Volatilität erschweren die Rahmenbedingungen wirtschaftlichen Handelns. Dies wird insbesondere in einer starken Wirtschaftsregion wie Heilbronn-Franken mit zahlreichen Weltmarktführern und gar nicht so versteckten „Hidden Champions“ sichtbar. Wo Innovation, mittelständisch geprägtes Unternehmertum und Orientierung am Weltmarkt zusammentreffen, dort wird der Blick auf dynamische und unsichere Umwelten von einem Boom-Jahr nicht geblendet. Unternehmen beschäftigen sich daher nicht nur mit der Bewältigung des Booms, sondern auch intensiv mit Flexibilisierung und Verbesserung, um den steigenden Anforderungen Stand zu halten. So arbeiten Unternehmen betriebswirtschaftlich an Themen wie z. B. Flexibilität und Transparenz in der Unternehmenssteuerung, Prozessen und Systeme zur Steuerung des globalen Geschäfts, Risikomanagement, Compliance, Nachhaltigkeit und nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Schuldenkrise auch an Liquidität und Finanzierung.

Unterstützung erhalten Unternehmen dabei durch Wissenstransfer aus Hochschulen und Netzwerken zum Erfahrungsaustausch zwischen Unternehmen. Im Heilbronner Steinbeis-Zentrum für Betriebswirtschaft und Unternehmensführung bündeln wir Kompetenzen in Form von Beratung, Kongressen, Studien und Beiratsfunktionen, um sie Unternehmen zur Verfügung zu stellen.

So bieten wir Aus- und Weiterbildungsangebote in Seminaren und Studiengängen beispielsweise in den Bereichen Controlling, Rechnungswesen und Unternehmensführung. Am Heilbronner Graduiertenkolleg wird neben dem Transfer bestehenden Wissens auch anwendungsorientierte Forschung betrieben, um mit neuen Erkenntnissen Impulse für Unternehmen zu geben.

Ein weiterer Schwerpunkt der Transferarbeit ist Erfahrungsaustausch in starken regionalen Netzwerken der Bereiche Controlling, Strategie, Marketing und Vertrieb. Das Transferpotenzial aus Vorträgen, Workshops und Projekten ermöglicht thematische Auseinandersetzung, das Suchen nach guten Referenzbeispielen und methodi- scher Entwicklung. So arbeiten beispielsweise im Controlling-Dialog über 330 Mitglieder in verschiedenen Arbeitsformen und Themenschwerpunkten zusammen. Steinbeis ist mit weiteren 26 Unternehmen in der Region vor Ort präsent, die Kolleginnen und Kollegen leisten hier wichtige Beiträge auf ihren Gebieten für den Transfer in die Wirtschaft. Zahlreiche weitere Steinbeis- Projekte stellt Ihnen das aktuelle Transfermagazin vor. Ich wünsche Ihnen viele neue Impulse und eine interessante Lektüre!

Prof. Dr. Ralf Dillerup

Prof. Dr. Ralf Dillerup

... ist Institutsleiter und Gesellschafter der zfbu GmbH. Das Zentrum für Betriebswirtschaft und Unternehmensführung ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Steinbeis-Hochschule Berlin mit Professoren der Hochschule Heilbronn. Es bündelt Beratung, Transfer und anwendungsorientierte Forschung.

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Zuletzt geändert am 22. März, 2012 von HJE