Preisträger 2015

Innovative Testumgebung und Softwarewerkzeuge für moderne Fahrerassistenzsysteme

Mit der Entwicklung von kollisionsmindernden und -vermeidenden Fahrerassistenzsystemen steigt die Nachfrage nach Ressourcen zum fahrmanöverbasierten Test der Fahrassistenzsteuergeräte im Labor. Im Fahrzeug ist ein umfassender Test der Softwarealgorithmen unter erschwerten Bedingungen möglich, da die Szenarien nur in speziellen Umgebungen und unter erheblicher Belastung der Testfahrer durchgeführt werden können.

Dr. Oliver Bühler, Steffen Wittel, Karsten Hünlich , Dr. Daniel Ulmer, Markus Höfling, Dr. Helmut Keller, Joachim Missel (v.l.n.r)

Spätestens seit der Serienentwicklung von ESP® -Steuergeräten hat sich in der Automobilindustrie der automatisierte Test von Fahrerassistenzsystemen in Hardware-in-the-Loop (HiL) Testumgebungen, in der die Umwelt virtuell nachgebildet ist, etabliert.

Die Daimler AG, vertreten durch Mercedes Benz Cars Research and Development in Sindelfingen, beauftragte daher die Steinbeis Interagierende Systeme GmbH mit der Konzeption und Realisierung eines Systems, das es ermöglicht, ein Fahrzeug-Steuergerät für eine Fahrerassistenzfunktion an einem handelsüblichen PC zu betreiben und auf der Basis virtueller Fahrten zu testen.

Die Kooperation mündete vor zehn Jahren in einen Prototyp. Mittlerweile werden Testsystem und Methode – genannt „Mini-HiL“ - für die Serienentwicklung umgebungserfassender Fahrerassistenzsysteme eingesetzt. Die Komplexität der Testumgebung – insbesondere der benötigten Simulation – konnte so gekapselt werden, dass sich die Einarbeitungszeit für die Verwendung der Testplattformen auf ein Minimum beschränkt.  Die steigende Anzahl und Komplexität der Fahrzeugfunktionen sorgte über die Generationen der Fahrerassistenzsysteme für eine Vervielfachung des Testvolumens. Eine stetige Herausforderung ist es, die manöverbasierte Testsprache anwendbar und einfach zu halten und trotzdem die vielfältigen Anforderungen an die Testplattform umzusetzen. Die Entwicklung der Testwerkzeuge wurde von Daimler und dem Steinbeis-Team mit vorausschauenden Projekten, Schutzrechten, Abschlussarbeiten und Dissertationen zusammen mit der Universität Tübingen und den Hochschulen Esslingen und Karlsruhe gestaltet. Für diese Entwicklungs- und Transferleistung wird den Projektpartnern der Transferpreis der Steinbeis-Stiftung – Löhn-Preis verliehen.

Projektpartner

  • Daimler AG, Stuttgart
  • Steinbeis Interagierende Systeme GmbH, Esslingen 

Ansprechpartner

Dr. Oliver Bühler, Dr. Daniel Ulmer

Steinbeis Interagierende Systeme GmbH, Esslingen

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