Steinbeis Transfermagazin | Ausgabe 03/2016

sicher kennen Sie den Steinbeis-Film „Early Birds"? Wer trägt erfolgreich Erforschtes ins wirkliche Leben und verleiht dem Wissen damit seinen wahren Wert? Dafür benötigen wir Menschen, die unternehmerisch denken und handeln, die als Innovatoren auftreten, neue Ideen aufgreifen und etablieren, die bereit sind, sich Risiken auszusetzen und die mit Unsicherheit umgehen können – Entrepreneure!

Das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) unterstützt als Förderprogramm des Wirtschaftsministeriums (BMWi) die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit von kleinen bis mittleren Unternehmen (KMU). Auch in diesem Jahr fand im Juni im Rahmen des Programms der Innovationstag Mittelstand auf dem Gelände des Bundeswirtschaftsministeriums mit dem Projektträger, der AIF Projekt GmbH, statt. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel zählte in seiner Eröffnungsrede ZIM-geförderte Spitzenleistungen zu den Paradebeispielen weltweit geltender Innovationsattribute. Wer zu den 350 Ausstellern des jährlich stattfindenden Mittelstands-tages gehört, der kann mit dem Alleinstellungsmerkmal „verfahrenstechnisch innovativ“ auf dem Absatzmarkt als Pionier voranschreiten. Bereits das dritte Jahr in Folge hatte sich das Team um Rüdiger Jung, Leiter des Steinbeis-Innovationszentrums Systemlösungen in Mess- und Automatisierungstechnik in Mannheim, für die Teilnahme qualifiziert und konnte sein im Rahmen eines BMWi-Förderprojektes in Kooperation mit Forschungspartnern entwickeltes Exponat vorstellen.

Professor Dr. habil. Andreas Aulinger erklärt, wie sich die Entrepreneurship-Definition im Laufe der Zeit weiterentwickelt hat und mit welchen Fragen sich die Entrepreneurship-Forschung beschäftigt. Daneben setzt er sich im Gespräch mit der TRANSFER mit den Folgen der Digitalisierung der Wirtschaft für Entrepreneure auseinander.

Disruptive Veränderungen im Rahmen der digitalen Revolution verändern nicht nur Geschäftsprozesse und -modelle, sondern auch die Arbeitswelt. Deutschland hat die Chance einen eigenen und nachhaltigen Weg einzuschlagen, um diesen historischen Umbruch zu bewältigen. Entscheidend für einen gelingenden Übergang sind die Menschen; sie gilt es zu befähigen, sich selbstbewusst und kompetent in die Gestaltung der digitalen Gesellschaft und Arbeitswelt einzumischen. Mit dem Training dieser Befähigung sollte früh begonnen werden. Die zentrale Frage dabei ist, welche fachlichen und personalen Kompetenzen wir unseren Jugendlichen mitgeben müssen, um sie gut auf die Arbeitswelt 4.0 vorzubereiten.

Professor Dr. Orestis Terzidis spricht mit der TRANSFER über Entrepreneurship-Forschung sowie Technology Entrepreneurship und über die Folgen des aktuellen Digitalisierungstrends für zukünftige Entrepreneure.

Das Konzept der „Sieben Schlüsselfragen“ wurde am Steinbeis-Transfer-Institut Innovation & Business Creation in Gräfelfing entwickelt. Es überprüft durch einige wenige Checkpunkte Geschäftsideen und Innovationen auf ihre Realisierbarkeit hinsichtlich Zielkunden, Wertangebot, Abgrenzung vom Wettbewerb und Wirtschaftlichkeit.

Professor Dr. habil. Achim Walter erläutert in der TRANSFER, was sechs blinde Männer und ein Elefant mit dem Begriff „Entrepreneur“ gemeinsam haben. Des Weiteren geht er der Frage nach, welche Faktoren für den Erfolg akademischer Spin-offs unabdingbar sind.

Dass es mehrere Faktoren sind, die über Erfolg oder Misserfolg einer Gründung entscheiden, ist schon lange bekannt. Aber welche Rolle spielt dabei die Persönlichkeit der Gründer und wie wird diese definiert? Wird man als Gründer geboren oder kann man diese Eigenschaft erlernen? Diesen und anderen Fragen gehen Prof. Dr. Werner G. Faix und Jens Mergenthaler von der School of International Business and Entrepreneurship (SIBE) der Steinbeis-Hochschule Berlin in ihrer Forschung nach.

Thomas Link gründet mit der Geschäftsidee „FTT - Fahrbarer Transporttisch“ gemeinsam mit Philipp Pfundstein und Karl-Bang Gottlebe sein eigenes Start-up. Im Rahmen des ESF-Förderprogramms „Exi-Gründungs-Gutscheine“ begleitete Ruben Maier, Leiter des Steinbeis- Forschungszentrums Simulation, der bei Steinbeis als Existenzgründerberater tätig ist, das Team. In einem gemeinsamen Interview berichten die beiden über ihre Erfahrungen in diesem Gründungsprojekt.

Die beiden Gründer Markus Matt und Arne Sauer sind alte Hasen in ihrem Freizeitsport, dem Klettern und Bouldern, ganz neu sind sie hingegen im Geschäft der Boulderhallenbetreiber. Bereits vor drei Jahren kam die Idee auf, eine Boulderhalle in Freiburg zu eröffnen und das eigene Hobby zum Beruf zu machen. Doch noch bevor die Idee in die konkrete Umsetzung gehen konnte, traten zwei Mitbewerber auf den Plan, die bereits mitten in der Bauphase steckten. Gerade noch rechtzeitig wurde den Gründern bewusst, wie wichtig es ist, seinen Markt und den Wettbewerb im Auge zu behalten und professionelle Unterstützung zu haben. Mit der Hilfe des Steinbeis-Beraters Peter Becker sollte das ehrgeizige Vorhaben nun endlich in die Tat umgesetzt werden.

Nachhaltig, fair, authentisch. Die neuen Entrepreneure stellen die Sinnfrage. Sie wollen ein Business gründen, das zu ihnen passt. Die Rahmenbedingung: Mit wenig Startkapital langsam wachsen. Das Steinbeis-Beratungszentrum Nachhaltigkeit – Strategie - Innovation hat für diese Gruppe von Gründern das Sustainable Business Design Konzept entwickelt.

Unternehmen, die den steigenden und sich verändernden Anforderungen des Marktes gewachsen bleiben wollen, müssen sich stetig weiterentwickeln und verändern. Die Leiter des Steinbeis-Beratungszentrums Unternehmerexzellenz stellen sich die Frage, wie dieser Unternehmensentwicklungsprozess gestaltet werden soll, um erfolgreich zu sein, und warum er trotz sogfältiger Vorbereitung scheitern kann.

Am Anfang unserer Gründung war uns eigentlich nur die Idee klar, das ist uns aber erst in der Rückbetrachtung bewusst geworden. Nämlich die Idee, eine Plattform für erlebnisorientiertes Lernen zu gründen, die sich grundsätzlich von dem unterscheidet, was der Markt aktuell anbietet. Bis diese Idee Realität wurde, lag noch ein langer und manchmal schwieriger Weg vor uns, auf dem uns Steinbeis professionell begleitet hat. Uns, das sind Sonja Johanna Döring und Alex Müller, Gründer der no/academy in Stuttgart.

Entrepreneure verändern die Welt. Nachhaltig. Aus Begeisterung für eine neue Idee oder aus Unzufriedenheit mit der derzeitigen Situation  bringen sie Neues in die Welt und sorgen auf diese Weise für Lösungsansätze, die besser sind, als die, die wir schon kannten. Sie schaffen  Arbeitsplätze und erhöhen den Wohlstand und die Innovationskraft von Volkswirtschaften. Bei dieser Entwicklung spielen die technologischen  Trends und die damit verbundenen Geschäftsmodelle eine wichtige Rolle, meint Prof. Dr. Peter Philippi-Beck  (Steinbeis-Transferzentrum Internationalisierung - Beteiligungen - Nachfolgeregelung) in seinem Beitrag.

Professor Peter Schäfer erklärt im Interview mit der TRANSFER, warum ihm das Thema Entrepreneurship Education so am Herzen liegt, und stellt das Dienstleistungsangebot der ifex vor.

Zunehmend sind unternehmerische Initiativen gefragt, um den bevorstehenden Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft vorteilhaft zu gestalten. Geschäftsmodelle bestimmen zukünftig, wie erfolgreich und anpassungsfähig Unternehmen sein werden. Neue Methoden, darunter die Canvas-Methode, ermöglichen deren systematische Entwicklung und Erprobung. Prof. Reinhold König, Leiter des Steinbeis-Transferzentrums Technischer Vertrieb + Management, stellt sie vor.

Warum müssen gesunde Sprossen bis heute auf umständliche Art in Plastikdosen oder Keimgläsern gezogen werden? Diese Frage führte Josef Teips und seine beiden Mitgründer Marina Zeisler und Alexander Lier zur Gründung der Cell-Garden GbR. Sie hatten die Idee für einen hochmodernen „schnellen Brüter“, der allerdings nicht in Form eines gewaltigen Atomkraftwerkes, sondern als leise Revolution in der Küche kommt. Auf dem Weg zur Gründung wurden sie von Martin Ritter, Leiter des Steinbeis-Beratungszentrums Unternehmenssicherung, begleitet.

Zehn Jahre war Bülent Gençdemir schon erfolgreich als Technischer Leiter im Rundfunk und Fernsehen tätig, als er den großen Schritt zur Selbstständigkeit wagte: 2016 gründete er sein eigenes Unternehmen „SÜDFILM - Film- und Fernsehproduktion aus Freiburg im Breisgau“. In der Gründungsphase wurde er von Johannes Merkel unterstützt, Leiter des Steinbeis-Beratungszentrums Unternehmensgründung und -entwicklung.

Damit ein Gründungsvorhaben gelingt, müssen im Vorfeld zahlreiche relevante Fragen geklärt werden. Mit dem „Exi-Gründungs- Gutschein“ unterstützt das Steinbeis-Beratungszentrum Existenzgründung Gründer auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit. Erfolgreich genutzt hat dieses Angebot die KPI GmbH in Tuttlingen.

Wer kennt das nicht? Die Heizung ist kaputt. Der Handwerker kommt mit einem schriftlichen Reparaturauftrag und womöglich einem Stapel Reparaturbeschreibungen. Nach hoffentlich erfolgreicher Reparatur macht er sich dann an das Ausfüllen mehrseitiger Berichte, am Ende holt er die Unterschrift des Kunden ein. Aber was passiert dann eigentlich mit all diesem Papier? Nicht selten werden die Daten von Hand in ein Rechnungsformular übertragen und abgelegt – gelber Durchlag an die Rechnungsabteilung, blauer Durchschlag an die Warenwirtschaft, zahlreiche weitere Durchschläge wollen weitergegeben werden. So weit so normal, scheint es. Wenn es sich aber um die Reparatur oder Wartung einer Industrieanlage handelt, wird es komplexer. Der After Sales Service scheint in vielen Unternehmen als Stiefkind behandelt zu werden. Die Digitalisierung droht am Service vorbeizugehen. Dabei liegen die Potenziale auf der Hand. Konsequent hat das Team am Steinbeis-Transferzentrum Processes in Motion aus Göppingen um die Leiter Prof. Dr.-Ing. Ben Marx, Prof. Dr. Christian Cseh und Prof. Dr. Rainer Elste einen vollständig digitalisierten Serviceprozess entwickelt. Sein Name: 4tfs – For Technical Field Services.

Das Automobil der Zukunft muss die steigenden gesellschaftlichen Erwartungen im Hinblick auf Energieeffizienz, Kraftstoffverbrauch, Klimaschutz, Sicherheit, Komfort und Nachhaltigkeit erfüllen. Im Fokus steht dabei die Reduzierung des Fahrzeuggewichts durch den Einsatz von innovativen Werkstoffen und die Bildung von Multi- Material-Systemen während der Fertigung. Um das Potenzial zur Gewichtsreduzierung weiter ausschöpfen zu können, hat Thyssen- Krupp Steel Europe den modernen Verbundwerkstoff „Litecor“ entwickelt. Das Experten-Team am Steinbeis-Innovationszentrum Intelligente Funktionswerkstoffe, Schweiß- und Fügeverfahren hat nun ein Verfahren zum thermischen Fügen dieses Materials entwickelt.

Die digitale Transformation ganzer Wirtschaftssektoren, die intensivierte Konvergenz wesentlicher Technologiefelder sowie die zunehmende Vernetzung von Markt- und Handlungskontexten stellen zentrale Herausforderungen für das Wirken von Unternehmen in der Gegenwart dar. Hierbei besteht ein großer Informationsbedarf hinsichtlich der Veränderungen und Kompetenzprofile, auf die sich Unternehmen und Beratungen werden einstellen müssen. Mit einem differenzierten Blick auf „Unternehmen 4.0“ befassten sich daher 300 Teilnehmer des diesjährigen Steinbeis Consulting Tages am 29. Juni 2016 im Haus der Wirtschaft in Stuttgart.

Fehler in der Produktion eines Unternehmens sind ärgerlich – sie erhöhen die Kosten und wenn der Fehler erst beim Kunden festgestellt wird, beeinträchtigen sie das Kundenverhältnis nachhaltig negativ. Umso ärgerlicher also, wenn das Wissen zur Vermeidung des Fehlers durchaus im Unternehmen vorhanden ist, es allerdings nicht bis in die Produktion gelangt. An dieser Stelle setzte das Studienprojekt von Christian Casar an, der dieses Jahr sein Studium zum Master of Science in Innovation and Technology Management an der School of International Business and Entrepreneurship (SIBE) der Steinbeis-Hochschule Berlin (SHB) abschloss. Christian Casar setzte sein Projekt für die TRUMPF Hüttinger GmbH & Co. KG um, die als führender Hersteller von Prozessstromversorgungen beispielsweise an der Herstellung von Halbleiterchips beteiligt ist.

Bei Formel 1- und Tourenwagen-Rennen ist der Reifenwechsel in wenigen Sekunden entscheidend für den Rennerfolg. In der Regel kommen dabei luftdruckbetriebene Werkzeuge zum Einsatz, die Luftversorgung kommt aus Druckgasflaschen, die auf Trolleys befestigt sind. Fällt der Wagen in dem rauhen Betrieb um, besteht eine hohe Unfallgefahr insbesondere durch die Beschädigung der frei liegenden Armaturen. Die DK Edelstahldesign GmbH im badenwürttembergischen Pfullingen hat zusammen mit dem Steinbeis- Transferzentrum Verfahrensentwicklung in Reutlingen um den Leiter Prof. Karl Schekulin einen neuartigen Sicherheits-Transportwagen für alle Arten von Druckgasflaschen entwickelt. Er hat nicht nur die Härtetests bei Formel 1-Rennen bestanden, auch die Tauglichkeit für den normalen Werkstattgebrauch ist nachgewiesen. Das Projekt wurde im Rahmen der Innovationsgutscheine des Landes Baden-Württemberg gefördert.

Kleinräumige Wanderungsströme zwischen Stadt- und Landkreisen machen rund 70% der demografischen Entwicklung von Städten und Gemeinden aus, also den wesentlichen Teil ihrer zukünftigen Entwicklung. Da die Stärke sowie die demografische und gesellschaftliche Zusammensetzung der Wanderungsströme unter anderem Faktoren des Bevölkerungswachstums sind, werden grundlegende wirtschaftliche und soziale Bereiche der Gesellschaft direkt beeinflusst: Das betrifft beispielsweise die Steuereinnahmen, den Bedarf eines Krankenhauses, Arbeitsplätze, den benötigten Wohnraum und damit Bodenpreis- und Mietentwicklung. Gleichzeitig erweist sich die Wanderungsmobilität als sehr stark altersabhängig, die Mobilität von Auszubildenden und Studierenden ist rund zehnmal höher als die der Senioren. Die STASA Steinbeis Angewandte Systemanalyse GmbH analysiert diese Tendenzen mit dem regionalen Chancenmonitor RCM.

So sieht Transfer vom Feinsten aus: 2010 mit dem Master of Science in International Management an der School of International Business and Entrepreneurship (SIBE) der Steinbeis-Hochschule Berlin (SHB) abgeschlossen, hat Timo Marks nun, nach fünf Jahren sein eigenes Unternehmen gegründet: die Schuhleister GmbH & Co. KG.

Jedes Jahr starten zahlreiche junge Menschen in die Ausbildung und machen sich damit auf den Weg in Richtung Fachkräftenachwuchs. Gleichzeitig erscheint seit einigen Jahren pünktlich zum Ausbildungsstart im August die Meldung, dass eine wachsende Zahl von Ausbildungsplätzen unbesetzt bleibt. Der demografische Wandel, der Rückgang der Schulabgängerzahlen und die veränderte Attraktivität einer Berufsausbildung sind nur drei der Faktoren, die in diesem Zusammenhang diskutiert werden. Während Politik, Verbände und Innungen nach Lösungen suchen, wie wieder mehr junge Leute für die Berufsausbildung begeistert werden können, gehen Unternehmen in die Offensive und gestalten individuelle, zukunftsorientierte Ausbildungskonzepte. Die Investition lohnt sich: Auszubildende werden in vielen Betrieben zu engagierten Mitarbeitern, die dem Unternehmen am längsten erhalten bleiben. Diesen Prozess unterstützen das Steinbeis-Transfer-Institut Systemwissenschaft, Führungs- und Organisationsberatung der Steinbeis-Hochschule Berlin und das Steinbeis-Transferzentrum Strategisches Management, Innovation, Kooperation mit einem modularen Trainingsangebot zur Steigerung beruflicher Alltagskompetenzen.

Das Team der Steinbeis Qualitätssicherung und Bildverarbeitung GmbH hat den Durchblick, im wahrsten Sinne des Wortes auch für Kunststoffrohre. In einem Entwicklungsprojekt haben die Experten in Ilmenau ein innovatives Prüfverfahren für Kunststoffrohre entwickelt. Mit dem Rohrdimensionsprüfgerät PipeTest können Außen- und Innendurchmesser, Wandstärke, Ovalität und lokale Wandstärkenschwankungen von Rohren stichprobenartig geprüft werden. Das Inline-Qualitätsprüfgerät PipeScan ermöglicht die 100%-Prüfung von Außen- und Innendurchmesser und Oberflächendefekten an Kunststoffrohren.

25-jähriges Bestehen und eine Vielzahl erfolgreich abgeschlossener Projekte – Grund genug für das Steinbeis-Transferzentrum Mikroelektronik (TZM) in Göppingen zu feiern. Heute ist das TZM in Göppingen eines der größten Unternehmen im Steinbeis-Verbund und hat sich zu einem leistungsstarken und flexiblen Ingenieurdienstleister mit rund 100 Mitarbeitern entwickelt, der in vielen Branchen agiert.

Unter dem Motto „Use-PSS – Usability von betrieblichen Produkt-Service-Systemen im Mittelstand“ startete Ende 2015 ein Verbundprojekt des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie im Rahmen des Förderschwerpunktes „Mittelstand Digital - Strategien zur digitalen Transformation der Unternehmensprozesse“. Denn die Rolle produzierender Unternehmen wandelt sich grundlegend: Während sich diese Unternehmen bisher vornehmlich auf die Entwicklung, die Produktion und den Vertrieb qualitativ hochwertiger Sachprodukte konzentrierten, erwarten die Kunden künftig komplette Problemlösungen. Für die Bereitstellung einer solchen Komplettlösung eignen sich Produkt- Service-Systeme (PSS) besonders gut. Sie bestehen aus einer Produkt- und einer Dienstleistungskomponente, deren Gewichtungen sich je nach Anwendungsfall stark unterscheiden können. Ziel des Projektes ist es, mittelständische Unternehmen beim Aufbau solcher Systeme zu unterstützen und im Rahmen von realen Anwendungsfällen mit kleinen und mittelständischen Unternehmenspartnern einen innovativen Usability-Gestaltungsrahmen zur PSS-Generierung zu entwickeln und zu erproben. Umsetzungspartner des Projekts sind das Pforzheimer Steinbeis-Innovationszentrum 2 Digital Business, die Hochschule Pforzheim, die bwcon GmbH (Stuttgart) als Unternehmen im Steinbeis- Verbund sowie als Partnerunternehmen aus der Industrie die doubleSlash Net-Business GmbH (Friedrichshafen), die NETSYNO Software GmbH (Karlsruhe) und die teXXmo Mobile Solution GmbH & Co. KG (Böblingen).

Alle sprechen von Industrie 4.0 - der zunehmenden Digitalisierung der Produktionsprozesse, der digitalen Vernetzung der Menschen, Maschinen und Objekte, die durch cyber-physische Systeme ermöglicht wird. Neue Szenarien werden entwickelt, wie sich die Welt im Allgemeinen und unsere Arbeitswelt wohl künftig entwickeln werden. Um die Auswirkungen auf Mitarbeiter zu erforschen, führen die Pädagogische Hochschule Karlsruhe und die Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft aktuell eine Studie durch, die durch das Steinbeis-Transferzentrum Institute for Transfer Technologies and Integrated Systems SITIS und die rst IT-Unternehmensberatung GmbH unterstützt wird.

Steinbeis Transfermagazin

Transfer 03/2016

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