Beratung kompakt

Lernfabrik 4.0: Fachkräfte der Zukunft

Steinbeis unterstützt Landkreis bei der Bewerbung um Fördermittel

Das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg bezuschusst den Aufbau von 15 sogenannten Lernfabriken 4.0 an beruflichen Schulen. Eine dieser 15 Lernfabriken wird an den Berufsschulen in Crailsheim und Schwäbisch Hall entstehen. Dafür erhält der Landkreis Schwäbisch Hall vom Land einen Zuschuss in Höhe von 500.000 Euro. Weitere Gelder stellen der Landkreis sowie am Projekt beteiligte Unternehmen zur Verfügung. Bei der Antragstellung beriet das Steinbeis-Beratungszentrum Regionalentwicklung und Wirtschaftsförderung gemeinsam mit dem Ferdinand-Steinbeis-Institut der Steinbeis-Stiftung den Landkreis und koordinierte die Projektgruppe mit Teilnehmern aus den Berufsschulen, dem Landkreis und den Firmenpartnern.

Die Lernfabrik soll Berufsschülern sowie Unternehmen und deren Mitarbeitern die Möglichkeiten der vernetzten Produktion verdeutlichen und das Experimentieren mit innovativen und intelligenten Produktionssystemen ermöglichen. Die Vermittlung und Einübung der ganzheitlichen Industrie 4.0-Philosophie erfordert dabei ein interdisziplinäres und unternehmens- wie auch standortübergreifendes Zusammenspiel von Technik, IT und Kaufleuten, was durch die verschiedenen Schulstandorte mit ihren jeweiligen Fachbereichen simuliert wird.

Für die Projektumsetzung schließen sich in der Lernfabrik 4.0 Schwäbisch Hall die gewerblichen und kaufmännischen Schulen, die Cisco Networking Academy sowie externe Einrichtungen wie das Packaging Valley mit seinem Virtual Reality Center SHA, das Elabo-Lab und Trumpf Cloud-Services zu einem virtuellen Wertschöpfungsnetzwerk zusammen, das die reale Situation in der vernetzten Wirtschaft wiederspiegelt. Das Netzwerk steht weiteren Partnern und Sponsoren offen: Die Inbetriebnahme der Lernfabrik 4.0 Schwäbisch Hall ist für Herbst 2016 vorgesehen. Interessierte Unternehmen können ab Ende des Jahres Ausund Weiterbildungsveranstaltungen buchen oder die Lernfabrik als Visions- und Testcenter zur Erprobung beispielsweise neuer Geschäftsprozesse nutzen.

Kontakt

Katharina Graeber
Steinbeis-Zentrale (Stuttgart)
katharina.graeber@stw.de

Regionale Innovationskraft stärken, Vernetzung fördern

Meinrad Schad (Freunde und Förderer der DHBW Heidenheim e. V.), August Musch
(Steinbeis), Friedrich Frieß (ITZ), Georg Würffel (Technologiezentrum Heidenheim
GmbH), Thomas Reinhardt (Landkreis Heidenheim) (v.l.n.r.)

Das Innovations- und Technologietransferzentrum Heidenheim bringt zukünftig Projektpartner zusammen

Am 27.11.2015 war es nach umfangreichen Vorbereitungen und diversen Abstimmungsrunden zwischen den Partnern soweit: Das Innovations- und Technologietransferzentrum Heidenheim (ITZ) wurde als gemeinnützige GmbH gegründet. Ziel des Kooperationsunternehmens ist es, die Innovationskraft der Region durch Vernetzung und Entwicklungsprojekte von Hochschule und Unternehmen zu stärken.

Mehrheitsbeteiligter am ITZ ist die Forschungs- und Innovationszentren gGmbH – eine Tochtergesellschaft der 2013 gemeinsam von Steinbeis und der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) gegründeten Transfer GmbH der DHBW. Weitere Gesellschafter sind zu jeweils gleichen Anteilen der Verein Freunde und Förderer der DHBW Heidenheim e.V., die Stadt Heidenheim vertreten durch das Technologiezentrum Heidenheim und der Landkreis Heidenheim.

Die ersten Ideen für das ITZ waren bereits im Jahr 2010 entstanden, als Dozenten der DHBW Heidenheim eine Plattform suchten, um studentische Innovationen weiterzuentwickeln. Im Frühjahr 2015 kam Steinbeis mit ins Boot und das Vorhaben erhielt einen rechtlichen Rahmen. Das ITZ soll künftig einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass Absolventen der DHBW Heidenheim ihre innovativen Ideen in Start-ups gemeinsam mit den Firmenpartnern der DHBW sowie interessierten Professoren weiterentwickeln und umsetzen können. Dadurch sollen die innovativen Köpfe in der Region Heidenheim gehalten werden und die Firmen vom Hochschulstandort profitieren können.

Im Rahmen wissenschaftlicher Veranstaltungen und Publikationen wird den regional ansässigen und meist kleinen und mittelständischen Unternehmen ein leichterer Zugang zu aktuellen wirtschaftlichen, sozialen und technologischen Entwicklungen und Trends geboten werden. Dazu wird künftig auch ein vielseitiges Weiterbildungsangebot beitragen.

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